Posts Tagged ‘PatrickO’Brian’

» Master & Commander: Bis ans Ende der Welt

Geschrieben von Sally am Montag, 15 Februar, 2010 | 813 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Master & Commander: The Far Side of the World
Premiere: 14. November 2003 (USA)
Dt. Start: 27. November 2003
Produktionsland: USA
Genre: History, Drama, Literaturverfilmung
Laufzeit: 133 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Peter Weir
Drehbuch: John Collee, Larry Ferguson, Peter Weir

Darsteller: Russell Crowe (Capt. Jack Aubrey), Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin), Billy Boyd (Barrett Bonden), James D’Arcy (1st Lt. Thomas Pullings), Edward Woodall(2nd Lt. William Mowett), Lee Ingleby (Midshipman Hollom), George Innes (Joe Place), Robert Pugh (Mr. Allen), David Threlfall (Killick), Max Benitz (Midshipman Callamy), Chris Larkin (Capt. Howard, Royal Marines), Max Pirkis (Midshipman Blakeney)

Inhalt: Die Zeiten des Napoleonischen Krieges. Captain Jack Aubrey lenkt sein Schiff samt der 197 Mann Besatzung sicher durch die größten Meere dieser Welt. Bei einem Angriff wird das Schiff jedoch schwer beschädigt, wobei viele Crewmitglieder auf grausame Weise umkommen. Nun sinnt Aubrey auf Rache und setzt zu einer rasanten Verfolgungsjagd an. Sein Ziel den ärgsten Feind für immer zu vernichten.

Teaser:

Trailer:

Rezension: Vor einigen Tagen lief Master & Commander auf VOX und ich dachte eigentlich kann mein Blog gar nicht mein Blog sein, wenn es hier keine Rezension zu diesem Film gibt.

Bevor ich den Film damals im Kino gesehen habe, habe ich in der Vorschau vor Fluch der Karibik den Teaser gesehen und war schon davon hin und weg. Ab dem Zeitpunkt hat mich Fluch der Karibik, kein Stück mehr interessiert. Ich hab nur noch auf Master & Commander gewartet. Gesehen hab ich ihn damals erstmals zusammen mit meinem Papa, weil er solche Filme auch sehr gerne sieht, dann noch einmal mit meiner Freundin und danach einige Male alleine. Der Film hat mich einfach total fasziniert, von vorne bis hinten und das tut er nach all den Jahren noch immer. Ich liebe die Szenen, die Requisiten, die Schauspieler, die Charaktere, das ganze Schiff… ich glaube es gibt nicht eine einzige Sekunde im ganzen Film, die mich stört.

In erster Linie erfährt man als Zuschauer den Alltag auf einem Schiff der britischen Marine um 1800 herum. Da gibt es kein laxes herumlungern und Rum saufen, wie es manch andere Filme erzählen, sondern strenge Regeln und eine noch strengere Hierarchie und den Aberglauben der Seemänner. Neben der Jagd nach dem französischen Schiff steht vor allem die Freundschaft zwischen Jack Aubrey und seinem Schiffsarzt Stephen Maturin im Vordergrund. Während Jack wie besessen davon ist die Acheron zu finden, egal, was es kostet, strebt Stephen an neue Gebiete zu erkunden und Tierarten zu finden, die noch niemand zuvor gesehen hat. Beide sind völlig verschiedene Männer, die andere Ziele verfolgen (Eine meiner Lieblingsszenen, nach der Schlussszene vielleicht sogar die Lieblingsszene ist beispielsweise der Streit zwischen Jack und Stephen bezüglich der Übergehung der Galapagos Inseln)

Da Master & Commander eine Buchverfilmung der Jack Aubrey/Stephen Maturin Reihe von Patrick O’Brian ist, habe ich nach dem Film auch einige der 22 Bücher gelesen und letztendlich kann ich sagen, dass der Film beinahe maßgeschneidert an die Bücher ist. Die Besetzung der Charaktere und der Stil passen einfach genau zu den Romanen. Vorallem die Besetzung von Russell Crowe (Cpt. Jack Aubrey) und Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin) ist nahezu perfekt. Ich denke andere Schauspieler hätten diese Rollen niemals so ausfüllen können.

Wunderbar sind auch die Bilder in diesem Film. Nicht nur die Aufnahmen des Schiffes sind wirklich toll, auch ist das Master & Commander Filmteam das erste und bisher einzige gewesen, das auf den Galapagos Insel drehen durfte. Ausserdem habe ich noch die einen Film gesehen bei dem so auf Detailgenauigkeit geachtet wurde. Manche Leute machen sich ja einen Spaß daraus Fehler in Filmen zu entdecken. Bei Master & Commander ist es schwer überhaupt einen Einzigen zu finden.

Ich habe den Film sicher schon, ungelogen nahezu 200 mal gesehen und kann ihn auf deutsch und englisch mitsprechen. Und noch immer, jedes Mal, wenn ich den Film sehe, geht mir das Herz auf. Meine Begeisterung wird sich sicher auch nicht legen, nicht mal, wenn ich 80 bin. Man muss solche Art von Filmen natürlich mögen. Wer von Master & Commander Disney/Hollywood Klamauk wie Fluch der Karibik erwartet ist da völlig falsch. Master & Commander ist mehr und vor allem anspruchsvoller. Halt einfach ein wirklich toller, lohnenswerter Film, selbst die deutsche Synchronisation ist markellos. Für mich: Rundum perfekt.

Zitate:

Capt. Aubrey: Good. Right, from now on no “sirs”, no salutes, no whistles, no bells.
Crew: Aye, sir.
Lt. Pullings: Yes, I think we’re all finding that quite difficult.

Capt. Jack Aubrey: Well, Stephen… the bird’s flightless?
Dr. Stephen Maturin: Yes.
Capt. Jack Aubrey: It’s not going anywhere.

Capt. Jack Aubrey: England is under threat of invasion, and though we be on the far side of the world, this ship is our home. This ship is England.

Capt. Jack Aubrey: To wives and sweethearts.
Officers:
To wives and sweethearts.
Capt. Jack Aubrey: May they never meet.

Capt. Jack Aubrey: Do you see those two weevils doctor?
Dr. Stephen Maturin: I do.
Capt. Jack Aubrey: Which would you choose?
Dr. Stephen Maturin: Neither; there is not a scrap a difference between them. They are the same species of Curculio.
Capt. Jack Aubrey: If you had to choose. If you were forced to make a choice. If there was no other response…
Dr. Stephen Maturin: Well then if you are going to push me… I would choose the right hand weevil. It has significant advantage in both length and breadth.
Capt. Jack Aubrey: There, I have you! You’re completely dished! Do you not know that in the service one must always choose the lesser of two weevils.
Dr. Stephen Maturin: He who would pun would pick a pocket.

von Sally am Montag, 15 Februar, 2010 um 22:15 Uhr
In den Kategorien: Filmreviews

Tags: , , ,