» Cormac McCarthy – Die Straße

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Originaltitel: The Road
Genre: Erzählung, Drama
Reihe: / Band: /
Auflage: 2. Auflage
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2008
Seiten: 252 Seiten
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499246005
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Inhalt: Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Sie haben nur noch ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Ihre Geschichte ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.
Rezension: Cormac McCarthy habe ich durch die Buchverfilmung zu seinem Buch Kein Land für alte Männer kennengelernt. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, aber da das Taschenbuch erst eine Wochen später erschien und ich ja grundsätzlich ungeduldig bin wollte ich mir einen McCarthy zum Einsteigen besorgen und entschied mich glücklicherweise für Die Straße.
Das Buch ist unglaublich dunkel und liegt dem Leser schwer im Magen, auch wenn es eigentlich nichts anderes ist als jeder andere Endzeitroman. Allerdings ist Die Straße nicht die Geschichte eines Mannes und seinem Sohn, die versuchen in einer zerstörten Welt zu überleben. Das Überleben ist auf dem zweiten Blick nebensächlich. Es geht viel mehr um einen Mann, der aus Liebe zu seinem Sohn mit ihm zusammen diese ausweglose Situation übersteht, um ihn irgendwo in Sicherheit zu bringen, damit er ein glückliches Leben führen kann, denn sein Sohn hat die Welt nie anders kennengelernt als dunkel, kalt und verbrannt. Er ist mit Hunger und Angst aufgewachsen und mit den Leichen, die ihnen auf ihrem Weg an die Küste tagtäglich begegnen.
Die Straße ist sehr realitätsnahe geschrieben. Ich sage immer wieder: Wenn die Welt untergeht, drehen die Leute durch, bringen sich gegenseitig um und werden sich sicher auch gegenseitig fressen. Da kann man sich jetzt noch so zivilisiert benehmen, spätestens in einer solchen Situation wird die Menschheit verrückt werden, auch, wenn dann die Zusammenarbeit eine bessere Möglichkeit wäre.
Der Mann und sein Sohn beschäftigen sich mehr damit nach Nahrung und Unterschlupf zu suchen, als das sie anderen Menschen begegnen. Manchmal, als ich das Buch las dachte ich: “Jetzt sind sie an dem Punkt angelangt, an dem sie die einzigen Menschen auf diesem Planeten sind”. Ihr Ziel ist die Küste und das scheint am Anfang ein gutes Ziel zu sein, aber nach kurzer Zeit habe ich mich gefragt, was sie tun sollen, wenn sie an der Küste sind. Wird da nicht genau so wenig sein wie überall sonst? Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und lässt einen bitteren Geschmack zurück, wenn man es zuschlägt.
McCarthys Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. In diesem Buch fehlen Anfphrungszeichen bei Wörtlicher Rede komplett und Kapitel sehlen auch gänzlich. Man gewöhnt sich an die “weniger-ist-mehr”-Schreibweise des Autors und diese karge Sprache passt perfekt in die Stimmung des Buches.
Die Straße wurde übrigens verfilmt und erscheint noch diesen Monat in Amerika in den Kinos, mit Viggo Mortensen als Vater und Kodi Smit-McPhee als Sohn. Wann er hier in Deutschland ins Kino kommt weiss ich nicht. Ich hoffe allerdings, dass das bald sein wird.
Die Straße ist ein verdammt gutes Buch und wenn ich das so beurteilen darf, dann hat Cormac McCarthy für diesen Roman auf alle Fälle zurecht den Pulitzer Preis gewonnen. Wer also etwas hervorragendes lesen möchte, das zum Nachdenken anregt, dann ist Die Straße sehr perfekt.Von mir gibt es auf alle Fälle 5 von 5 Sternis und ich bin schon tierisch gespannt auf Kein Land für alte Männer, das bereits hier neben mir liegt.
» John Boyne – The Boy in the Striped Pyjamas

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Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas
Genre: Drama
Erscheinungsdatum: 2006
Seiten: 215
Verlag: David Fickling Books
ISBN: 978-0385751537
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Inhalt: Bruno is nine when his family moves from their luxurious Berlin home to the country, where “the Fury” has appointed Bruno’s father commandant. Lost and lonely, the child hates the upheaval, while his stern but kind father celebrates his success because he has learned to follow orders. Bruno can see a concentration camp in the distance, but he has no idea what is going on, even when he eventually meets and makes friends with Shmuel, a boy from Cracow, who lives on the other side of the camp fence. The boys meet every day. They even discover that they have the same birthday. It’s all part of a poignant construct: Shmuel is Bruno’s alternative self, and as the story builds to a horrifying climax, the innocent’s experience brings home the unimaginable horror.
Rezension: Es ist schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Das Buch umfasst nämlich ein schweres Thema, das letztendlich immer schwer im Magen liegt. Ich war etwas skeptisch beim Kauf dieses Buches. Ich hatte wirklich keine Lust wieder ein Buch a la “Das Tagebuch der Anne Frank” zu lesen, obwohl die Geschichte hinter diesem Buch eigentlich eine ganz andere ist. Ich kaufte mir das Buch letztendlich doch, nämlich auf englisch.
The Boy in the Striped Pyjamas beschreibt aber eine ganz andere Geschichte. Nämlich die von Bruno und seinem Freund Shmuel, der auf der anderen Seite des Zaunes im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau sitzt. Beide freunden sich an und reden fast täglich jeden Tag über ein Jahr lang miteinander. Bruno weiss als 9-jähriger Junge nicht, warum dieser Zaun die beiden trennt und warum Shmuel und all die anderen bei ihm diese gestreiften Pyjamas tragen. Er findet es unfair, dass Shmuel den ganzen Tag mit diesem Pyjama herumlaufen darf, während er in zu enge Schuhe, Hosen und einem Hemd gesteckt wird. Er findet es auch unfair, dass Shmuel viele andere Jungs zum Spielen hat, er aber alleine mit seiner schwierigen Schwester alleine zuhause sein muss.
Es ist eben diese kindliche Unwissenheit, die das Buch zu etwas Besonderem macht. Was damals in Auschwitz passiert ist, weiss mittlerweile jeder, aber niemand hat sich vorgestellt, wie ein kleiner, 9-jähriger Junge dies sieht. Es ist eine interessante Sichtweise, aber eigentlich nichts für Kinder. Das Buch wird zwar als Kinder- und Jugendbuch verkauft, aber einem Kind würde ich es nicht in die Hand geben. Für Jugendliche und im Schulalltag, als Lektüre wäre es aber ganz angebracht.





