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» Ulrike Schweikert – Die Herrin der Burg

Geschrieben von Sally am Freitag, 8 Januar, 2010 | 896 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Die Herrin der Burg
Genre: Historisch
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 10. August 2009
Seiten: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442372393
Preis:
7,95€
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Inhalt: Hildebolt von Wehrstein schäumt vor Wut als er, nach langer Abwesenheit auf der heimischen Burg eingetroffen, erfahren muss, dass seine Frau Sybilla ihm erneut keinen männlichen Nachfahren geschenkt hat. Auch des Wehrsteiners vorsorglicher Zweitversuch mit einer Bediensteten hatte nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Raue Zeiten, raue Sitten auf der Schwäbischen Alb. Noch ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand, dass den beiden ungeliebten Töchterchen des Ritters — Tilia und ihrer Halbschwester Gret — inmitten der Kriegswirren auf der windigen Alb noch eine gewichtige Rolle zufallen würde.

Rezension: Mal wieder ein schöner, historischer Roman, dachte ich, das wär was. Also entschied ich mich für Die Herrin der Burg von Ulrike Schweikert, von der ich bisher weder etwas gelesen, noch gehört habe. Der Klappentext war ja auch ganz vielverpsrechend, aber das Buch hielt nicht, was es versprach.

Wenngleich das Buch sehr gut und auch weiterlesefördernt geschrieben ist, fängt es schon nach kurzer Zeit an mich als Leser schwer zu nerven. Ulrike Schweikert hat das Talent den Leser mit einer spannenden Handlung zu fesseln, die kurz vor dem Höhepunkt aber komplett abbricht und den Leser im Raum hängen lässt. Das nervt nicht nur tierisch, es ist auch nicht besonders förderlich für die Handlung. Der Leser weiss zwar, dass da was passiert ist, aber was es ist weiss niemand. Man denkt sich also irgendwann unweigerlich: Warum sollte ich noch weiter lesen, ich erfahre ja doch nichts.  Man könnte genau so gut zum Ende weiterblätter. Blöderweise wird aber letztendlich am Ende auch nichts aufgeklärt, was das Buch noch frustrierender macht.

Die Protagonistin Tilia v. Wehrstein soll in diesem Buch wohl das selbstbewusste, emanzipierte Edelfräulein darstellen, wie es sie früher wohl nicht gab. Das soll vielleicht beeindruckend sein, aber mich hat sie einfach nur genervt und sie war mir auch in keinster Weise sympathisch, was für mich das Buch noch unerträglicher machte. Die anderen Figuren in diesem Buch bleiben eher farblos und sind nebensächlich.

Gefallen hat mir die Sprache und die Ausdrucksweise sehr. Auch der Alltag und die Geschehnisse auf der Burg wurden lebendig beschrieben und ich hab es wirklich gerne gelesen. Sicherlich hätte das Buch auch mit der gegebenen Geschichte spannend sein können, aber leider hat die Autorin nichts draus gemacht.

Letztendlich hab ich ziemlich viel Lesezeit für nichts verloren und ich denke ich würde in Zukunft auch kein anderes Buch von Ulrike Schweikert lesen, denn wenn sie immer so effektheischend schreibt und dann alles im Sande verlaufen lässt, dann ist das nichts, was ich lesen möchte. Schade drum, daraus hätte was werden können.

von Sally am Freitag, 8 Januar, 2010 um 22:26 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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