Posts Tagged ‘Science Fiction’

» Suzanne Collins – The Hunger Games: Mockingjay

Geschrieben von Sally am Samstag, 11 September, 2010 | 1570 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: The Hunger Games: Mockingjay
Genre: Fantasy, Jugend
Reihe: Hunger Games Band: 3
Erscheinungsdatum: 25. August 2010
Seiten: 448
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1407109374
Preis: 8,40€
Amazon

Inhalt: Against all odds, Katniss Everdeen has survived the Hunger Games twice. But now that she’s made it out of the bloody arena alive, she’s still not safe. The Capitol is angry. The Capitol wants revenge. Who do they think should pay for the unrest? Katniss. And what’s worse, President Snow has made it clear that no one else is safe either. Not Katniss’s family, not her friends, not the people of District 12.

Rezension: Mockingjay ist der dritte und letzte Band der Hunger Games, bzw. Panem Trilogie. Wo die beiden Vorgänger noch  spannend und individuell sind, fällt Mockingjay jedoch extrem ab.

Die Charaktere, die in den Vorgängerbüchern so farbenfroh und tiefgründig ausgemalt wurden verflachen im dritten Band, werden gar unsympathisch. Allen vorran übrigens die Protagonistin Katniss, die im gesamten Buch eigentlich gar nichts anderes macht als sich in Schwierigkeiten zu hangeln und in Folge dessen in irgendwelchen Krankenhausbetten liegt, was das Buch nicht gerade spannend gestaltet. Ich verstehe ja die Problematik und die Zwiespältigkeit

Die erste Hälfte von Mockingjay tröpfelt so sachte dahin. Der Leser bekommt mal ein paar mäßig spannende Minibröckchen serviert und kann sich dann wieder durch die Geschichte gähnen, die irgendwann weit nach dem Mittelteil anfängt stetig spannend zu werden, nur um ganz abrupt plötzlich zuende zu sein, ohne dass man das wirklich wichtige mitbekommen hat.

Meiner Meinung nach ist Mockingjay ein extrem misslungenes Ende einer guten Reihe. Die Reihe hätte ein würdiges, spannendes und lesenswertes Ende verdient, aber leider hat Suzanne Collins das hier absolut nicht geschafft. Zwei Sterne vergebe ich für die kurzzeitig steigende Spannung kurz vor Ende und weil die Handlung im Grunde nicht schlecht ist, sondern einfach nur unzureichend umgesetzt wurde. Extrem schade.

von Sally am Samstag, 11 September, 2010 um 18:11 Uhr
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» Warren Fahy – Biosphere

Geschrieben von Sally am Montag, 17 Mai, 2010 | 1110 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Fragment
Genre: Thriller, Science-Fiction
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: 3. Mai 2010
Seiten: 496
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499252426
Preis: 9,95€
Amazon

Inhalt: Der Luxusliner «Trident» befährt den Südpazifik, an Bord eine Film-Crew und Naturwissenschaftler. Man ist dabei, die Reality-Show «Sea Life» zu filmen. Plötzlich erreicht ein Hilferuf das Schiff. Er kommt von einem nebelverhangenen Felseneiland. Doch die Insel ist mitnichten harmlos. Flora und Fauna haben sich hier über Jahrtausende hinweg evolutionstechnisch optimiert. Sie wissen sich gegen die Eindringlinge zu wehren. Auf schreckliche Weise. Nicht auszudenken, was geschieht, wenn eines der Lebewesen die Insel verlässt.

Erster Satz:

Als sich die American Association for the Advancement of Sience 1999 im kalifornischen Anaheim zusammenfand, um über einen dringlichen Bericht fremden Spezies zu beraten, war nicht etwa von Außerirdischen die Rede

Rezension: Sachen, die ich lesen will: Menschen auf abgelegenen Inseln, neuartige Tier- und Pflanzenwelt und viele gruselige Dinge. Als ich den Klappentext von Biosphere las, dachte ich an diese Dinge, kaufte das Buch spontan und las es relativ schnell in zwei Tagen durch, aber wirklich was Neues habe ich nicht erfahren…

