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Geschrieben von Sally am Samstag, 15 August, 2009 | 957 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: No Country for Old Men
Premiere: 19 Mai 2007 (Cannes Film Festival, Frankreich)
Dt. Start: 28 Februar 2008
Genre: Literaturverfilmung, Thriller
Laufzeit: 122 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Regie: Ethan & Joel Coen
Drehbuch: Ethan & Joel Coen
Darsteller: Tommy Lee Jones (Sheriff Ed Tom Bell), Javier Bardem (Anton Chigurh), Josh Brolin (Llewellyn Moss), Woody Harrelson (Carson Wells), Kelly Macdonald (Carla Jean Moss), Garret Dillahunt (Wendell), Tess Harper (Loretta Bell), Barry Corbin (Ellis)

Inhalt: Texas im Jahre 1980: Llewellyn Moss findet mitten in der Wüste die Überreste eines missglückten Drogendeals: Mehrere Leichen, einen halbverdusteten Mann, eine Wagenladung Heroin und 2 Millionen Dollar. Er verschwindet mit dem Geld, doch ihm sind der Special-Forces-Man Carson Wells und der, aus dem Gefängnis geflohene, kaltblütige Serienmörder Anton Chigurh auf den Fersen.

Trailer: Achtung! Uncut-Trailer!

Rezension: No Country for Old Men, der neue Film der Coen Brüder sahnte 2008 vier Oscars (Unter anderem “Bester Film” und “Beste Regie”) und unzählige weitere Auszeichnungen ab. Zu Recht. Wie man es von den Coen Brüdern gewohnt ist, ist No Country for Old Men ein absolut genialer Film, mit viel Spannung, viel Action, und in diesem Fall viel viel Blut, garniert mit einer Priese Humor.

Ich habe den Film schon einmal gesehen. Bei der Arbeit, nebenher. Damals hab ich nicht viel mitbekommen und ihn ziemlich schnell wieder vergessen. Gestern Abend gab ich ihm nochmal eine Chance.

Es ist wirklich erstaunlich, was man aus einer eher simpleren Geschichte etwas so komplexes zaubern kann. Die Story ist zwar einfach schnell erzählt, aber alle Einzelheiten muss man selber gesehen haben um zu verstehen, was an diesem Film so besonders ist. Absolut sehenswert sind auch die Schauspieler dieses Filmes. Javier Bardem, als Serienmörder Anton Chigurh ist unübertrefflich und scheinbar wie für diese Rolle gemacht. Ihm hat man einfach alles abgenommen. Ebenso wie Josh Brolin (Llewellyn Moss). Viele Filme sind darauf ausgelegt, dass sich der Zuschauer für eine Seite entscheidet. Die Gute, oder die Böse.  Moss oder Chigurh. Bei No Country for Old Men ist das anders, da kann man sich nicht entscheiden und man soll es wohl auch nicht. Eigentlich möchte man nur, dass es immer weiter geht. Tommy Lee Jones, der eher eine kleiner Rolle spielte hätte ich gerne mehr gesehen, denn er ist einer meiner Lieblingsschauspieler und hier hat er wieder zeigen können, dass er es eben einfach drauf hat.

Viele Kritiker bemängeln die langsamen Schnitte des Filmes, die ihn unnötig in die Länge ziehen und Andeutungen von Langeweile aufkommen lassen. Ich kann es nicht verstehen. Es gibt nichts, was ich mehr hasse, als Szenen, in denen jemand erschossen wird, der Zuschauer aber gar nichts mitkriegt, weil die Szene schnell wechselt. Man fragt sich eben einfach “Ist der nun tot, oder nicht?”. Sowas ist einfach störend und schnelle Kamerafahrten und Schnitte, der Trend der letzten Jahre, sind einfach nervig. Das scheinen auch die Coen Brüder so zu sehen und dafür bin ich ziemlich dankbar.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt könnte für den ganz normalen Zuschauer, der sich einfach nur unterhalten lassen möchte wohl das Ende sein, denn man wird einfach rausgerissen aus dem Film. Plötzlich ist alles vorbei und das auch noch in einer wirklich blöden Art und Weise, die ich aber natürlich hier nicht verrate *033* Ich kann drüber hinwegsehen und gebe dem Film denoch 5 Sterne, denn die hat er nun wirklich verdient, ebenso wie seine acht Oscarnominierungen und seine vier Oscars.

von Sally am Samstag, 15 August, 2009 um 20:03 Uhr
In den Kategorien: Filmreviews

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