» Ann Aguirre – Die Enklave

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Originaltitel: Enclave
Genre: Endzeit, Kinder- und Jugendliteratur, Fantasy, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2011
Seiten: 352
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3442268122
Format: Taschenbuch
Preis: 14,00€
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Zwei ist ein Mädchen aus der Untergrundenklave “College”. Nachdem die Oberfläche der Erde durch Säureregen und unbarmherzige Hitze völlig zerstört wurde, haben sich die überlebenden Menschen in die U-Bahn und Abwassertunnel zurückgezogen. Dort ist Zwei nun eine Jägerin und muss für die Menschen in der Enklave Nahrung besorgen und für ihre Sicherheit sorgen. Zusammen mit ihrem Partner Bleich sind sie ein starkes Team. Doch eines Tages passiert etwas, das Zwei und Bleich an die Oberfläche verbannt.
Soweit hört sich der Plot von Die Enklave sehr spannend an. Ich mag ja bekanntlich Endzeitromane und dieser hier erinnerte mich mit den Tunnels und den vereinzelten Enklaven sehr an das unglaublich spannende Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky, welches ich vor knapp zwei Jahren gelesen habe und mir noch immer in Erinnerung ist, als eines der gruseligsten und interessantesten Bücher, die ich je gelesen habe. Dass Die Enklave nicht einmal annähernd an Metro 2033 heranreichen würde war mir von vornerein schon klar, denn es handelt sich bei diesem Buch durchweg um ein Jugendbuch. Das merkt man vor allem daran, dass sich die Autorin mit detaillierten Beschreibungen der Kampf- und Blutszenen (Welche in diesem Buch recht häufig vorkommen) nicht lange aufhält. Die Protagonisten meistern jede Schlacht ständig fast ohne große Verletzungen. Direkte Verluste gab es auch nicht zu beklagen. Auf die Dauer ist mir sowas einfach zu glatt. Ein 16 jähriges Mädchen und ihr geheimnisvoller 18 jähriger Partner, mit Muskeln gestählt und dabei noch blendend aussehend lassen jede Schlacht mit noch so vielen Gegner mit links? Ich mag einfach keine Superheldencharaktere in Büchern, in denen Superhelden eigentlich nichts zu suchen haben.
Der erste Teil des Buches spielt im Untergrund. Man lernt einen Haufen merkwürdigbenamter Kinder und Jugendliche kennen, die ich versucht habe mir irgendwie zu merken aber ab dem zweiten Teil des Buches taucht niemand mehr von ihnen auf und das fand ich extrem schade. Ich hätte sehr gerne nochmal gelesen, wie Zwei zurück geht in die Unterwelt, so bin ich als Leser, obgleich man das Schicksal der College Enklave im Buch letztendlich erfährt, ein wenig unbefriedigt. Von Zweis und Bleichs Aufenthalt auf der Oberfläche hätte ich mir auch viel mehr erwartet. Dort angekommen gibt es zwar einige interessante Spannungspunkte und gut verbaute Ideen der Autorin aber wirkliche Endzeitstimmung kam bei mir leider überhaupt nicht auf. Ich mag es sehr, wenn Autoren die Umgebungen in ihren Büchern ein wenig beschreiben und ich denke, dass das gerade bei Eindzeitromanen sehr sehr wichtig ist. Zwar kann ich mir vieles selber denken, aber wenn mir wirklich gar keine Beschreibung und nur minimale Eindrücke der Protagonisten vorgeworfen werden, kann ich mich nicht richtig in die Umgebung einfinden und so hab ich zwar ein endzeitmäßiges Szenario im Kopf gehabt aber ich fand es nicht besonders spannend, dass die Autorin kaum etwas von der Umgebung erzählt hat. Das hat den Plot und den Fluss der Handlung ein wenig lieblos erscheinen lassen.
