» Gail Carriger – Soulless

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Originaltitel: Soulless
Genre: History, Fantasy
Reihe: The Parasol Protectorate Band: 1
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 384
Verlag: Orbit
ISBN: 978-0316056632
Format: Taschenbuch
Preis: 4,90€
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Inhalt: Alexia Tarabotti is labouring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she’s a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was rudely attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette. Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire – and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate. With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia responsible. Can she figure out what is actually happening to London’s high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?
Rezension: Genaugenommen war Soulless ein 100%iger Coverkauf. Mir würde gerade wirklich kein Cover einfallen, das mir besser gefällt als dieses tollen Cover der Parasol Protectorate Reihe. Der Inhalt hat mich hingegen kaum angesprochen. Vampire und Werwölfe haben wir ja schon mehr als genug in Büchern und ich kann die Viecher wirklich, wirklich nicht mehr sehen. Die Mischung aus History und SteamPunk hat mich dann aber doch irgendwie sehr angesprochen und ich konnte nicht wiederstehen.
Alexia Tarabotti hat sich damit abgefunden als alte Jungfer zu enden. Das hält sie aber nicht davon ab weiterhin auf Manieren und Anstand zu setzen. Darum findet sie es unerhört, als sie auf einem Ball, auf dem nicht mal Erfrischungen angeboten werden, von einem völlig ausgehungerten Vampire angegriffen wird, ohne, dass dieser sich ihr vorher vorgestellt hat. Gut, dass Alexia ein sogenannter Preternatural ist. Ein Mensch ohne Seele. Daher verlieren alle Supernaturale Wesen, wie Vampire und Werwölfe ihre speziellen Kräfte, wenn sie sie berühren. Mit einem dezenten Hieb ihres Sonnenschirmes streckt sie den unerhörten Vampir nieder. Blöderweise ist dies allerdings eine gewisse Straftat und prompt findet sie sich in der Gesellschaft von Lord Conall Maccon wieder, dem Chefinspektor in Paranormalen Angelegenheiten, Alphawerwolf und verflucht sexy. Sie schließt sich seinen Ermittlungen an und zusammen versuchen sie rauszufinden, was da los ist mit den Londoner Vampiren.
Alaxia Tarabotti ist ein herrlich erfrischender Buchcharakter, der mir direkt schraubstockfest ans Herz gewachsen ist. Sie ist überspitzt, ein wenig naiv und irgendwie altbacken. Dazu kommt eine Portion Ironie, italienische Abstammung eine zu große Nase und fertig ist Alexia Tarabotti. Kommt dann noch ein sexy Gentleman wie Lord Maccon dazu, der zufällig auch noch ein höchst männlicher Alphawerwolf und Chefinspektor ist hat das Buch mich eigentlich schon zu 100% überzeugt. Es war absolut herrlich Alexia und Lord Maccon, die eine gewisse Vergangenheit miteinander und definitiv einen Draht zueinander haben, obwohl die versuchen den zu verdrängen, zusammen zu beobachten und sie durch die Geschichte zu begleiten. Mir sind die (Haupt)charaktere in Büchern sehr sehr wichtig. Sind diese mir nämlich unsympatisch oder fange ich gar an sie zu hassen hat das gesamte Buch bereits verloren, egal wie toll die Geschichte selber ist. Die Protagonisten sind einfach zu wichtig. In Soulless geht die Rechnung allerdings auf. Ich liebe Alexia Tarabotti und ich liebe Lord Maccon!
Der Plot selber ist allerdings auch nicht zu verachten. London ist wirklich die einzige Stadt, in der, meiner Meinung nach, Vampire und Werwölfe nicht völlig fehl am Platze sind. Vorallem in das historische London passen sie sehr gut und zusammen mit der Steampunk Atmosphere ist es einfach perfekt. Dass es sich neben Fantasy und History auch um einen Krimi handelt ist für mich nur Nebensache, auch wenn ich bekanntlich alles andere als ein Krimi Fan bin.
