Posts Tagged ‘Biographie’

» Jessica Watson – Solo mit Pink Lady

Geschrieben von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 | 604 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: True Spirit
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2011
Seiten: 373
Verlag: Delius Klasing
ISBN: 978-3768832502
Format: Taschenbuch
Preis: 19,90€
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Inhalt: Dies ist ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Mädchen: einem Aussie-Girl , das die Welt zum Duell gebeten und gewonnen hat! Entwaffnend offen und mitreißend schildert die junge Australierin Jessica Watson den Verlauf ihrer Weltumsegelung in zwei Teilen und sechs Etappen. Mit ihren Lesern teilt sie Einblicke in das Innere ihrer Yacht ELLA S PINK LADY und in ihr eigenes Innerstes. Ein Buch, das zugleich fesselt und glücklich macht. Ein Buch, das nicht segelnde Fans ebenso begeistert wie die technisch interessierte Fachwelt.

Rezension: Ich habe eine große Vorliebe für Bücher, die von Menschen geschrieben wurden, die um die Welt gesegelt sind und ihre Erfahrungen teilen. Darum habe ich in der Buchhandlung auch nicht besonders lange gezögert, als ich Solo mit Pink Lady in der Buchhandlung entdeckte.

Der Name Jessica Watson ist bestimmt dem ein oder anderen ein Begriff. Im letzten Jahr gab es viele Berichte über sie, auch im deutschen Fernsehn. Sie wollte mit 16 Jahren als jüngster Mensch einhand und nonstop um die Welt segeln. In den Medien wurden ihre Eltern und ihre Förderer kritisiert, weil sie in den Augen vieler Menschen viel zu jung für eine solo Weltumseglung war. Trotz aller Kritik entschloss sich Jessica Watson mit ihrer Segelyacht Ella’s Pink Lady von Sydney/Australien Richtung Osten um die Welt zu segeln. Ihr erster Versuch scheiterte, als sie nachts mit einem 63.000 Tonnen Frachter zusammenstieß und ihre Reise abbrechen musste. Am 18. Oktober 2009 startete sie aber einen neuen Versuch und schaffte es in 210 Tagen einmal um den Erdball. Dabei musste sie einigen brisanten Situationen trotzen. Ein Sturm, zum Beispiel, ließ sie ganze vier mal kentern und sie musste 210 Tage ohne direkten menschlichen Kontakt, eine heiße dusche, frischem Essen und ausreichend Schlaf leben. Dabei kam sie hin und wieder an ihre Grenzen, denoch beschreibt Jessica Watson in ihrem Buch auch viele wundervolle Seiten am Segeln.

Watsons Buch und vor allem sie selber kamen mir sehr authentisch vor. Sie hat einige ihrer Blogeinträge, aus ihrem Blog, den sie während ihres Törns schrieb auch für ihr Buch verwendet und diese mit einigen weiteren Erfahrungen und Gefühlen, die sie während ihrer Umsegelung, ganz alleine auf dem weiten Ozean hatte erweitert. Sie schrieb ausserdem viele Kommentare zu ihren Blogeinträgen, wie sie die Dinge heute sieht, nachdem sie wieder festen Boden unter den Füßen hat und der jüngste Mensch ist, der jemals die Welt umsegelt hat.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Locker und entspannt. Watson konnte selbst während den schlimmsten Situationen und den tiefsten Tiefpunkten ein wenig Ironie und ganz viel Herz in ihre Texte einfließen lassen. Denoch zieht sie ihren Törn nicht ins Lächerliche, sondern schreibt sehr offen und persönlich über ihre Erlebnisse, Gefühle und Ängste, wenn auch mit einem kleinen, zwinkernden Auge. Mir war Jessica Watson während des gesamten Buches ungeheuer sympathisch und nun, nachdem ich es beendet habe hat sie meinen allergrößten Respekt. Sie ist ein unglaublich starkes Mädchen, das einen Traum hatte und den Mut ihn zu verwirklichen, selbst wenn ihr im Vorfeld viele Menschen sagten: “Das schaffst du nie”. Sie hat einfach auf sich und ihre Fähigkeiten gehört und getan, was sie für richtig hielt und damit war sie sehr erfolgreich. Einfach großartig!.

