» Ann Aguirre – Die Enklave

Geschrieben von Sally am Montag, 13 Juni, 2011 | 703 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Enclave
Genre: Endzeit, Kinder- und Jugendliteratur, Fantasy, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2011
Seiten: 352
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3442268122
Format: Taschenbuch
Preis: 14,00€
Amazon

Zwei ist ein Mädchen aus der Untergrundenklave “College”. Nachdem die Oberfläche der Erde durch Säureregen und unbarmherzige Hitze völlig zerstört wurde, haben sich die überlebenden Menschen in die U-Bahn und Abwassertunnel zurückgezogen. Dort ist Zwei nun eine Jägerin und muss für die Menschen in der Enklave Nahrung besorgen und für ihre Sicherheit sorgen. Zusammen mit ihrem Partner Bleich sind sie ein starkes Team. Doch eines Tages passiert etwas, das Zwei und Bleich an die Oberfläche verbannt.

Soweit hört sich der Plot von Die Enklave sehr spannend an. Ich mag ja bekanntlich Endzeitromane und dieser hier erinnerte mich mit den Tunnels und den vereinzelten Enklaven sehr an das unglaublich spannende Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky, welches ich vor knapp zwei Jahren gelesen habe und mir noch immer in Erinnerung ist, als eines der gruseligsten und interessantesten Bücher, die ich je gelesen habe. Dass Die Enklave nicht einmal annähernd an Metro 2033 heranreichen würde war mir von vornerein schon klar, denn es handelt sich bei diesem Buch durchweg um ein Jugendbuch. Das merkt man vor allem daran, dass sich die Autorin mit detaillierten Beschreibungen der Kampf- und Blutszenen (Welche in diesem Buch recht häufig vorkommen) nicht lange aufhält. Die Protagonisten meistern jede Schlacht ständig fast ohne große Verletzungen. Direkte Verluste gab es auch nicht zu beklagen. Auf die Dauer ist mir sowas einfach zu glatt. Ein 16 jähriges Mädchen und ihr geheimnisvoller 18 jähriger Partner, mit Muskeln gestählt und dabei noch blendend aussehend lassen jede Schlacht mit noch so vielen Gegner mit links? Ich mag einfach keine Superheldencharaktere in Büchern, in denen Superhelden eigentlich nichts zu suchen haben.

Der erste Teil des Buches spielt im Untergrund. Man lernt einen Haufen merkwürdigbenamter Kinder und Jugendliche kennen, die ich versucht habe mir irgendwie zu merken aber ab dem zweiten Teil des Buches taucht niemand mehr von ihnen auf und das fand ich extrem schade. Ich hätte sehr gerne nochmal gelesen, wie Zwei zurück geht in die Unterwelt, so bin ich als Leser, obgleich man das Schicksal der College Enklave im Buch letztendlich erfährt, ein wenig unbefriedigt. Von Zweis und Bleichs Aufenthalt auf der Oberfläche hätte ich mir auch viel mehr erwartet. Dort angekommen gibt es zwar einige interessante Spannungspunkte und gut verbaute Ideen der Autorin aber wirkliche Endzeitstimmung kam bei mir leider überhaupt nicht auf. Ich mag es sehr, wenn Autoren die Umgebungen in ihren Büchern ein wenig beschreiben und ich denke, dass das gerade bei Eindzeitromanen sehr sehr wichtig ist. Zwar kann ich mir vieles selber denken, aber wenn mir wirklich gar keine Beschreibung und nur minimale Eindrücke der Protagonisten vorgeworfen werden, kann ich mich nicht richtig in die Umgebung einfinden und so hab ich zwar ein endzeitmäßiges Szenario im Kopf gehabt aber ich fand es nicht besonders spannend, dass die Autorin kaum etwas von der Umgebung erzählt hat. Das hat den Plot und den Fluss der Handlung ein wenig lieblos erscheinen lassen.

Natürlich gab es zwischen all dem Gemecker meinerseits auch einige Hightlights in Die Eklave. Die Grundidee des Buches fand ich großartig und es war auch zwischen den genannten Kritikpunkten sehr sehr spannend zu lesen, sodass ich es relativ schnell in zwei Tagen durch hatte. Mir waren die Protagonisten Zwei und Bleich, obwohl sie mich manchmal eben ein klein wenig genervt haben, doch sehr sympathisch und ich bin der Autorin dankbar, dass sich die Beiden zwar gut verstanden haben und es auch ein wenig geknistert hat aber nicht gleich in inniger Lieber förmlich zerflossen sind, wie es in so vielen Jugendbüchern viel zu häufig der Fall ist. In Die Enklave bleiben wir also von einer schwülstigen Liebesstory verschont. Dafür bekommen wir ganz feines theoretisches, allerdings ausbaufähiges Endzeitszenario, Action, ein ganz klein wenig grusel und sympathische Charaktere.Alles Dinge, die wichtig sind für ein ganz gutes Buch und ausreichende Leseunterhaltung.