Soulless zu lesen hat mir wirklich, wirklich spaß gemacht. Das Buch bietet alles, was mein Herz begehrt. Tolle Charaktere, ein wunderbarer Handlungsort zu einer höchst interessanten Zeit, eine durchaus spannende Handlung und einen tollen Humor, passend zum Buch: Very british. Ich bin schon im Besitz des zweiten Teiles der Parasol Protectorate Reihe namens Changeless und werd ihn sicher in naher Zukunft lesen.
Mittlerweile ist Soulless übrigens auch auf deutsch erschienen unter dem Titel Glühende Dunkelheit im Blanvalet Verlag.
» Dan Simmons – Drood

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Originaltitel: Drood
Genre: History, Krimi
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2010 (TB, 1. Auflage)
Seiten: 976
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453408067
Preis: 10,99€
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Inhalt: London im Jahr 1865: Bei einem dramatischen Eisenbahnunglück finden etliche Menschen den Tod. Unter den Überlebenden ist der bedeutendste Schriftsteller seiner Zeit: Charles Dickens. Doch nach diesem Ereignis ist Dickens nicht mehr derselbe. Wie besessen macht er sich auf die Suche nach einem mysteriösen Mann namens Drood. Aber wer oder was ist Drood wirklich? Und kann es sein, dass Charles Dickens in seinen letzten Lebensjahren zum kaltblütigen Mörder wird?
Rezension: Nachdem Dan Simmon’ Terror eine nachhaltige Wirkung auf mich hatte, habe ich ein paar Monate gezögert mich seinem zweiten historischen Roman Drood zuzuwenden. Denn eigentlich hat mich der Inhalt dieses Buches gar nicht interessiert. Ich hatte kein Interesse an Charles Dickens, noch an einem mysteriösen Fremden. Doch als ich das Buch dann in der Buchhandlung liegen sah habe ich es kurzerhand mitgenommen und auch gleich zu lesen angefangen, aus Angst, es sonst monatelang ungelesen im Regal liegen zu haben.
Der Erzähler dieser Geschichte ist William Wilkie Collins, ein Autor und guter Freund und Weggefährte des Unnachahmlichen Charles Dickens. Dickens erzählt ihm von dem schrecklichen Eisenbahnunglück am 9. Juni 1865 in Staplehurst, bei dem viele Menschen ums Leben kamen. Dickens selber saß ein einem der Waggons und überlebte unverletzt. Als er den Verletzten helfen wollte, stieß ein merkwürdiger Mann zu ihm. Er stellte sich als Drood vor. Dickens behielt ihn in Erinnerung. Ein Mann mit einem langen, schwarzen Opernumhang und einem Zylinder, mitten im Sommer, mit heller, fast weißer Hautfarbe, dem die Nase und einige Finger fehlten. Dickens erzählt seinem Freund Wilkie von dieser Begegnung und seither verfolgt Dickens Drood und Drood Dickens. Auf seiner Suche nach dem mysteriösen Mann verschlägt es Dickens und Wilkie in die finstersten Ecken des viktorianischen Londons, in die Unterstadt und in so manche zwielichtige Etablissements. Doch irgendwann gerät alles ausser Kontrolle und Wilkie wird tiefer in die Sache hineingezogen als er eigentlich möchte.
Die ersten 400 bis 500 Seiten des Buches sind anstrengend gewesen. Man lernt zunächst Wilkie Collins kennen, er erzählt über sich und seine Freundschaft zu dem zu dieser Zeit berühmstesten Autor Englands. Er schildert das Eisenbahnunglück, das Dickens überlebt hat und führt den Leser langsam an Drood heran. Doch leider schweift er sehr häufig ab und liefert Geschichten und Anekdoten über irgendwelche Familienmitglieder oder Bekannte, die überhaupt nicht wichtig sind und auch nicht besonders interessant. Er schreibt seitenweise über Dickens und seine Veröffentlichungen, vergleicht diese, erzählt über seine Theaterstücke und deren Schauspieler, so dass man einige Zeit gar nicht in der Geschichte selber weiter kommt. Ich würde fast meinen das der Autor Dan Simmons damit ca. die Hälfte seines Buches gefüllt hat. Hin und wieder begleitet man Wilkie und Dickens dann auf ihren Suchen durch die übelsten Viertel Londons und ist wieder kurze Zeit völlig gebannt von diesem Teil, bis Wilkie wieder über irgendetwas völlig anderes und unbedeutendes schreibt.
