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» Richard Laymon – Der Pfahl

Geschrieben von Sally am Sonntag, 9 Oktober, 2011 | 413 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: The Stake
Autor/en: Richard Laymon
Genre: Horror, Thriller
Reihe: / Band: /
Seiten: 589
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453675803
Format: Taschenbuch
Sprache: deutsch
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Während eines Ausfluges in die kalifornische Wüste stoßen der Horrorautor Lawrence “Larry” Dunbar, seine Frau Jean und deren Freunde Pete und Barbara auf eine verlassene Geisterstadt namens Sagebrush Flat. Abenteuerlustig wie sie sind erkunden sie die verfallenen Gebäude und finden ein altes Hotel, das merkwürdigerweise vor nicht allzu langer Zeit mit einer Kette und einem Schloss verriegelt wurde. Die Neugier packt die vier und sie beschließen in das Hotel einzudringen. Dort, unter der zerfallenen Treppe des Hotels finden sie einen Sarg, mit der mumifizierten Leiche einer jungen Frau. In ihrer Brust steckt ein hölzerner Pfahl. Geschockt von ihrem Fund fliehen die vier, in der Absicht zu vergessen, was sie dort in dem verlassenen Hotel gefunden haben. Doch Larry und Pete lässt der Gedanke an die Leiche nicht los. Wer hat das Mädchen ermordet, warum wurde sie in ihrem Sarg in diesem Hotel versteckt und die wichtigste aller Fragen: Warum hat der Mörder ihr einen Pfahl durch die Brust getrieben? Ist das mysteriöse Mädchen unter der Treppe vielleicht ein Vampir?

Larry beschließt ein Buch über das Mädchen zu schreiben und zusammen mit Pete geht er zurück, um ihre Leiche aus dem Hotel zu holen und zu dokumentieren, wie sie den Pfahl herausziehen. Bald findet Larry heraus, wer das tote Mädchen ist und dass zur Zeit ihrer Ermordung weitere Mädchen verschwunden sind und er verstrickt sich immer tiefer in ihre Vergangenheit und dann ist da ja noch die Frage, ob es sich wirklich um einen Vampir handelt und was passiert, wenn sie den Pfahl entfernen?

Man sollte von Der Pfahl nicht erwarten, dass man in Laymon Manier einen Vampirroman präsentiert bekommt, wie es der Klappentext möglicherweise vermuten lässt. Eigentlich geht es in diesem Buch gar nicht wirklich um den Vampir. Es geht viel eher um Bonnie, das Mädchen hinter dem vermeintlichen Vampir und ihre Ermordung. Larry stellt ein paar Nachforschungen an und findet einiges über sie und ihrer Vergangenheit heraus und ist nahezu “besessen” von ihr. Im Buch gibt es aber noch einen zweiten Handlungsstrang, nämlich den von Larrys Tochter Lane.

Lane hat ein paar Probleme mit ihrem sexbessesenen Freund Jim und erwischt sich dabei, wie sie sich langsam in ihren Lehrer Mr. Kramer verliebt. Sie bleibt nach dem Unterricht länger und hilft ihm beim Korrigieren der Arbeiten. Doch Mr. Kramer ist nicht der nette, gutaussehende, sympathische Lehrer, der ihr bei einem Angriff eines Mitschülers zur Hilfe eilt und besorgt um ihre Sicherheit ist. Er hat ganz andere Pläne mit Lane, als ihr vielleicht lieb ist.

Lanes Geschichte macht mindestens ein Drittel des Buches aus und ich fand ihre Geschichte fast interessanter als die Geschichte um Bonnie und Larrys Buch. Was mit Sicherheit auch daran lag, dass ich Lane ziemlich sympathisch fand. Denn Larry und Pete sind zwei Idioten. Wer würde nachts in eine verlassene Geisterstadt fahren um die Leiche eines ermordeten Mädchens zu bergen und sie in ihrer Garage zu verstecken? Aber solche Charaktere machen Richard Laymons Bücher aus. Sie stolpern von einem großen Fehler in den nächsten und steigen immer tiefer hinab in die Geschichte, die sie nicht mehr loslässt und auch sehr schnell den Leser fesseln kann. Dennoch lässt sich über die Naivität und Dummheit der Charaktere in Der Pfahl gut und gerne häufig den Kopf schütteln. Ohne Lanes Geschichte wäre das Buch allerdings nur halb so interessant gewesen.