Solo mit Pink Lady ist ein wahnsinnig gutes Buch, das ich sehr sehr gerne gelesen habe und jedem empfehlen kann, der lust auf wahre Abenteuer hat und ein wunderbar erfrischendes, mutiges Mädchen und ihr tapferes Boot, Ella’s Pink Lady kennenlernen möchte, die mein Herz ein wenig erobert haben.

“Ich bin keine Heldin. Ich bin nur ein ganz normales Mädchen, das an einen Traum geglaubt hat”
Jessica Watson

von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 um 21:15 Uhr
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» Duane Dog Chapman – You can run but you can’t hide

Geschrieben von Sally am Freitag, 29 April, 2011 | 566 views. | Ein Kommentar


Originaltitel:
You can run but you can’t hide
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 4. September 2008
Seiten: 328
Verlag: Orion
ISBN: 978-0752893723
Format: Taschenbuch
Preis: 12,99€
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Inhalt: Duane ‘Dog’ Chapman entertains and inspires millions on Dog the Bounty Hunter, his top-rated TV show, but there is more to his story. From troubled beginnings and tragedy, to triumph and transformation, he reveals all in this no-holds-barred memoir. Dog spent the early years of his life on the wrong side of the law. In You can run but you can’t hide, he offers an inside look at his days as a gang member, his dark years of addiction and abuse, and how serving eighteen months in prison for a murder he says he didn’t commit helped him recommit to his faith. The proprietor of Da Kine Bail Bonds in Hawaii, he also shares stories of some of his most dangerous and exciting bounty hunts which made international headlines, and the reasons why he brings such passion and commitment to his chosen profession. An incredible story of a man who, against all odds, turned his life around and went from ex-con to American icon.

Rezension: Wo genau ich das Buch herhab weiss ich gar nicht, jedenfalls lag You can run but you can’t hide schon seit einiger Zeit auf meinem SUB und da ich gerade in Biographielaune war, hab ich es eben gelesen, bevor es hier vergammelt. Ich bin kein ausgesprochener Fan der Sendung Dog – Der Kopfgeldjäger, wenn es im Fernsehn läuft guck ich es aber ganz gerne. Also, warum nicht auch das Buch lesen? Denn Duane “Dog” Chapman scheint ja offenbar eine ganz interessante Vergangenheit zu haben.

Duane “Dog” Chapman ist, für die, die ihn nicht kennen, ein sehr bekannter Reality TV Star in den USA und Kopfgeldjäger auf Hawaii und in Colorado. Laut eigener Aussage hat er bereits um die 7.000 Flüchtige gefasst unter anderem auch Andrew Luster, ein Urenkel und Erbe von Max Factor (Max Factor, die Kosmetik Firma), der in den USA wegen Serienvergewaltigung gesucht wurde. Dog ist also ein “Good Guy”, würde man sagen. Aber er blickt ebenfalls auf eine kriminelle Vergangenheit in Straßen- und Motorradgangs zurück, hat unzählige Diebstähle und Einbrüche begangen und saß wegen Mittäterschaft zum Mord im Gefängnis. In You can run but you can’t hide erzählt er seine Geschichte von seiner Geburt bis kurz nach dem Fall Andrew Luster und seine darauffolgende Verhaftung wegen Verschleppung im Jahre 2006.

Um das Buch wirklich zu lesen muss man sich schon für Dog Chapman interessieren, oder ihn zumindest kennen und irgendwie mögen, denn für alle anderen ist es wohl nicht das Richtige. Denn es nervt schon hin und wieder. Dog Chapman ist ein gläubiger Christ und entsprechend häufig ist auch Gott für alles verantwortlich was ihm passiert und Dog dankt es ihm mit ständigen Lobpreisungen. Es ist schön für Dog, dass er so sehr an seinem Glauben hängt, aber für ungläubige Heiden wie mich ( *043* ) war es hin und wieder ziemlich anstrengend und nervig.

Allerdings wars das auch schon mit dem nervigen und uninteressanten Teil des Buches, denn, wie ich schon vermutet hatte ist Dog Chapmans Leben nicht gerade das normalste und so fand ich es doch sehr interessant zu lesen, wie er von einem Kriminellen, der wegen Mord im Gefängnis saß zu einem der berühmtesten Kopfgeldjäger der Welt wurde. Das Buch enttäuscht einen nicht. Abgesehen von kleinen Hängern im Mittelteil fand ich es sehr spannend und gut geschrieben.