Dennoch bin ich an dem Buch dran geblieben, auch wenn es mir vorallem in dieser ersten Hälfte teilweise sehr schwer fiel. Der Grund ist ganz einfach: Selbst wenn Dan Simmons über die todlangweiligsten Dinge schreibt, die einem einfallen können so schreibt er doch wahnsinnig gut. Selbst wenn es einen überhaupt nicht interessiert, was dort geschrieben steht bleibt man dran und genießt die Art, wie Dan Simmons seine Bücher scheibt. Das war auch schon in Terror so (Obgleich dieses Buch nur sehr sehr selten und wenn dann nur ganz kurz als langweilig zu bezeichnen ist). Man erfährt sehr viel über das Leben im viktorianischen London. Eher über das Leben wohlhabenderer Leute, denn Wilkie interessiert sich so gar nicht für die Armut und die Menschen in den Elendsvierteln der Stadt. Als er und Dickens zum ersten Mal eine solche Gegend betreten ist es auch für den Leser wie für Wilkie eine neue und schreckliche Erfahrung.
Hat man dann diesen Part überstanden wird man mit weiteren 500 Seiten einer sehr sehr spannenden und gruseligen Geschichte belohnt. Wilkie taucht immer tiefer in das Geheimnis von Drood ein, Dickens verändert sich in den letzten Jahren seines Lebens und dann kommt das Ende, das den Leser meiner Meinung nach kurz ein wenig in der Luft hängen lässt, bis man darüber nachgedacht hat und wirklich erstaunt ist. Ich hätte nämlich mit diesem Ende nicht gerechnet. Aber es ist besser als alles, was ich erwartet hätte.
Vor allem Wilkie Collins ist ein sehr sympathischer Mensch, jedenfalls lernt man ihn als einen solchen kennen. Er beschreibt Dickens ganz objektiv, so wie er für ihn war. Ich selber fand Dickens dadurch ein wenig unsympathisch und arrogant aber das passte sehr gut in die Geschichte hinein. Was mich sehr beeindruckt hat war die Genauigkeit und Detailtreue, die Dan Simmons an den Tag legt. Die Geschichte in diesem Buch hätte genau so passiert sein können. All die merkwürdigen Ereignisse, die Veränderungen Dickens und Wilkies fügen sich natlos an wahre historische Fakten an, sodass man fast meinen könnte diese Erzählung von Wilkie Collins beruhe auf einer wahren Begebenheit. Drood ist wirklich erstaunlich gut durchdacht.
Auch wenn ich sage, dass die ersten 500 Seiten zum größten Teil aus vielen langweiligen, unwichtigen Geschichtchen besteht gebe ich dem Buch 4 Sterne, die es definitiv verdient hat. Man würde vielleicht meinen ich sei verrückt. Immerhin bestehen viele eigenständige Romane ja schon aus 500 Seiten. Dennoch liest man es und wenn man diese 500 Seiten geschafft hat, dann wartet eine wirklich spannende Geschichte auf den Leser, die den großen Hänger am Anfang vergessen lässt. Zusammen mit der einmaligen Art, in der das Buch geschrieben ist, ist Drood ein wirklich gutes Buch. Aber nicht für jeden. Wer sich mit 500 langweiligen Seiten schwer tut, der wird es möglicherweise nicht schaffen zum spannenden Teil zu kommen.
» Kim Harrison – Blutlied

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Originaltitel: For A Few Demons More
Genre: Thriller, Krimi, Horror, Fantasy
Reihe:Rachel Morgan Serie/Hollows Series Band: 5
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2009
Seiten: 768
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453524729
Preis: 14,00€
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Inhalt: Rachel ist nach wie vor im Besitz des “Fokus”, des uralten, geheimnissvollen Artefakts der Werwölfe und scheint damit Ärger magisch anzuziehen. Doch konkurrierende Werwolfrudel sind nicht ihr einziges Problem: Mit ihrem Pixiepartner Jenks schlägt sich Rachel ebenso mit ihrem Lieblingsfeind Trend Kalamack und Meistervampir Piscary herum, die ebenfalls hinter dem magischen Gegenstand her zu sein scheinen. Zudem zieht ein Serienmörder seine blutiege Spur durch Cincinnati und Rachels guter Freund und Alpha-Werwolf David wird zum Hauptverdächtigen…
Rezension: Ich will mich kurz fassen. Es hat sich ja nicht viel geändert seit den vorangegangenen Bänden und ich will mich nicht immer wiederholen. Rachel ist wieder in Schwierigkeiten, hat Stress und Ärger mit den der I.S., dem FIB, den Werwölfen, den Vampiren (Jedenfalls denen der Camarilla um Piscary), Ivy und ihrer Freundin Skimmer, dem Dämon Algaliarept und dessen Artgenossen Newt und Minias und meinem allerliebsten Feind Rachels Trend Kallamack und Gefolge.