Die Enklave ist also durchaus lesbar, wenn man kein spannendes Gruselerlebnis wie in Metro 2033 erwartet, oder dass man von diesem Buch “in den Bann gezogen wird”, wie es bei Die Tribute von Panem von Suzanne Collins der Fall gewesen ist (Das verspricht nämlich unberechtigter weise die “Publishers Weekly” auf dem Rücken des Buches) dann ist man mit Die Enklave ganz gut bedient.

von Sally am Montag, 13 Juni, 2011 um 17:45 Uhr
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» Lesen bildlich #2

Geschrieben von Sally am Sonntag, 12 Juni, 2011 | 359 views. | 5 Kommentare

Die gestrige Nacht habe ich an Bord unseres Bootes verbracht und das sah dann so aus:

Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie gemütlich ich es da hatte. Das ist wohl der aller perfekteste Leseplatz für mich (Ich habs ja gerne gemütlich). Da ich direkt unter einem Fenster saß und es kurz geregnet hatte war es noch viel gemütlicher, dazu das schwappende Wasser, leichtes Schaukeln und eine Möwe, die mir ordentlich aufs Fenster über mir gek*ckt hat, Herrlich *007* Ich habe Die Enklave an diesem Abend beendet und Vom anderen Ende der Welt von Liv Winterberg begonnen. Ich denke, dass ich diese Bootslesenacht ganz bald wiederholen werde.

von Sally am Sonntag, 12 Juni, 2011 um 20:09 Uhr
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» [Ich lese] Die Enklave

Geschrieben von Sally am Samstag, 11 Juni, 2011 | 213 views. | Keine Kommentare

Vor ein paar Tagen, kurz vor Ladenschluss sah ich im Vorbeigehen Die Enklave, ein Buch, dass schon ein paar Wochen auf meiner Merkliste steht, im Neuheitenregal einer Buchhandlung liegen, die ich gerne ignoriere, weil ihr Sortiment blöd ist, und hab mich schnell noch durch die Tür gemogelt und das Buch der extrem grantig dreinguckenden Buchhändlerin auf den Thresen geklatscht (Tut mir ja leid, aber es war eben noch vor 20:00 *044* ). Nachdem ich Solo mit Pink Lady nun leider beendet habe, lese ich nun also Die Enklave:

Die Enklave von Ann Aguirre
New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …
ISBN: 978-3442268122

Wieder ein Jugendbuch. Dafür aber etwas endzeitiges, was mich von der Grundidee ein wenig an Metro 2033 erinnert. Leider muss ich sagen, dass es bisher nicht mal ansatzweise so spannend ist wie Metro 2033 aber ich stecke den Kopf nicht in den Sand und lasse mich überraschen, denn da kommt sicher noch einiges *033*

von Sally am Samstag, 11 Juni, 2011 um 14:42 Uhr
In den Kategorien: Ich lese...

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» Jessica Watson – Solo mit Pink Lady

Geschrieben von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 | 694 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: True Spirit
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2011
Seiten: 373
Verlag: Delius Klasing
ISBN: 978-3768832502
Format: Taschenbuch
Preis: 19,90€
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Inhalt: Dies ist ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Mädchen: einem Aussie-Girl , das die Welt zum Duell gebeten und gewonnen hat! Entwaffnend offen und mitreißend schildert die junge Australierin Jessica Watson den Verlauf ihrer Weltumsegelung in zwei Teilen und sechs Etappen. Mit ihren Lesern teilt sie Einblicke in das Innere ihrer Yacht ELLA S PINK LADY und in ihr eigenes Innerstes. Ein Buch, das zugleich fesselt und glücklich macht. Ein Buch, das nicht segelnde Fans ebenso begeistert wie die technisch interessierte Fachwelt.

Rezension: Ich habe eine große Vorliebe für Bücher, die von Menschen geschrieben wurden, die um die Welt gesegelt sind und ihre Erfahrungen teilen. Darum habe ich in der Buchhandlung auch nicht besonders lange gezögert, als ich Solo mit Pink Lady in der Buchhandlung entdeckte.