Wie ich sagte: Für Dog Fans und Leser, die an seinem Leben interessiert sind ist das Buch sicher nicht verkehrt, aber ich kann mir vorstellen, dass ein “Unbehelligter” damit nichts anfangen könnte. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, denn mir hat das Buch trotz der kleinen Mängel recht gut gefallen. Ich überlege sogar, ob ich Dogs zweites Buch Where Mercy Is Shown, Mercy Is Given lesen soll?

von Sally am Freitag, 29 April, 2011 um 11:47 Uhr
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» Carlo Pedersoli – Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme

Geschrieben von Sally am Samstag, 23 April, 2011 | 787 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Altrimenti mi arrabbio. La mia vita
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 14. April 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 240
Verlag: Schwarzkopf
ISBN: 978-3862650415
Preis: 19,95€
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Inhalt: Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie ist Bud Spencers spannender Rückblick auf sein Leben. An seinem 80. Geburtstag begibt sich der Schauspieler nach einem Anruf in das Hallenbad seiner Jugend, wo ein gutaussehender, unerlaubt rauchender und leicht überheblicher Schwimmsportler Anfang 20 auf ihn wartet – er selbst. Erzählerisch lässt Bud Spencer die Stationen seines Lebens für sein jüngeres Ich Revue passieren: Carlo als Kind in Neapel, die prägenden Jahre in Rom, die Zeit in Südamerika, seine Schwimmerfolge, das Studium, die Familie, die Geburt von “Bud Spencer”, die Zusammenarbeit mit Terence Hill, seine Solokarriere und die vielen Unternehmungen, mit denen er sich immer wieder selbst herausforderte. In seiner humorvoll geschriebenen und mit vielen Anekdoten gespickten Autobiografie zeigt sich Bud Spencer von seiner ganz persönlichen Seite. Der Autor Carlo Pedersoli ist dabei so imposant und warmherzig wie die Helden seiner Filme.

Rezension: Jahrelang haben viele begeisterte Fans darauf gewartet. Irgendwann musste sie ja mal geschrieben werden: Die Autobiographie von Carlo Pedersoli, vielen besser bekannt als Bud Spencer, der in den 70er und 80er Jahren viele erfolgreiche Filme gedreht hat, wie die Plattfuß Reihe, “Heute ich…morgen du”, “Die letzte Rechnung zahlst du selbst” , “Banana Joe” oder “Sie nannten ihn Mücke”. Die Meisten kennt Bud Spencer aber wohl hauptsächlich durch Filme wie “Die rechte und die linke Hand des Teufels”, “Vier Fäuste für ein Halleluja”, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle” oder “Vier Fäuste gegen Rio”, die er  zusammen mit seinem Filmpartner Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Girotti heißt, drehte und die noch heute von Jung und Alt liebend gerne gesehen werden. Ich für meinen Teil bin ein sehr großer Bud Spencer und Terence Hill Fan und es war klar, dass ich dieses Buch sofort haben musste.

Das Buch ist genaugenommen eine Erzählung. Der 80 jährige Carlo Pedersoli trifft an seinem Geburtstag sich selbst. Nur ist sein Gegenüber 60 Jahre jünger. Der erfahrene Carlo erzählt seinem jungen Selbst seine Lebensgeschichte. Damit beginnt das Buch. Diese Herangehensweise finde ich sehr originell und fast schon “niedlich” (Auch, wenn das wahrscheinlich der falsche Ausdruck ist) aber wie der alte Carlo mit dem Jungen umgeht ist wirklich sehr herzlich und eine wunderbare Einführung in Carlo Pedersolis Leben.