Die Trident ist auf einer Expedition, mit einem Fernsehteam an Bord. Sie drehen eine Reality Show, als sie plötzlich einen Hilferuf von einer abgelegenen, kaum erforschten Insel erhalten. Sie gehen dem Ruf nach und finden ausser einem Wrack kaum etwas, dass ihnen bekannt vorkommt. Die Vegetation auf der Insel strotzt nur so vor unbekannten Tier- und Pflanzenarten. Eines merkwürdiger als das andere und vorallem gefährlicher. Als ein Teil der Crew die Insel betritt, überleben sie nur wenige Minuten, die zwei Überlebenden ziehen sich zurück und starten einige Zeit später neue Versuche die Insel zu erforschen…

Irgendwie ist es ziemlich schwer dieses Buch ausreichend zu bewerten. Auf einer Seite ist es wirklich interessant und spannend zu lesen, aber Andererseits ist es auch eine riesige Katastrophe. Biosphere baut auf einer Interessanten Idee, die man wirklich super ausschmücken und umsetzten könnte, aber leider haperte es da ein wenig.

Bis zur letzten Seite des Buches hatte ich keine Ahnung, wer nun die Hauptperson, oder die Hauptpersonen sind, auf die man als Leser ein wenig mehr achtet. Weiss ich bis heute nicht. Mal davon abgesehen waren absolut alle Charaktere so dermaßen farblos, dass sie mir schlichtweg egal waren “Aha, X ist tot, naja macht ja nichts”. Ich hab keine Sekunde mitfiebern können und das fand ich doch sehr schade.

An der Story ist nicht unbedingt zu meckern. Sie ist ok. Lässt sich lesen, ist mehr oder minder, vorallem von Anfang bis Mitte recht “glaubwürdig”, auch, wenn sie zum Schluss ein wenig in ein typisches Filmende abdriftete, was ebenfalls sehr schade ist, denn man hätte aus dem Ende etwas anderes, etwas besseres rausschlagen können.

Letztendlich ist mir nicht viel von Biosphere im Kopf geblieben. Ich hab es zwar gerne “eben schnell” gelesen, aber ich würde nicht auf die Idee kommen es irgendwann nocheinmal zu lesen. Deswegen sind 3 Sterne ausreichend, denke ich. Wer denn unbedingt einen Biothriller, etwas a la Avatar, nur mit mehr mehr Blut und bösen Viechern lesen möchte, der kann vielleicht was mit Biosphere anfangen, allen anderen würde ich raten sich was anderes zu suchen oder nicht zu viel zu erwarten.

von Sally am Montag, 17 Mai, 2010 um 18:46 Uhr
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» Michael Crichton – Jurassic Park (Dino Park)

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 24 März, 2010 | 2315 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: Jurassic Park
Genre: Horror, Thriller
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: 1990
Seiten: 576
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442464371
Preis:
8,95€
Amazon.

Inhalt: Einem Team von ehrgeizigen Wissenschaftlern um den Milliardär John Hammond ist Sensationelles gelungen: Aus konservierter DNA haben sie 15 Saurierarten neu gezüchtet. Die Tiere sollen die Hauptattraktion in einem Freizeitpark auf einer Insel vor Costa Ricas Küste sein. Doch als ein Team von Paläontologen den Park vor der Eröffnung inspiziert, kommt es zur Katastrophe. Die Sicherheitszäune versagen und plötzlich bewegen sich die gefährlichen Echsen frei über die Insel. Menschen und Saurier liefern sich einen Kampf, den nur eine Art überleben kann …

Der erste Satz:

Der tropische Regen war wie eine undurchdringliche Wand aus Wasser; er prasselte auf das Wellblechdach der Krankenstation, rauschte dröhnend durch die metallenen Abflussrinnen und platschte wie ein Sturzbach auf die Erde.

Rezension: Nachdem ich die letzten drei Wochen jeden Samstag einen der drei Jurassic Park Teile gesehen hatte, dachte ich mir es ist mal Zeit endlich das Buch zu lesen, das hier schon endlos lange rumsubt. Gesagt, getan und das Buch ist mindestens so spannend wie der Film…

Dr. Alan Grand, Paläontologe, bekommt von John Hammond, einem reichen alten Mann, der nahezu besessen von Dinosauriern ist das Angebot seinen neusten, noch ungeöffneten Park auf einer abgelegenen Insel vor Costa Rica zu besuchen. Das die Atraktionen im Park lebende, geklonte Dinosaurier sind ist für ihn anfangs sehr faszinierend. Der Jurassic Park, wie er heißt beherbergt die bekanntesten der Dinosaurierarten: Maiasaurier, Stegosaurier, Triceratopsiden, Pterosaurier, aber auch Fleischfresser wie Velociraptoren, Procompsognathen und der König der Saurier, Tyrannosaurus. Das die Besucher nur durch Zäune und Gräben von diesen gefährlichen Tieren geschützt sind hat für Grand und die anderen Testbesucher einen faden Beigeschmack und dann fallen während eines Sturms, als sie sich mitten auf der Insel im Nichts befinden plötzlich die lebensrettenden Elektrozäune und Sicherheiten aus und die Tiere bewegen sich frei und unkontrolliert auf der Insel.