Gerade in diesen Kapiteln fiel mir, vor allem zum Schluss hin auf, dass dieser Laymon ein wenig “züchtiger” ist, als die anderen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Wo er in Romanen wie zum Beispiel Die Insel nicht mit brutalen Einzelheiten geizt setzt er in Der Pfahl einen Punkt und geht nicht weiter auf die Geschehnisse ein. Dem Leser bleibt es überlassen sich auszumalen, was dort den Protagonisten, in diesem Fall hauptsächlich Lane, passiert ist. Dennoch ist auch dieses Buch nichts für schwache Nerven. Wer ein Problem mit Gewalt, Blut und Vergewaltigungen hat, der sollte einen Bogen um Laymon machen, auch um Der Pfahl, selbst wenn es, wie ich finde eines der “dezenteren” Bücher von ihm ist.

Der Pfahl ist also mal wieder ein Buch von Richard Laymon, das ich wirklich gerne gelesen habe und mich von dem ersten, bis zum letzten Wort absolut unterhalten hat.

von Sally am Sonntag, 9 Oktober, 2011 um 13:53 Uhr
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» Ann Aguirre – Die Enklave

Geschrieben von Sally am Montag, 13 Juni, 2011 | 553 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Enclave
Genre: Endzeit, Kinder- und Jugendliteratur, Fantasy, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2011
Seiten: 352
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3442268122
Format: Taschenbuch
Preis: 14,00€
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Zwei ist ein Mädchen aus der Untergrundenklave “College”. Nachdem die Oberfläche der Erde durch Säureregen und unbarmherzige Hitze völlig zerstört wurde, haben sich die überlebenden Menschen in die U-Bahn und Abwassertunnel zurückgezogen. Dort ist Zwei nun eine Jägerin und muss für die Menschen in der Enklave Nahrung besorgen und für ihre Sicherheit sorgen. Zusammen mit ihrem Partner Bleich sind sie ein starkes Team. Doch eines Tages passiert etwas, das Zwei und Bleich an die Oberfläche verbannt.

Soweit hört sich der Plot von Die Enklave sehr spannend an. Ich mag ja bekanntlich Endzeitromane und dieser hier erinnerte mich mit den Tunnels und den vereinzelten Enklaven sehr an das unglaublich spannende Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky, welches ich vor knapp zwei Jahren gelesen habe und mir noch immer in Erinnerung ist, als eines der gruseligsten und interessantesten Bücher, die ich je gelesen habe. Dass Die Enklave nicht einmal annähernd an Metro 2033 heranreichen würde war mir von vornerein schon klar, denn es handelt sich bei diesem Buch durchweg um ein Jugendbuch. Das merkt man vor allem daran, dass sich die Autorin mit detaillierten Beschreibungen der Kampf- und Blutszenen (Welche in diesem Buch recht häufig vorkommen) nicht lange aufhält. Die Protagonisten meistern jede Schlacht ständig fast ohne große Verletzungen. Direkte Verluste gab es auch nicht zu beklagen. Auf die Dauer ist mir sowas einfach zu glatt. Ein 16 jähriges Mädchen und ihr geheimnisvoller 18 jähriger Partner, mit Muskeln gestählt und dabei noch blendend aussehend lassen jede Schlacht mit noch so vielen Gegner mit links? Ich mag einfach keine Superheldencharaktere in Büchern, in denen Superhelden eigentlich nichts zu suchen haben.