Natürlich gab es zwischen all dem Gemecker meinerseits auch einige Hightlights in Die Eklave. Die Grundidee des Buches fand ich großartig und es war auch zwischen den genannten Kritikpunkten sehr sehr spannend zu lesen, sodass ich es relativ schnell in zwei Tagen durch hatte. Mir waren die Protagonisten Zwei und Bleich, obwohl sie mich manchmal eben ein klein wenig genervt haben, doch sehr sympathisch und ich bin der Autorin dankbar, dass sich die Beiden zwar gut verstanden haben und es auch ein wenig geknistert hat aber nicht gleich in inniger Lieber förmlich zerflossen sind, wie es in so vielen Jugendbüchern viel zu häufig der Fall ist. In Die Enklave bleiben wir also von einer schwülstigen Liebesstory verschont. Dafür bekommen wir ganz feines theoretisches, allerdings ausbaufähiges Endzeitszenario, Action, ein ganz klein wenig grusel und sympathische Charaktere.Alles Dinge, die wichtig sind für ein ganz gutes Buch und ausreichende Leseunterhaltung.
Die Enklave ist also durchaus lesbar, wenn man kein spannendes Gruselerlebnis wie in Metro 2033 erwartet, oder dass man von diesem Buch “in den Bann gezogen wird”, wie es bei Die Tribute von Panem von Suzanne Collins der Fall gewesen ist (Das verspricht nämlich unberechtigter weise die “Publishers Weekly” auf dem Rücken des Buches) dann ist man mit Die Enklave ganz gut bedient.
» Gail Carriger – Soulless

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Originaltitel: Soulless
Genre: History, Fantasy
Reihe: The Parasol Protectorate Band: 1
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 384
Verlag: Orbit
ISBN: 978-0316056632
Format: Taschenbuch
Preis: 4,90€
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Inhalt: Alexia Tarabotti is labouring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she’s a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was rudely attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette. Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire – and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate. With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia responsible. Can she figure out what is actually happening to London’s high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?
Rezension: Genaugenommen war Soulless ein 100%iger Coverkauf. Mir würde gerade wirklich kein Cover einfallen, das mir besser gefällt als dieses tollen Cover der Parasol Protectorate Reihe. Der Inhalt hat mich hingegen kaum angesprochen. Vampire und Werwölfe haben wir ja schon mehr als genug in Büchern und ich kann die Viecher wirklich, wirklich nicht mehr sehen. Die Mischung aus History und SteamPunk hat mich dann aber doch irgendwie sehr angesprochen und ich konnte nicht wiederstehen.
Alexia Tarabotti hat sich damit abgefunden als alte Jungfer zu enden. Das hält sie aber nicht davon ab weiterhin auf Manieren und Anstand zu setzen. Darum findet sie es unerhört, als sie auf einem Ball, auf dem nicht mal Erfrischungen angeboten werden, von einem völlig ausgehungerten Vampire angegriffen wird, ohne, dass dieser sich ihr vorher vorgestellt hat. Gut, dass Alexia ein sogenannter Preternatural ist. Ein Mensch ohne Seele. Daher verlieren alle Supernaturale Wesen, wie Vampire und Werwölfe ihre speziellen Kräfte, wenn sie sie berühren. Mit einem dezenten Hieb ihres Sonnenschirmes streckt sie den unerhörten Vampir nieder. Blöderweise ist dies allerdings eine gewisse Straftat und prompt findet sie sich in der Gesellschaft von Lord Conall Maccon wieder, dem Chefinspektor in Paranormalen Angelegenheiten, Alphawerwolf und verflucht sexy. Sie schließt sich seinen Ermittlungen an und zusammen versuchen sie rauszufinden, was da los ist mit den Londoner Vampiren.
Alaxia Tarabotti ist ein herrlich erfrischender Buchcharakter, der mir direkt schraubstockfest ans Herz gewachsen ist. Sie ist überspitzt, ein wenig naiv und irgendwie altbacken. Dazu kommt eine Portion Ironie, italienische Abstammung eine zu große Nase und fertig ist Alexia Tarabotti. Kommt dann noch ein sexy Gentleman wie Lord Maccon dazu, der zufällig auch noch ein höchst männlicher Alphawerwolf und Chefinspektor ist hat das Buch mich eigentlich schon zu 100% überzeugt. Es war absolut herrlich Alexia und Lord Maccon, die eine gewisse Vergangenheit miteinander und definitiv einen Draht zueinander haben, obwohl die versuchen den zu verdrängen, zusammen zu beobachten und sie durch die Geschichte zu begleiten. Mir sind die (Haupt)charaktere in Büchern sehr sehr wichtig. Sind diese mir nämlich unsympatisch oder fange ich gar an sie zu hassen hat das gesamte Buch bereits verloren, egal wie toll die Geschichte selber ist. Die Protagonisten sind einfach zu wichtig. In Soulless geht die Rechnung allerdings auf. Ich liebe Alexia Tarabotti und ich liebe Lord Maccon!