…wenn der Anfang nur nicht so gemein, zäh und laaangweilig dahin plätschern würde. Natürlich fangen solche Bücher immer irgendwie an, aber Jurassic Park holt wirklich weit aus. Ich hab das Gefühl, dass ich, nachdem ich das Buch nun gelesen habe irgendwie ein Experte in Sachen DNS und Chaostheorie bin. Ich hab irgendwann angefangen einige Seiten zu überlesen, vorallem Malcolms Gerede über die Chaostheorie und ich hab auch letztendlich nichts verpasst. Ich denke auch ich hätte das Buch abgebrochen, wenn ich zuvor nicht den Film gesehen hätte.

Wenn man dann aber erstmal die ersten 250 Seiten geschafft hat wird das Buch wirklich richtig spannend. Die Dinosaurier brechen aus und man liest an verschiedenen Stellen mit und ich persönlich finde, dass man sich teilweise auch wirklich gruseln kann.

Geschrieben ist das Buch auch sehr gut, obwohl ich es teilweise ein wenig plastisch finde. Crichton kann auch spannende Abschnitte einfach so aus dem Stand wegschreiben und beim Leser regt sich dann nicht unbedingt die Spannung, aber man gewöhnt sich irgendwie wirklich dran und fließt dann einfach so mit der Geschichte durch das Buch.

Sicher ist das Buch Jurassic Park ebenso ein Klassiker wie die Filme und wenn man die Filme kennt und auch noch mag, dann sollte man sich auch gerne das Buch zu Gemüte führen. Ich gebe ihm letztendlich 4 Sterne, auch wenn der Anfang wirklich schrecklich anstrengend war, entschädigte der Rest dafür auf jeden Fall.

von Sally am Mittwoch, 24 März, 2010 um 12:37 Uhr
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» Suzanne Collins-The Hunger Games:Catching Fire

Geschrieben von Sally am Sonntag, 7 März, 2010 | 2583 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: The Hunger Games: Catching Fire
Genre: Jugendbuch, Drama, Science Fiction
Reihe: Hunger Games/Panem Reihe Band: 2
Erscheinungsdatum:
7. September 2009
Seiten:
480
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1407109367
Preis:
8,15€
Amazon

Inhalt: After winning the brutal Hunger Games, Katniss Everdeen returns to her district, hoping for a peaceful future. But Katniss starts to hear rumours of a deadly rebellion against the Capitol. A rebellion that she and Peeta have helped to create. As Katniss and Peeta are forced to visit the districts on the Capitol’s cruel Victory Tour, the stakes are higher than ever. Unless Katniss and Peeta can convince the world that they are still lost in their love for each other, the consequences will be horrifying.

Rezension: Nachdem ich vom Vorgänger Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele, bzw auf englisch: The Hunger Games so fasziniert war hab ich mir schnell Band zwei gekauft und es gelesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Wahnsinn. Ich hatte irgendwie ein wenig damit gerechnet, dass Catching Fire nach Hunger Games ein wenig nachlässt, weil ich Band 1 so bombig fand, dass es für mich irgendwie schwer vorzustellen war, dass da etwas kommen kann, das noch interessanter ist als die Hunger Spiele ansich. Aber Suzanne Collins hat auch in Band 2 unglaublich viel Spannung und Nervenkitzel eingebaut, dass diese Fortsetzung ganz locker mit dem Vorgänger mithalten kann. Gerade ab der Mitte des Buches muss man sich schon fast dazu zwingen es beiseite zu legen, denn da passieren Sachen, mit denen ich persönlich niemals gerechnet hätte und die mich ziemlich überrascht haben. Nicht schlecht.