Der erste Teil des Buches spielt im Untergrund. Man lernt einen Haufen merkwürdigbenamter Kinder und Jugendliche kennen, die ich versucht habe mir irgendwie zu merken aber ab dem zweiten Teil des Buches taucht niemand mehr von ihnen auf und das fand ich extrem schade. Ich hätte sehr gerne nochmal gelesen, wie Zwei zurück geht in die Unterwelt, so bin ich als Leser, obgleich man das Schicksal der College Enklave im Buch letztendlich erfährt, ein wenig unbefriedigt. Von Zweis und Bleichs Aufenthalt auf der Oberfläche hätte ich mir auch viel mehr erwartet. Dort angekommen gibt es zwar einige interessante Spannungspunkte und gut verbaute Ideen der Autorin aber wirkliche Endzeitstimmung kam bei mir leider überhaupt nicht auf. Ich mag es sehr, wenn Autoren die Umgebungen in ihren Büchern ein wenig beschreiben und ich denke, dass das gerade bei Eindzeitromanen sehr sehr wichtig ist. Zwar kann ich mir vieles selber denken, aber wenn mir wirklich gar keine Beschreibung und nur minimale Eindrücke der Protagonisten vorgeworfen werden, kann ich mich nicht richtig in die Umgebung einfinden und so hab ich zwar ein endzeitmäßiges Szenario im Kopf gehabt aber ich fand es nicht besonders spannend, dass die Autorin kaum etwas von der Umgebung erzählt hat. Das hat den Plot und den Fluss der Handlung ein wenig lieblos erscheinen lassen.

Natürlich gab es zwischen all dem Gemecker meinerseits auch einige Hightlights in Die Eklave. Die Grundidee des Buches fand ich großartig und es war auch zwischen den genannten Kritikpunkten sehr sehr spannend zu lesen, sodass ich es relativ schnell in zwei Tagen durch hatte. Mir waren die Protagonisten Zwei und Bleich, obwohl sie mich manchmal eben ein klein wenig genervt haben, doch sehr sympathisch und ich bin der Autorin dankbar, dass sich die Beiden zwar gut verstanden haben und es auch ein wenig geknistert hat aber nicht gleich in inniger Lieber förmlich zerflossen sind, wie es in so vielen Jugendbüchern viel zu häufig der Fall ist. In Die Enklave bleiben wir also von einer schwülstigen Liebesstory verschont. Dafür bekommen wir ganz feines theoretisches, allerdings ausbaufähiges Endzeitszenario, Action, ein ganz klein wenig grusel und sympathische Charaktere.Alles Dinge, die wichtig sind für ein ganz gutes Buch und ausreichende Leseunterhaltung.

Die Enklave ist also durchaus lesbar, wenn man kein spannendes Gruselerlebnis wie in Metro 2033 erwartet, oder dass man von diesem Buch “in den Bann gezogen wird”, wie es bei Die Tribute von Panem von Suzanne Collins der Fall gewesen ist (Das verspricht nämlich unberechtigter weise die “Publishers Weekly” auf dem Rücken des Buches) dann ist man mit Die Enklave ganz gut bedient.

von Sally am Montag, 13 Juni, 2011 um 17:45 Uhr
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» Richard Laymon – Der Käfig

Geschrieben von Sally am Samstag, 19 März, 2011 | 1255 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Amara
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: April 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 512
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453435308
Preis: 9,99€
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Inhalt: Vor langer Zeit war sie eine Herrscherin. Jetzt ist sie nur noch eine vertrocknete Mumie. Bis die Siegel zerbrochen werden, die sie in ihrem Sarkophag gefangenhalten. Die Untote macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch das heutige Kalifornien.

Rezension: Ohne zu übertreiben kann ich sicher behaupten, dass Der Käfig wohl eines der besten Bücher von Richard Laymon überhaupt ist. Obwohl mich der Klappentext nicht so angesprochen hat, habe ich es wegen akuter Lesekrise doch mal gelesen, denn Laymon ist eine gute Waffe gegen Lesekrisen. Ansonsten hab ichs nicht so mit wandelnden Mumien (ausser Brendon Fraser spielt die Hauptrolle1 ) darum habe ich nicht vermutet, dass mir das Buch so sehr gefallen würde.