Das Buch beginnt, wie fast jede Biographie mit Pedersolis Geburt, seiner Zeit in Neapel, über die Kriegszeiten, in der seine, vormals reiche Familie eine schwere Zeit durchlebt über seiner Karriere als Schwimmer bis hin zu seinen erfolgreichen Schauspielerjahren in Soloprojekten und mit Terence Hill. Ich kannte im Vorfeld schon vieles aus Carlo Pedersolis Leben, aber in seiner Biographie erzählt er aus seiner eigenen Sicht und ich war ziemlich schnell sehr erstaunt, was dieser Mann in seinem Leben schon alles gemeistert und gemacht hat. Er war Olympiaschwimmer, arbeitete im tiefsten Dschungel am Amazonas, lebte in Brasilien, studierte Chemie und ist ein begeisterter Hobbymusiker. Ausser Ballett, so sagt er in seinem Buch, hat er alles gemacht.

Ich hatte Angst, dass er mir wohlmöglich etwas unsympathisch werden könnte, wenn ich seine Biographie lese und ich ihn dann mit anderen Augen sehe, denn viele Menschen, gerade Schauspieler, stellt man sich ja immer anders vor als sie wirklich sind. Aber meine Bedenken waren unbegründet. Carlo Pedersoli kam mir sehr sympathisch vor, genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Krönung kam natürlich noch, als er mir seine Autobiographie persönlich signierte…aber mit dem Buch selber hat das ja nichts zu tun *033*

Letztendlich war mir das Buch mit seinen 240 Seiten viel zu kurz. Dennoch habe ich es genossen es zu lesen und würde es jederzeit jedem Bud Spencer Fan wärmstens empfehlen. Jetzt bleibt mir nur noch auf Terence Hills Biographie zu warten *033*

von Sally am Samstag, 23 April, 2011 um 21:25 Uhr
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» Olaf Kraemer, Uschi Obermaier – High Times

Geschrieben von Sally am Montag, 10 Januar, 2011 | 848 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: High Times: Mein wildes Leben
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. April 2008
Seiten: 324
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453640337
Preis: 8,95€
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Inhalt: Uschi Obermaier war DIE Galionsfigur der Gegenkultur, Pop-Ikone der 60er- und 70er-Jahre, Pin-up der Studentenrevolte, Model und Covergirl, Filmstar, Groupie und Geliebte. Ihr Leben zwischen Sex, Drugs und Rock ‘n’ Roll war losgelöst von allen Fesseln bürgerlicher Konventionen. In dieser mitreißenden, reich bebilderten Autobiografie erzählt Uschi Obermaier völlig ungeschminkt, wie ihr Leben wirklich war.

Rezension: Für mich ist es recht schwer dieses Buch zu objektiv bewerten, denn grundsätzlich habe ich absolut nichts übrig für Menschen, die es nötig haben Drogen zu nehmen. Die kann ich nicht ernst nehmen, selbst wenn ich wollte. Dass Uschi Obermaier aber so eine Drogenuschi war, war mir von vorne rein klar, darum habe ich nicht erwartet, dass mir diese Person sympathisch ist oder im Laufe des Buches wird. Eher im Gegenteil. Ich denke, dass sie eine extrem naive, wenn nicht sogar dumme Person ist, bzw. war (Man soll ja mit dem Alter lernen). Aber ich möchte mir mal nicht anmaßen über eine Person zu urteilen, die ich nur durch dieses Buch kenne, obgleich man sich dadurch natürlich ein gewisses Bild macht.

Was das Buch selber betrifft kann es aber kaum besser werden, denn es ist so dermaßen platt und langweilig geschrieben, dass man fast meinen könnte der Autor sei 13 und hätte das nur so aus Spaß geschrieben. Teilweise kam es mir sogar extrem lustlos vor, als hätte der Autor doch eigentlich gar keinen Bock gehabt das alles aufs Papier zu bringen (Was ich ihm allerdings nicht verübeln könnte). Das Buch weisst praktisch keinen Spannungsbogen auf. Gut, es ist eine Art Biographie, manchmal sind diese nicht mit besonderer Spannung gefüllt, aber irgendetwas spannendes oder interessantes muss ja passiert sein. In diesem Buch ist aber nix dergleichen zu finden, selbst wenn die Geschichte selber etwas hergegeben hätte. Hätte der Autor sprachlich ein wenig besser hantiert, dann wäre das mit der Spannung auch sicher was geworden. Im Nachwort von Olaf Kraemer steht, dass er Uschi Obermaier das Manuskript geschickt hat und sie es sofort ablehnte und sagte sie könnte “mit dem Text in keinem Falle leben”. Recht hatte sie ja.