Catching Fire ist wirklich eine grandiose Fortsetzung. Auf Band 3, Mockingjay muss ich nun bis August warten *029* was vor allem bei dem Ende ziemlich nervenaufreibend sein wird. Ich hasse doch warten so sehr… *023*

Auf deutsch erscheint Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe übrigens am 1. Juni 2010.

» Suzanne Collins – Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele

Geschrieben von Sally am Sonntag, 17 Januar, 2010 | 3872 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: The Hungergames
Genre: Jugend, Drama, Science Fiction
Reihe: Hungergames/Panem Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2009
Seiten: 414 Seiten
Verlag: Oettinger
ISBN: 978-3789132186
Preis:
17,90€
Amazon

Inhalt: In einem Nordamerika der fernen Zukunft regiert das Kapitol mit eiserner Hand. Die meisten Menschen in den unterjochten zwölf Distrikten kämpfen tagtäglich ums Überleben. So auch die sechzehnjährige Katniss. Sie sorgt dafür, dass ihre kleine Schwester Prim und ihre Mutter nicht verhungern, indem sie unerlaubterweise hinter dem Zaun des Distrikts auf die Jagd geht. Doch der Hunger ist nicht die größte Bedrohung: Jedes Jahr werden die „Hungerspiele” ausgetragen, eine Art Gladiatorenkampf. Aus jedem Distrikt werden dafür ein Mädchen und ein Junge zwischen zwölf und sechzehn Jahren ausgelost. Und dieses Jahr trifft es Prim. Doch Katniss geht für ihre Schwester in den grausamen Kampf, der so lange dauert, bis nur noch einer von den vierundzwanzig „Spielern” am Leben ist. Das ist furchtbar genug, doch zu allem Überfluss ist einer von Katniss’ Gegnern ausgerechnet Peeta, der ihr schon einmal das Leben gerettet hat …

Erster Satz:

“Als ich aufwache, ist die andere Seite des Bettes kalt.”

Rezension: Ein gutes Buch folgt dem Nächsten. Von der Panem Reihe scheint im Moment jeder ziemlich begeistert zu sein. Nachdem ich mich von der Eupohorie von Christoph Marzis Lycidas mitgerissen wurde un leider nicht das zu lesen bekam, was ich mir drunter vorstellte war ich etwas skeptisch mit Panem. Allerdings grundlos.

Die Tribute von Panem sind 24 Jugendliche, jeweils zwei aus den 12 Distrikten von Panem. Jedes Jahr werden sie ausgewählt und treten in einer Arena gegeneinander an. Der Sieger bekommt das, was in ganz Panem Mangelware ist: Nahrung und genügend Geld um ein angenehmeres Leben zu führen als das, welches er vorher hatte. Die Spielregeln sind ganz einfach: Jeder gegen Jeden. Auge um Auge. Der letzte Überlebende hat gewonnen und gewinnen kann man mit jeden Mitteln und Waffen. Dieses Jahr treten Katniss und Peeta für ihren Distrikt 12 an. Doch die Beiden verbindet eine Vergangenheit, die es ihnen schwer macht sich gegenseitig töten zu können.

Gefasst gemacht habe ich mich auf eine schnulzige Liebesstory a la Biss zum Erbrechen und habe dementsprechen nicht unbedingt so viel erwartet. Ich wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Eigentlich geht es in diesem Buch gar nicht um Liebe und andere Gefühle als Wut, Angst und Panik, was dem Buch auf jeden Fall zu Gute kommt. Es handelt sich wirklich hauptächlich ums Überleben und um den Kampf in der Arena. Vielen Dank dafür. Hätte die Protagonistin Katniss die ganze Zeit überlegt, wie sie es nur übers Herz bringen soll Peeta zu töten, weil sie ihn ja sooo sehr liebt wäre meine Bewertung sicher etwas schlechter ausgefallen. Allerdings muss ich sagen, dass ich bereits nach dem ich den Klappentext las eine Vermutung hatte, wie das Buch ausgeht und damit auch richtig lag. Allerdings hat das meine Lesewut nicht besonders betrübt. Das Buch musste einfach so enden, wie ich es mir gedacht habe.

Gerne hätte ich etwas mehr über Panem, seine Entstehung und warum es so ist, wie es ist erfahren. Manche Informationen tröpfeln hin und wieder in die Geschichte ein, aber das hat mir nicht gereicht. Suzanne Collins hat eine ziemlich interessante Welt aufgebaut. Ich hätte wirklich gerne mehr über die 12 Distrikte gelesen, die ja offensichtlich alle unterschiedlich sind und auch die Hauptstadt, das Kapitol hat mich sehr fasziniert, weil sie so völlig anders ist, als die Distrikte. Da Tödliche Spiele aber der Anfang einer Reihe ist hoffe ich auf mehr in den nächsten Büchern.