Es ist sehr schwer eine detaillierte Inhaltsangabe zu liefern, denn auf den 512 Seiten lernt man extrem viele Charaktere kennen und man begleitet sie durch manche Kapitel auf ihren Wegen. Da gibt es zum Beispiel die Kuratorin Susan Connors, die im Charles-Ward Museum für die agyptische Sammlung verantwortlich ist, als die Mumie Amara plötzlich verschwindet und drei Leichen der Wachmänner zurücklässt. Taggart Parker, Susans Freund ist Polizist und auf der Suche nach dem Dieb, der Amara gestohlen und die Wachmänner getötet hat. Ed Lake wird von seiner Freundin des Nachts mitten in der Pampa ausgesetzt und findet sich, nachdem man ihn niedergeschlagen hat zusammen mit zwei anderen, der hübschen Virginia und Marco in einem Käfig wieder. Dort werden sie gezwungen Dinge zu tun und bestraft, wenn sie nicht akurat erledigt werden. April Vallsarra, eine blinde Frau, die ganz alleine in den Bergen in ihrer Villa wohnt und sich nach Gesellschaft sehnt. Mable, ein dickes Mädchen, das offenbar irgendeine Störung hat und hoffnungslos in Taggart Parker verliebt ist und sich an Susan rächen will, weil er sie liebt und nicht Mable. Grace und ihre Schwester Pix sind zusammen mit Graces Freund Cody aus South Carolina und von Graces und Pix’ brutalem Stiefvater abgehauen und nach Los Angeles gefahren auf der Suche nach einer Zukunft und Arbeit und dann gibt es da noch Imad, den Ziehsohn von Robert Callahan, der Amara vor vielen Jahren aus ihrer Grabkammer geborgen hat und um ihr dunkles Geheimnis weiss.

Wenn man das so liest könnte man denken, man würde erschlagen werden von dieser Überzahl an Charakteren auf nur 500 Seiten und komplett den Überblick verlieren. Dem ist nicht so. Eines von Laymons vielen Talenten ist es Handlungen so geschickt zu verweben, dass, egal wieviel Input der Leser bekommt er niemals die Kontrolle oder den Überblick verliert. Er verwebt die unzähligen Stränge so, dass er damit ungeheure Spannung aufbaut und mich die ganze Zeit weiter zum Lesen getrieben hat. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Geschichte und fügt sich perfekt in den Plot ein. Ich hatte etwas Bedenken, dass Laymon viel aus der Sicht der Mumie Amara schreibt. Das hätte mir nicht besonders gefallen. Aber er hat nur zwei oder drei sehr kurze Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben und das nur sehr wage. Durch diese Methode hat er Amara als ein wirklich schreckliches Monster dargestellt, sodass selbst ich, die sich vor sowas meist nicht erschreckt und vor Mumien schon mal gar nicht, hin und wieder mal Gänsehaut bekam. Das ist mir bisher bei nur einem anderen Buch passiert. Alleine seine Beschreibungen von Amara ließ mich häufig erschaudern. Eine kleine Gestalt, mit langen, merkwürdigerweise gut erhaltenen roten Haaren, brauner Haut, die an manchen Stellen glatt ist und an andere uneben, hart und verknittert. Ihr Gesicht ist vertrocknet. Ihre Augen sind verschwunden und geben den Blick auf zwei große, schwarze Löcher frei, die umgeben sind von vertrockneter Haut und ein Maul voller spitzer Zähne, mit denen sie ihre Opfer zerreisst. Brr.

Der Käfig ist gewohnt gut geschrieben. Leicht und flüssig, sodass man es problemlos lesen kann und nie ins Stocken gerät, gepaart mit Kapitel, die genau die richtige Länge haben. Typisch für Laymon ist dieses Buch wieder sehr blutig, brutal und auch sehr sexistisch. Dazu kommt diese gewisse Portion von Grusel. Alles zusammen passt perfekt. Ich hab es sehr genossen das Buch zu lesen und finde es fast schade, dass ich es schon durch habe. Von mir gibt es absolute 5 Sterne. Da gibt es nichts zu meckern. Dieses Buch hat mir wieder gezeigt, warum ich Richard Laymons Bücher so wahnsinnig gut finde.