Wer auf der Suche nach Uschi Obermaiers Gedanken und Ansichten ist, der wird sie in diesem Buch nicht finden. Es ist eine platte Aneinanderreihung von Handlungen, nicht tiefgründiges, nichts was den Leser wirklich interessiert. Einzig und alleine die (kurze) Erzählung Uschis und Bockhorns Reise mit dem Bus durch Asien fand ich wirklich interessant, auch wenn ich mir, was das angeht etwas mehr gewünscht hätte.

High Times kann man sich stecken, wenn Uschi Obermaier einen nicht besonders interessiert. Vielleicht ist der Film ja besser, den ich mir demnächst auch zu Gemüte ziehen möchte. Das Buch hingegen ist wirklich eine Katastrophe.

von Sally am Montag, 10 Januar, 2011 um 00:40 Uhr
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» Helga Thoma – Ungeliebte Königin

Geschrieben von Sally am Montag, 11 Januar, 2010 | 1222 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Ungeliebte Königin
Genre: Historisch, Geschichte, Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: März 2003
Seiten: 253 Seiten
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492235266
Preis:
8,95€
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Inhalt: “Personen wie Sie gehören dem Staate”, machte Ludwig XIV. seiner Nichte Marie Louise von Orleans unmissverständlich klar, als diese in Tränen ausbrach, weil man sie dem geistig wie körperlich degenerierten König von Spanien zur Frau gab. In ihrer Schrift über das “Los der Prinzessinnen” befand Isabella von Parma, die Gemahlin des späteren Kaisers Joseph II., dass deren “Schicksal unstreitig das unglücklichste ist”. Ihre Nachfolgerin, Josepha von Bayern, war ihrem Gemahl innig zugetan, erntete von Joseph aber nichts als Verachtung, Demütigung und Grobheit. Ähnlich erging es der unglücklichen Elisabeth Christine von Braunschweig an der Seite Friedrichs des Großen. Nach persönlichem Glück wurde also nicht gefragt. Wie sehr diese Frauen ihren Ehegatten mit Leib und Seele ausgeliefert waren, das bewies wohl am spektakulärsten Heinrich VIII. von England, der gleich zwei seiner Gemahlinnen aufs Schafott schickte. Manche Königinnen aber ließen sich als starke Persönlichkeiten nicht brechen. Trotz allem Leid hatten sie die Kraft, das politische Geschehen ihrer Zeit entscheidend zu prägen.

Rezension: Ungeliebte Königin liegt schon seit einiger Zeit auf meinem SuB. Gekauft habe ich es, weil ich mich in zu der Zeit vorallem für Henry VIII. interessiert habe und er und seine sechs Frauen in diesem Buch behandelt werden. Gelesen habe ich es zu dem Zeitpunkt letztendlich nicht, aber das habe ich jetzt nachgeholt.

Ungeliebte Königin sind einzelne, zusammengetragene Geschichten über Königinen früheren Jahrhunderten, die politisch und möglichst geschickt verheiratet wurden. Nicht selten gegen den Willen der Braut. Helga Thoma hat ihre Geschichten zusammengefasst und aufgeschrieben. Beginnend bei Henry VIII und seine sechs Frauen, bis hin zu Maria Christine von Österreich und ihre Ehe mit Alfons XII. von Spanien.

Es ist schon interessant über solche Eheschließungen und die daraus resultierenden Probleme und Ängste zu lesen. Heutzutage heiraten (die Meisten *033* ) ja aus Liebe und man weiss, auf wen man sich da einlässt, währenddessen die Prinzessinen ihre späteren Gatten vor der Hochzeit in den meisten Fällen nie zu Gesicht bekommen haben, geschweigedenn wussten, was für ein Wesen ihr Ehemann hat. Sie werden einfach ins kalte Wasser geschmissen und geraten nicht selten in eine Hölle. Weit weg von ihrer Familie und ihrem zuhause halten sie jähzornige und respektlose Ehemänner aus, die sich ungeniert mit Mätressen herumtreiben und ihnen die Schuld für jungenlose Schwangerschaften geben.