Suzanne Collins hat eine wunderbare Art ihr Buch zu schreiben. Es lies sich gut lesen und ich hatte absolut keine Probleme mir jedes kleinste Detail, das sie beschrieb bildhaft vorzustellen. Auch ihre Charaktäre sind wohl durchdacht und sympathisch, und das, obwohl ich Protagonisten wie Katniss, die alles können und dabei auch noch gut aussehen gar nicht leiden kann. Besonders beeindruckend fand ich die Fantasie und den Erfindungsgeist der Autorin. Manche Dinge, die sie in ihren Büchern geschehen lässt wäre mir im Leben nicht eingefallen. Sie hat wirklich tolle Ideen und weiss diese auch wunderbar umzusetzen.

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele ist ein wirklich gutes, spannendes und auswühlendes Buch. Mir war in keiner Sekunde langweilig und ich kann auch keine Szene kritisieren. Das Buch hat mir von vorne bis hinten, vom ersten, bis zum letzten Wort ausnahmslos gut gefallen und ich freue mich auf das zweite Buch, welches ich mir bei Amazon nun auf englisch bestellt habe.  Auf deutsch erscheint Band 2, Gefährliche Liebe im Juni 2010 und wirklich: So lange kann ich nun echt nicht warten.

von Sally am Sonntag, 17 Januar, 2010 um 22:04 Uhr
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» Dmitry Glukhovsky – Metro 2033

Geschrieben von Sally am Montag, 14 Dezember, 2009 | 2186 views. | 8 Kommentare


Originaltitel:
Метро 2033
Genre: Science Fiction, Horror, Endzeit
Reihe: Metro Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 3. November 2008
Seiten: 784 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN:
978-3453532984
Preis:
14,00€
Amazon

Inhalt: Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen … Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch das U-Bahn-Netz macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll.

Rezension: Wow! Nach diesem knapp 800 Seiten starkem Wälzer bin ich völlig überwältigt. Als ich Metro 2033 vor ungefähr einem halben Jahr gekauft und auch angelesen habe, musste ich es direkt nach dem ersten Kapitel wieder abbrechen, weil es mich endlos gelangweilt hat. Hätte ich mal durchgehalten, dann wäre mir dieses äußerst spannende und lesenswerte Buch schon vorher ein gewaltiger Begriff gewesen.

Das Buch beginnt mit der, bei einem solchen Roman obligatorischen Einleitung. Mehrere Männer, die ihre Wache abzuleisten haben sitzen um ein Feuer und unterhalten sich über die neusten Vorkommnisse in der Moskauer Metro, in der sie seit nunmehr 15 Jahren leben müssen. Dem Leser wird die sehr komplexe Lage der Metro und die Machtverteilung, sowie die politischen Gesinnungen der einzelnen Stationen nahe gebracht. Dabei muss sich der Leser auch noch mit den komplizierten Namen der Stationen herumschlagen, wie die Ochotny Rjad, der Turgenewskaja, Tschistyje prudy oder der Krasnopresnenskaja und nebenher sollte man auch mal die vorne und hinten liegenden Karten zu rate ziehen und diese Stationen suchen, um einen geordneten Überblick über die Metro zu haben. Belohnt wird der Leser allerdings mit einigen, ziemlich gruseligen Erzählungen über Menschen, die einfach in den Tunneln verschwunden sind, oder über Mutanten, die man nur die Schwarzen nennt, die von der Botanitscheski Sad, eine Station vor der WDNCh, in der die Reise von Artjom beginnt, in die Station eindringen und die Bewohner in Aufruhr und Angst versetzen. Wenn man über diesen Anfang hinweg ist und Artjom auf seiner Reise durch die Metro begleitet, dann liegt ein unglaublich spannender Endzeitroman vor einem, der sich für Fans dieses Genres sehr zu lesen lohnt.