Der Plot selber ist allerdings auch nicht zu verachten. London ist wirklich die einzige Stadt, in der, meiner Meinung nach, Vampire und Werwölfe nicht völlig fehl am Platze sind. Vorallem in das historische London passen sie sehr gut und zusammen mit der Steampunk Atmosphere ist es einfach perfekt. Dass es sich neben Fantasy und History auch um einen Krimi handelt ist für mich nur Nebensache, auch wenn ich bekanntlich alles andere als ein Krimi Fan bin.
Soulless zu lesen hat mir wirklich, wirklich spaß gemacht. Das Buch bietet alles, was mein Herz begehrt. Tolle Charaktere, ein wunderbarer Handlungsort zu einer höchst interessanten Zeit, eine durchaus spannende Handlung und einen tollen Humor, passend zum Buch: Very british. Ich bin schon im Besitz des zweiten Teiles der Parasol Protectorate Reihe namens Changeless und werd ihn sicher in naher Zukunft lesen.
Mittlerweile ist Soulless übrigens auch auf deutsch erschienen unter dem Titel Glühende Dunkelheit im Blanvalet Verlag.
» Kim Harrison – Bluteid

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Originaltitel: Black Magic Sanction
Genre: Fantasy
Reihe: Rachel Morgan Reihe Band: 8
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2010
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 736
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527508
Preis: 14,00€
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Inhalt: Rachel Morgan hat ein Problem. Wegen ihres regelmäßigen Umgangs mit Dämonen (oder zumindest mit einem Dämon) hat der Hexenzirkel für ethnische und moralische Standards, der das Sozialleben aller Hexen überwacht, sie gebannt. Nun lebt sie als Ausgestossene außerhalb der Gesellschaft. Doch als wäre das noch nicht genug, muss Rachel nun auch noch um ihr Leben führchten, denn der Hexenzirkel hetzt ihr plötzlich Killer auf den Hals. Und ehe sie sich versieht, ist Rachel der Spielball zwischen den Fronten: Da nun bekannt geworden ist, dass sie mit Dämonenmagie umgehen kann und eine Art Missing Link zwischen den Arten ist haben es alle auf sie abgesehen – entweder als Zielscheibe oder als Gebärmaschine. Aber Rachel wäre nicht Rachel, wenn sie nicht einen Plan entwickeln würde, wie sie sich aus diesem Dilemma befreien kann. Doch dazu braucht die die Unterstützung ihres Erzfeindes Trent Kalamack. Und um die zu bekommen muss sie nicht nur bei ihm einbrechen, sondern sie muss sich auch den düsteren Schatten ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen…
Rezension: Diesmal hat Rachel wirklich Stress. Der Hexenzirkel für ethnische und moralische Standards hat sie gebannt und einen Killer auf sie gehetzt, der ihr nicht eine ruhige Minute lässt. Sie muss sich verstecken und Vorkehrungen treffen, aber der Hexenzirkel ist schneller als sie. Bluteid ist wohl meiner Meinung nach der beste Band der Rachel Morgan Reihe. Die Dinge passieren Schlag auf Schlag, sowohl Rachel, als auch der Leser haben nur wenig Zeit aufzuatmen, dann gehts in die nächste Runde im Kampf mit dem Hexenzirkel. Plottechnisch ist mir also kaum langweilig geworden, anders als in den Vorgängern kommt die Spannung nicht in Schüben, sondern bleibt konstant oben und fällt hin und wieder nur ganz minimal etwas ab. Kaum der Rede wert. Bluteid ist also 740 Seiten voller Spannung. Tolle Unterhaltung.