Helga Thoma schreibt ihr Buch sehr gut. Es wird selten langweilig und sie hält sich nicht allzu lange mit den ungeliebten Ehefrauen auf, was das Buch nicht in die Länge zieht.Auch sprachlich lässt es sich leicht und angenehm weglesen. Hin und wieder ist es ein wenig verwirrend, wenn plötzlich unzählige neue Namen und Personen auf einen zukommen, die man ersteinmal unterscheiden muss, bevor man weiterlesen kann. Das ist ein kleiner Nachteil an den kurzen und schnellen Kapiteln. Man hat kaum Zeit sich diese Personen zu merken.

Was die Korrektheit des Buches angeht kann ich leider nichts dazu sagen. Bis auf die Ehen des Henry VIII. habe ich mich mit keiner der genannten Personen näher befasst, werde es aber sich in nächster Zeit einmal tun, denn es stecken großartige Geschichten und Persönlichkeiten hinter den katastrophalen Ehen.

von Sally am Montag, 11 Januar, 2010 um 16:55 Uhr
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» Michael Jentzsch & Benjamin Kwato Zahn – Blutsbrüder

Geschrieben von Sally am Freitag, 9 Oktober, 2009 | 1868 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Blutsbrüder – Unsere Freundschaft in Liberia
Genre: Biographie, Erzählung
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: September 2009
Seiten: 300 Seiten
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3404616565
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Inhalt: Liberia soll seine neue Heimat sein. Was erwartet den achtjährigen Michael in dem fremden Land, wo seine Eltern als Missionare arbeiten? Kurz nach seiner Ankunft trifft er den afrikanischen Jungen Ben. Auf Anhieb verstehen sie sich blind. Als der Bürgerkrieg ausbricht, muss Michael zurück nach Deutschland. Was geschieht mit dieser einzigartigen Freundschaft, wenn einer sicher aufwächst – und der andere mit ansehen muss, wie die eigene Familie grausam ermordet wird?

Rezension: Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn stellten ihre Geschichte und ihr Buch vor ein paar Tagen bei Stern TV vor. Sie haben mich sofort fasziniert und ich wollte dieses Buch unbedingt. Gekauft und gelesen war es dann schnell.

Es ist schon eine unglaubliche Geschichte. Der Sohn eines deutschen Missionars und ein Einheimischer lernen sich in Liberia kennen und sind fortan unzertrennlich, bis der Krieg sie auseinander reißt und sie 14 Jahre lang ohne Gewissheit ob der andere noch lebt voneinander getrennt sind. Der Eine versucht in Deutschland ein neues Leben anzufangen, der Andere kämpft in Liberia um sein Leben. Mich hat diese Geschichte gleichzeit sehr berührt und vorallem auch geschockt. Zahns Schilderung seiner 14 Jahre während des Bürgerkrieges in Liberia sind erschreckend brutal.

Ich habe mich während des Lesens ständig gefragt, wie man einem Land helfen könnte, dass sich selbst nicht helfen kann. In dem die Bürger sich gegenseitig aus Spaß und Frust töten und nur sehr kleine Gruppen zusammen halten. Was kann man gegen Menschen tun, die durch ihr eigenes Land gehen und gezielt nach schwangeren Frauen suchen um ein Spiel daraus zu machen zu erraten, welches Geschlecht das Baby haben könnte, nur um diese Frau zu überwältigen und ihr das Kind aus dem Leib zu schneiden, die sich gegenseitig verachten und ermorden. Und was soll ein einzelner Bürger dieses Landes tun? Er kann einfach nur hoffen zu überleben…

Die Erzählung der Beiden, die sich gegenseitig mit ihren Geschichten abwechseln ist gut und angenehm geschrieben. Vorallem kauft man ihnen ihre Erlebnisse auch ab. Es ist einfach sehr ehrlich.

Das Buch sollte man auf jeden Fall mal gelesen haben. Es ist eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft und Trennung, mit einem Wiedersehen, das mir auch ein bisschen die Trägnen in die Augen trieb. Aber das Buch ist auch die Geschichte eines jungen Mannes in den Wirrungen des Liberianischen Bürderkrieges. Traurig, schockierend aber eigentlich auch wunderschön…

Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn sind am Sonntag übrigens in Augustfehn und stellen dort ihr Buch vor…da werd ich aber sowas von mit dabei sein *045*

von Sally am Freitag, 9 Oktober, 2009 um 22:03 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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