Blutlied hat mir wie die Vorgänger wieder extrem gut gefallen. Diesmal setzt Kim Harrison ein wenig darauf die Beziehungen aller Charaktere zu verknüpfen und dringt ein bisschen weiter ein in deren Leben und hat mich als Leser wiedermal gnadenlos an das Buch gefesselt. Wird wohl nicht mehr so lange dauern bis ich Band 6 lese…aber es fängt schon an wie bei Harry Potter zu werden: “Was zum Wandel mache ich, wenn diese Reihe mal zu ende sein sollte?”
» Andrea Maria Schenkel – Tannöd

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Originaltitel: Tannöd
Genre: Krimi
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2006
Seiten: 171 Seiten
Verlag: btb
ISBN: 978-3442740253
Preis: 7,00€
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Inhalt: Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur.
Rezension: An Tannöd scheiden sich die Geister. Während die Einen dieses Buch höchst spannend finden, wird es für Andere die Langeweile pur sein. Ich kann da durchaus beide Seiten verstehen.
Tannöd beruht auf einer wahren Geschichte. In Hinterkaifeck wurden 1922 sechs Menschen auf einem Einödhof ermordet. Der Täter ist bis heute nicht bekannt. Vier von ihnen wurden im Stadl mit einer Reuthaue erschlagen, die Magd fand man tot in ihrer Kammer und der 2jährige Junge Josef wurde in seinem Stubenwagen getötet. Dieser ganze Mordfall ist wirklich ziemlich mysteriös. So soll der Mörder sich vor der Tat mehrere Tage auf dem Hof versteckt haben. Man fand auf dem Dachboden Kuhlen im Heu, in denen ein Mensch hätte schlafen können. Ausserdem waren Dachziegel verschoben um den Hof überblicken zu können. Kurz vor der Tat erzählte eines der Opfer von unbekannten Fußspuren im Schnee, die zum Hof, aber nicht zurück führten und merkwürdige Geräusche im Gebäude. Auch nach der Tat war der Mörder noch einige Tage auf dem Hof um die Tiere zu versorgen.
Ich habe mich nach einer TV Reportage darüber im Internet etwas schlau gelesen, weil ich diesen ganzen Fall ziemlich interessant und fast auch gruselig finde. Ich denke, wenn man sich für diesen Fall nicht großartig interessiert, oder ihn nicht kennt, dann könnte Tannöd eher ödes, aber ein gott sei dank dünnes Buch sein, das zwar eine interessante Schreibart vorweist, aber mehr auch nicht.
Die Geschichte ist aufgeteilt in Erfahrungsberichten von Einwohnern in Tannöd und zu einem kleinen Teil auch aus der Sicht des Mörders und der Opfer beschrieben. Der Einödhof ist sehr stimmungsvoll dargestellt und es gruselt einen auch leicht, wenn man bedenkt, was dort passiert ist. Die Erfahrungsberichte der Einwohner sind größtenteils auch sehr interessant aber ich hab auch einiges schnell überflogen. Viel Großartiges hat man manchmal nämlich nicht erfahren. Das ganze Buch hat mich nicht wirklich begeistert, aber auch nicht unbedingt gelangweilt. Es liest sich schnell weg und dann vergisst man es leicht wieder.
Wenn man sich nicht für den Hinterkaifeck Fall interessiert könnte Tannöd eher ein Fehlgriff sein, wenn man sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat, erzählt das Buch einem auch nichts Neues mehr. Aber ich denke die Zeit für171 Seiten kann man verschmerzen.