  1. Wers nicht weiss: Ich rede von dem Film Die Mumie mit Brendon Fraser, Rachel Weisz und Arnold Vosloo []

von Sally am Samstag, 19 März, 2011 um 14:57 Uhr
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» Simon Beckett – Tiere

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 17 März, 2011 | 1050 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Animals
Genre: Horror, Thriller
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 288
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3499249150
Preis: 9,99€
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Inhalt: Manche Menschen sind Tiere. Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, den seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics. Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Rezension: Tiere ist mein erstes Buch von Simon Beckett. Offenbar etwas gewagt, denn bei Amazon hat dieses Buch keine besonders gute Rezensionen bekommen. Eher im Gegenteil. Also hab ich nicht vermutet, dass es mir gefallen würde, obgleich mich der Klappentext ansprach. Aber ein Versuch war es auf jeden Fall wert.

Nigel ist ein junger Mann, der nach dem Tod seiner Eltern alleine in einem geschlossenen Pub lebt. Er führt ein ganz normales Leben. Arbeitet in einem Büro für Arbeitsförderung und ist in eine Arbeitskollegin verliebt, guckt gerne Filme und liebt es Comics zu lesen. Er mag vielleicht ein bisschen merkwürdig und naiv erscheinen, aber denoch scheint er ein ganz normaler Mensch zu sein. Doch er hat ganz unten im Keller seines Pubs ein kleines, dunkles Geheimnis. Seine Tiere.

Für mich hörte sich der Klappentext schon ein bisschen an, wie etwas von Richard Laymon oder Jack Ketchum. Also genau das Richtige. Ich hab das Buch letztendlich auch sehr schnell durchgelesen allerdings finde ich, dass der Klappentext auf dem Buchrücken des Buches nicht wirklich etwas mit dem tatsächlichen Inhalt des Buches zu tun hat. Es geht nur sehr nebensächlich um Nigels kleines Geheimnis. 90% des Buches sind gefüllt mit dem eher flachen Leben von Nigel und seiner Familie. Das Buch ist für “hartgesottenere” Leser wie mich nicht sehr aufregend. Nigels Leben mag vielleicht kein Normales sein und es ist wirklich recht interessant das Buch zu lesen, darum habe ich es auch zuende gelesen, denn ich wollte einfach gerne alles über Nigel erfahren, was das Buch hergab aber es hat mich in keinster weise wirklich vom Hocker gehauen oder mich geschockt. Wäre etwas mehr von Nigels Geheimnis Thema des Buches gewesen, dann hätte es wirklich interessanter sein können.

Das Buch ist in einer sehr sehr einfachen Schreibart verfasst. Ich kann nicht vergleichen wie Simon Beckett sonst schreibt, aber ich denke seine Bücher wären nicht so bekannt, wenn er wirklich so schreiben würde wie in Tiere. Manchmal kam es mir so vor, als hätte ein Kind dieses Buch geschrieben. Aber ich denke das ist gewollt, denn das Buch ist aus der Sicht von Nigel geschrieben, der offenbar eine geistige Behinderung hat und daher passt der kindliche Stil wunderbar zu diesem Buch und zu Nigel. Es hätte nicht gepasst, hätte Beckett einen hochgestochenen Stil verwendet.

Letztendlich ist Tiere ganz ok. Die Idee ist super, an der Umsetzung mangelt es etwas. Dennoch fand ich es für zwischendurch ganz passend und ich habe es gerne zuende gelesen, denn ich wollte wirklich gerne wissen, wie es aus geht Und ich muss auch sagen, dass Nigel mir irgendwie auch ganz sympathisch war. Möglicherweise werde ich in Zukunft noch mehr von Simon Beckett lesen, allerdings nicht seine Bestseller Die Chemie des Todes, Kalte Asche und Co. die interessieren mich nämlich überhaupt nicht. Ich warte einfach ab, was da noch kommt.