Pierce, ein alter Freund von Rachel hat in diesem Teil eine große Rolle, während Ivy ein wenig zu sehr in den Hintergrund gerück ist. Das ist wohl der einzig (kleine) Nachteil an Bluteid. Pierce nervt nämlich. Ich mag ihn nicht, ich find ihn doof, ich will nicht von und über ihn lesen aber er kommt nahezu ständig vor. Man kann damit leben, man will es aber nicht. Ich hätte lieber mehr Ivy gehabt. Dafür bekommt man aber wohl als kleine Entschuldigung extrem viel Al und wer das Buch gelesen hat weiss, was ich meine, wenn ich sage: “Nicht zu knapp”
Al hat mir ausgeprochen gut gefallen. Mehr davon!
Ansonsten ist Bluteid gewohnt gut geschrieben und mich lechzt es nach dem neunten Band, auf den ich ja leider noch ein paar Monate warten muss, denn ich hab das Ende der bereits erschienenen Bücher erreicht (Was ich eigentlich gar nicht wollte). Band acht hat diesmal alles. Action, Spannung, Liebe und auch etwas sehr sehr Trauriges.
» [Tipp] Legende der Wächter/Guardians of Ga’Hoole
Beim Stöbern nach neuen Filmen und den dazugehörigen Trailern bin ich gerade auf den Trailer zu dem Animationsfilm Die Legende der Wächter gestoßen.
Ich bin beeindruckt von den schönen Bildern und Farben. Der Film scheint wirklich gut gemacht zu sein und auch die Idee finde ich sehr schön. Es geht um die kleine Schleiereule Soren, die davon träumt, einer der berühmten Wächter von Ga’Hoole aus den Geschichten seines Vaters zu werden. Diese geflügelten Krieger kämpfen gegen die Bösen, die Reinsten, genannt. Prompt fällt Soren und sein älterer Bruder in die Krallen der Reinsten. Sie werden in ein Lager mit zahlreichen anderen Leidensgenossen gesteckt. Doch Soren gelingt die Flucht. Gemeinsam mit seiner neuen Freundin Gylvie sucht er den Großen Baum, die Heimat der Wächter von Ga’Hoole. Nur mit Hilfe der Wächter können die beiden die anderen Gefangenen der Reinsten befreien.
Erinnert mich ein bisschen an Warrior Cats, nur mit Eulen
Jedenfalls basiert Die Legende der Wächter auch auf einer Buchreihe von Kathryn Lasky, von der ich bisher irgendwie noch nie etwas gehört oder gesehen habe, obwohl es sie schon seit 2003 gibt. Im original sind bereits ganze 16 Romane erschienen. In Deutschland die ersten drei. Die Bücher, beziehungsweise das erste Buch, Die Entführung werd ich mir sicher bald zulegen. Am Wochenende gehe ich nochmal los, vielleicht finde ich es ja irgendwo. Ich finde das Cover ja so schön *058* . Der Film erscheint am 14. Oktober im Kino
» Kim Harrison – Blutlied

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Originaltitel: For A Few Demons More
Genre: Thriller, Krimi, Horror, Fantasy
Reihe:Rachel Morgan Serie/Hollows Series Band: 5
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2009
Seiten: 768
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453524729
Preis: 14,00€
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Inhalt: Rachel ist nach wie vor im Besitz des “Fokus”, des uralten, geheimnissvollen Artefakts der Werwölfe und scheint damit Ärger magisch anzuziehen. Doch konkurrierende Werwolfrudel sind nicht ihr einziges Problem: Mit ihrem Pixiepartner Jenks schlägt sich Rachel ebenso mit ihrem Lieblingsfeind Trend Kalamack und Meistervampir Piscary herum, die ebenfalls hinter dem magischen Gegenstand her zu sein scheinen. Zudem zieht ein Serienmörder seine blutiege Spur durch Cincinnati und Rachels guter Freund und Alpha-Werwolf David wird zum Hauptverdächtigen…
Rezension: Ich will mich kurz fassen. Es hat sich ja nicht viel geändert seit den vorangegangenen Bänden und ich will mich nicht immer wiederholen. Rachel ist wieder in Schwierigkeiten, hat Stress und Ärger mit den der I.S., dem FIB, den Werwölfen, den Vampiren (Jedenfalls denen der Camarilla um Piscary), Ivy und ihrer Freundin Skimmer, dem Dämon Algaliarept und dessen Artgenossen Newt und Minias und meinem allerliebsten Feind Rachels Trend Kallamack und Gefolge.