Artjom ist ein 20 jähriger junger Mann, der den Großteil seines Lebens in der Moskauer Metro auf der Station WDNCh verbracht hat. Vor 15 Jahren explodierten dort oben Atombomben und machten das Leben in der total zerstörten Megastadt Moskau unmöglich. Die Menschen zogen sich in die einigermaßen sicheren Metro zurück und bauten sich dort ein neues Leben auf. Nach vielen Jahren der Strahlung entwickelten sich auf der Oberfläche neue Arten und Formen des Lebens, die eine Bedrohung für die Metro dastellen. Hin und wieder gelangen Mutanten und andere Wesen in die Metro und verbreiten Angst, Schrecken und den Tod. Als eines Tages vermehrt außergewöhnliche Mutanten, die “Schwarzen” auf der WDNCh auftauchen und der Widerstand zusammen zu brechen droht, macht Artjom sich auf den Weg um etwas zu unternehmen und um seine geliebte Heimatstation und die gesamte Metro von diesen Wesen, die die nächste Stufe der Evolution sein könnten und den Menschen an der Spitze der Schöpfung ablösen würden zu befreien, denn immerhin war es Artjom, der in jugendlichem Leichtsinn die Tore zur Metro geöffnet hat, nur um einen Blick auf das zerstörte Moskau zu werfen.

Das Buch übertrifft alles, was ich je gelesen habe in Sachen Stimmung und Atmosphäre. Man ist sofort gebannt von der Geschichte um die Metro und man gruselt sich unweigerlich an sehr vielen Stellen im Buch. Dmitry Glukhovsky hat die Begabung dem Leser eine vollkommen neue, bzw sehr stark veränderte Welt in wenigen Sätzen real und glaubwürdig offen zu legen. Er fordert einen dadurch sehr stark auf das Buch weiter zu lesen, selbst, wenn es gerade einen Hänger hat.

Hänger hat das Buch leider viele, vorallem auf den ersten 300 Seiten (Und 300 Seiten sind für viele schon ein komplettes Buch). Wenn Menschen aus unerfindlichen Gründen in den Tunneln der Metro verschwinden, dann ist das anfangs vielleicht noch sehr spannend, aber wenn auf 300 Seiten immer nur Menschen verschwinden und verschwinden und verschwinden, ohne, dass der Leser erfährt warum das so ist, dann fragt man sich wirklich, warum dem Autor bei einer so gewaltigen Welt mit so vielen Möglichkeiten nichts besseres eingefallen ist. Man muss einfach nur verbissen durchhalten und die 300 Seiten Grenze überschreiten und dann interessieren einen die verschwundenen Menschen nicht mehr, dann ist es einem fast egal, was dort in der Metro passiert, weil es für den Leser dann nämlich an die Oberfläche geht und dort passiert genau das, was der Leser lesen will und das Buch verliert seine Spannung bishin zum Ende kaum noch.

Die Charaktere sind auch auf den ganzen 800 Seiten eher farblos gehalten und bis auf Artjom sollte man sich besser mit keinem der anderen Protagonisten anfreunden, daran hat man nämlich meist keine lange Freude. Artjom, den man von vorne bis hinten begleitet bleibt aber immer nur ein kleines Licht. Er ist einem sympathisch, aber man erfährt nicht viel über ihn, er bleibt einfach farblos und man möchte meinen nur das “Mittel zum Zweck”. Frauen gibt es in diesem ganzen Buch übrigens fast keine. Obwohl durchaus Frauen in der Metro leben haben diese im Buch wohl keine großartige Bedeutung. Wenn man alles, was mit einer Frau zu tun hat zusammen schreiben würde, dann hätte man ungefähr 2 von 800 Seiten. Lara Croft Action ist da also nicht in der Metro. Ich bin nicht unbedingt schockiert desswegen. Frauen haben mir da nicht unbedingt gefehlt.

Diese angesprochenen 300 Seiten und das viele drumherum Gerede in diesem Buch verleiten mich zum Abzug des einen Sternes. Alles Andere ist so lesenswert und spannend, dass ich es dennoch jedem empfehlen würde. Man muss eben einfach anfangs nur eisern durchhalten und man wird mit viel Spannung, Atmosphäre und einem sehr bedrückendem und überraschendem Ende belohnt.

Dmitry Glukhovsky hat Metro 2033 übrigens weiter geschrieben und im Oktober 2009 erschien in Deutschland der zweite Teil der Reihe: Metro 2034, der auch schon in meinem Regal steht und dringend gelesen werden möchte.

von Sally am Montag, 14 Dezember, 2009 um 17:57 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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