von Sally am Donnerstag, 17 März, 2011 um 20:46 Uhr
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» Brian Keene – Die Verschollenen

Geschrieben von Sally am Samstag, 19 Februar, 2011 | 796 views. | 6 Kommentare


Originaltitel: Castaways
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 384
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527423
Preis: 8,99€
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Inhalt: Eine tropische Insel mitten im Ozean. Eine Gruppe Kandidaten für eine Reality-TV-Show. Ein Geheimnis, das den Trip ins Paradies schon bald in ein blutiges Gemetzel verwandelt. Wer schafft es heil von der Insel herunter? Und was zur Hölle treibt dort sein Unwesen? Das Spiel ist vorbei – der blutige Ernst des Überlebens hat begonnen…

Rezension: Die Verschollenen ist der zweite in Deutschland erschienene Roman von Brian Keene und auch mein zweites Buch von ihm. Totes Meer fand ich nicht so schlecht, auch wenn ich ein wenig skeptisch bezüglich des roten “Brian Keene ist der neue Richard Laymon” Aufklebers war. Besagter Aufkleber pappte auch auf Die Verschollenen. Diesmal aber zu Recht.

Castaways heißt die erfolgreiche Show im amerikanischen Fernsehn, an der eine Gruppe ausgewählter Männer und Frauen teilnimmt. Wochenlang werden sie auf einer kleinen Südseeinsel ausgesetzt, mit nichts weiter als einem Luxusgegenstand und werden dabei gefilmt, wie sie dort ihren Alltag meistern und kleine Challanges erfüllen müssen. Doch in der dritten Woche kommt ein Sturm auf und mit dem Sturm kommen unheimliche Wesen aus den unzähligen Höhlen im Inneren der Insel an den Strand und plötzlich werden die Kandidaten gejagt.

Das Buch hat mich sehr an einige Dinge erinnert. Zum Einen an die Reality Shows Ich bin ein Star – holt mich hier raus und BigBrother. Eine Gruppe Menschen, ausgesetzt in der Natur, die sich einen Gegenstand aussuchen dürfen, den sie auf die Insel mitnehmen, ständig gefilmt werden und Aufgaben erfüllen müssen, damit man später jemanden aussuchen kann, den man rauswählen kann? Schon oft gehört, gesehen und gelesen. Man kann Brian Keene und diesem Buch daraus allerdings keinen Strick drehen, denn dieses Format scheint überall auf der Welt sehr angesagt zu sein. Also warum nicht einen Horrorroman drauß machen? Die Idee ist zwar nicht besonders einfallsreich, aber sie funktioniert. Auch in diesem Buch.

Zum Anderen finde ich, dass die Geschichte; eine Gruppe Menschen, die von höhlenbewohnenden Wilden angegriffen wird, die die Frauen gerne für andere Zwecke als fürs Töten gebrauchen, sehr an die beiden Romane Beutezeit und Beutegier von Jack Ketchum erinnert. Fast die gleiche Geschichte. Vielleicht ist Brian Keene ja gar nicht der neue Richard Laymon, sondern der neue Jack Ketchum? Wobei Keene sich auch bei Laymon ordentlich bedient hat, das allerdings auf die sympathische Art. Keene schreibt nämlich in seinem Nachwort, dass die Monster in Die Verschollenen auf den Monstern in Laymons Beast House Reihe (Der Keller in Deutschland) basieren. Er hat sie als Vorlage benutzt. Sozusagen eine Hommage an Laymon, der sein Mentor und Freund war und den er in den höchsten Tönen lobt. Macht ihn sehr sympathisch, finde ich. Dennoch ist der Plot eben total ausgelutscht und hat mich in keinster Weise überrascht.

Nichtsdesdotrotz hat mir das Buch ganz gut gefallen. Immerhin ist das genau der Schund, den ich gerne lesen mag. Laymon und Ketchum von denen les ich alles, was mir über den Weg läuft, denn ich liebe sinnfreies Abschlachten in Büchern und bescheuerte, völlig abstruse Handlungen und das findet man eben auch in den Büchern von Brian Keene. In Die Verschollenen eher als in Totes Meer, das eher ein reiner Zombieroman ist. Ausserdem schreibt Keene sehr angenehm. Er fasst sich kurz, schafft es aber dennoch das Kopfkino ordentlich anzukurbeln.