Blutlied hat mir wie die Vorgänger wieder extrem gut gefallen. Diesmal setzt Kim Harrison ein wenig darauf die Beziehungen aller Charaktere zu verknüpfen und dringt ein bisschen weiter ein in deren Leben und hat mich als Leser wiedermal gnadenlos an das Buch gefesselt. Wird wohl nicht mehr so lange dauern bis ich Band 6 lese…aber es fängt schon an wie bei Harry Potter zu werden: “Was zum Wandel mache ich, wenn diese Reihe mal zu ende sein sollte?”
» Kim Harrison – Blutpakt

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Originaltitel: A Fistful of Charms
Genre: Fantasy
Reihe: Rachel Morgan Reihe Band: 4
Erscheinungsdatum: 4. Dezember 2008
Seiten: 736 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453532908
Preis: 13,00€
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Inhalt: Rachel Morgan kommt nicht zur Ruhe. Gerade von ihrem menschlichen Liebhaber verlassen, könnte sie jetzt in ihrer Beziehung mit dem lebenden Vampir Kisten glücklich sein. Doch jemand will ihren Platz in dem Werwolfrudel, in dem sie die Leitwölfin ist. Und auch ihr Ex-Freund Nick bleibt nicht verschwunden, sondern verführt den Sohn ihres Pixie-Partners Jenks zu einem Diebeszug. So muss Rachel nach Michigan, um ihn zu retten, begleitet von Jenks, der Dank Dämonenmagie menschlich Größe annimmt. Doch dann stellt sich heraus, das Nick ein unschätzbares Werwolf-Artefakt gestohlen hat und Rachel um ihr Leben und das ihrer Freunde bangen muss…
Rezension: [In dieser Rezension sind keine Spoiler enthalten] Blutpakt ist der vierte Band der Rachel Morgan Reihe von Kim Harrison. So ziemlich die einzige Fanatsyreihe außer Harry Potter, die ich wirklich gerne lese.
Dieses Mal ist Rachel Morgan auf einer Rettungsmission. Ihr Ex-Freund Nick hat den Sohn ihres Pixie Partners Jenks zu einem Raubzug überredet und ist nach Michigan verschwunden. Bald findet sie heraus, dass Nick von einem militanten Werwolfrudel auf einer Insel festgehalten wird. Er hat ein bedeutendes Artefakt gestohlen, das die Werwölfe haben wollen, um die dominante Spezies der Welt zu werden. Rachel und Jenks verschaffen sich Zugang zur Insel und sehen sich bald mit einem neuen Problem konfrontiert: Was machen sie nun mit dem Artefakt, hinter dem alle her sind?
Auch in diesem Band zeigt Kim Harrison, dass sie einige gute Ideen hat, die sie auch umzusetzen weiß. Sie kann ein Buch füllen, ohne, dass es irgendwann richtig langweilig wird und man kurz davor steht das Buch beiseite zu legen. Ein paar kleine und vor allem kurze Durststrecken hat Blutpakt natürlich auch, aber die sind nichts Großartiges und lassen sich leicht verschmerzen. Ich habe bei den Büchern immer so ein leichtes „Zuhause-Gefühl“, das ich nicht mal bei Harry Potter habe. Ich freue mich immer drauf Rachel und Ivy zu begleiten und ich finde, das ist schon ein großes Stück, wenn man es als Autor schafft, dass der Leser sich schon zugehörig zum Buch fühlt.
Wie ich hier bereits schrieb wurde ab Blutpakt der alte Übersetzer Alan Teppert durch Vanessa Lamatsch ersetzt. Man merkt den Unterschied zwischen den Übersetzungen und mich hat das, vor allem im ersten Teil sehr gestört. Lamatsch ist keine schlechte Übersetzerin, aber ich hab eben einfach gemerkt, dass da was anders ist und das hat wirklich genervt. Im Nachhinein hab ich mich aber letztendlich schon ein wenig an die neue Übersetzung gewöhnt und bin nicht mehr ganz so enttäuscht wie anfangs.
Blutpakt endet mit einem emotionalen Finale, das mir auch ein wenig die Tränen in die Augen getrieben hat und entschädigt mich ein wenig für den Übersetzerwechsel und die kleinen Hänger im Mittelteil. Ich bleibe weiter an der Serie dran und bin schon gespannt auf Band 5.