Ich denke ich behalte Brian Keene im Auge. Die Verschollenen ist kein großartiges Buch, das jeder unbedingt gelesen haben muss, aber Fans des Genres werden ihren Spaß damit haben und mir hat es eben auch ganz gut gefallen.

von Sally am Samstag, 19 Februar, 2011 um 14:56 Uhr
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» Richard Laymon – Dark Mountain

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 13 Januar, 2011 | 784 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Dark Mountain
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2009
Seiten: 321
Verlag: Leisure Books
ISBN: 978-0843961386
Preis: 5,95€
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Inhalt: When two families head off on a camping holiday, it is meant to be a break from city life, in the hills amid the wonders of nature. But in the wilderness lurk two others, an old woman with gruesome powers and her son, whose depraved and unnatural lusts even she cannot control.

Rezension: Es tut mir jetzt sehr sehr weh das zu schreiben: Mein Gott, bin ich froh, dass ich dieses Buch endlich durch habe. Autsch *036* Dark Mountain ist wahrscheinlich der schlechteste Laymon, den ich bisher gelesen habe und ich möchte mich mit der Rezension auch gar nicht so lange aufhalten. Es ist schon schwer genug zu ertragen, dass es tatsächlich ein schlechtes Buch von Laymon gibt.

“Eigentlich sollte es ein entspannter Campingausflug werden. Zwei Familien aus Los Angeles trampen durch die Wälder und erzählen sich am Lagerfeuer Gruselgeschichten. Bis eine dieser Geschichten Wirklichkeit wird und der Urlaub ein jähes Ende nimmt: Nach einem brutalen Überfall von Hinterwäldlern gelingt die Flucht – doch die Großstädter werden verflucht, und das Böse sucht sie auch in L.A. heim.” von der deutschen Ausgabe.

Der Klappentext des Buches verspricht einen “ganz normalen” Laymon, wie die Fans ihn kennen. Doch wenn man dann das Buch liest, dann weiss man, dass dort irgendwas schief gelaufen ist. Ich würde sagen ganze 80% des Buches sind belangloses Gelaber und Schwachsinn. Man begleitet die Familien auf ihrer Wanderung durch die Berge und hört ihnen zu wie sie über irgendeinen total uninteressanten Schwachsinn reden, bescheuerte Streiche spielen oder sich semigruselige Geschichten erzählen. Das alles mag in der Umgebung des Waldes ja noch einigermaßen auszuhalten sein, denn der Leser ist in der Hoffnung, dass dort jeden Moment etwas passieren kann, aber dann wird der Charakter umgebracht, der diese Spannung und Action bringen sollte und ab dort weiss man dann, dass das nichts mehr werden kann.

Die Familie flüchtet zurück nach L.A. und steht unter dem Fluch der alten Hexe aus dem Wald. Gähn. Es passieren ein paar weniger spannende Dinge, bis vier von den Verfluchten, 20 Seiten vor dem Ende, drauf kommen diesen Fluch irgendwie los zu werden und dann kommt das Ende und das hab ich nur mit einem viertel Auge gelesen, nur froh, dass das Buch endlich endlich zuende ist. Das Ende selber ist nicht der Rede wert.

Ein Stern für Laymons art zu schreiben, die wieder durchaus lesbar ist. Nur eben hat das dem Buch auch nicht geholfen.

Ich bin ein sehr großer Laymon Fan. Ich lese alles von ihm, was mir in die Finger kommt und meist gefällt mir das auch. Das Dark Mountain nun plötzlich so dermaßen aus der Reihe fällt verwundert mich ziemlich. Ich versuche nun alles um das zu vergessen und warte geduldig auf den nächsten Laymon, der mich hoffentlich aus diesem Schock rausholen kann *026*

von Sally am Donnerstag, 13 Januar, 2011 um 13:29 Uhr
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