Der Name Jessica Watson ist bestimmt dem ein oder anderen ein Begriff. Im letzten Jahr gab es viele Berichte über sie, auch im deutschen Fernsehn. Sie wollte mit 16 Jahren als jüngster Mensch einhand und nonstop um die Welt segeln. In den Medien wurden ihre Eltern und ihre Förderer kritisiert, weil sie in den Augen vieler Menschen viel zu jung für eine solo Weltumseglung war. Trotz aller Kritik entschloss sich Jessica Watson mit ihrer Segelyacht Ella’s Pink Lady von Sydney/Australien Richtung Osten um die Welt zu segeln. Ihr erster Versuch scheiterte, als sie nachts mit einem 63.000 Tonnen Frachter zusammenstieß und ihre Reise abbrechen musste. Am 18. Oktober 2009 startete sie aber einen neuen Versuch und schaffte es in 210 Tagen einmal um den Erdball. Dabei musste sie einigen brisanten Situationen trotzen. Ein Sturm, zum Beispiel, ließ sie ganze vier mal kentern und sie musste 210 Tage ohne direkten menschlichen Kontakt, eine heiße dusche, frischem Essen und ausreichend Schlaf leben. Dabei kam sie hin und wieder an ihre Grenzen, denoch beschreibt Jessica Watson in ihrem Buch auch viele wundervolle Seiten am Segeln.

Watsons Buch und vor allem sie selber kamen mir sehr authentisch vor. Sie hat einige ihrer Blogeinträge, aus ihrem Blog, den sie während ihres Törns schrieb auch für ihr Buch verwendet und diese mit einigen weiteren Erfahrungen und Gefühlen, die sie während ihrer Umsegelung, ganz alleine auf dem weiten Ozean hatte erweitert. Sie schrieb ausserdem viele Kommentare zu ihren Blogeinträgen, wie sie die Dinge heute sieht, nachdem sie wieder festen Boden unter den Füßen hat und der jüngste Mensch ist, der jemals die Welt umsegelt hat.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Locker und entspannt. Watson konnte selbst während den schlimmsten Situationen und den tiefsten Tiefpunkten ein wenig Ironie und ganz viel Herz in ihre Texte einfließen lassen. Denoch zieht sie ihren Törn nicht ins Lächerliche, sondern schreibt sehr offen und persönlich über ihre Erlebnisse, Gefühle und Ängste, wenn auch mit einem kleinen, zwinkernden Auge. Mir war Jessica Watson während des gesamten Buches ungeheuer sympathisch und nun, nachdem ich es beendet habe hat sie meinen allergrößten Respekt. Sie ist ein unglaublich starkes Mädchen, das einen Traum hatte und den Mut ihn zu verwirklichen, selbst wenn ihr im Vorfeld viele Menschen sagten: “Das schaffst du nie”. Sie hat einfach auf sich und ihre Fähigkeiten gehört und getan, was sie für richtig hielt und damit war sie sehr erfolgreich. Einfach großartig!.

Solo mit Pink Lady ist ein wahnsinnig gutes Buch, das ich sehr sehr gerne gelesen habe und jedem empfehlen kann, der lust auf wahre Abenteuer hat und ein wunderbar erfrischendes, mutiges Mädchen und ihr tapferes Boot, Ella’s Pink Lady kennenlernen möchte, die mein Herz ein wenig erobert haben.

“Ich bin keine Heldin. Ich bin nur ein ganz normales Mädchen, das an einen Traum geglaubt hat”
Jessica Watson

von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 um 21:15 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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» Der beste Platz zum Lesen…

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 9 Juni, 2011 | 551 views. | 10 Kommentare

…war für mich am Wochendende, welches bei uns wunderbar warm und sonnig war, definitiv dieser hier:

Und dieser Post ist der Auftakt zu meiner neuen Kategorie Lesen bildlich, in der ich in Zukunft Fotos von interessanten Orten poste, an denen ich gerade lese. Ich denke, das ist eine ganz nette Idee, die den Blog ein bisschen mit Bilder gucken auflockert. Jeder von uns mag doch Bilder gucken *033*

von Sally am Donnerstag, 9 Juni, 2011 um 19:34 Uhr
In den Kategorien: Lesen bildlich

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» [Lesestatistik] Mai 2011

Geschrieben von Sally am Freitag, 3 Juni, 2011 | 488 views. | 6 Kommentare

Der Mai war richtig gut. Trotz mangelnder Zeit hab ich einiges gelesen und es ist auch ziemlich viel auf den SUB gewandert. Mehr als gewollt eigentlich, aber ich störe mich nicht dran *042*

Gelesen, Abgebrochen, Pausiert
  1. Soulless von Gail Carriger
  2. Harry Potter und der Stein der Weisen von Joanne K. Rowling
  3. Harry Potter und die Kammer des Schreckens von Joanne K. Rowling
  4. Emerald von John Stephens
  5. Die Vintageprinzessin von Nicole Richie
  6. Sahnehäubchen von Anne Hertz
  7. Flüsterherz von Debora Zachariasse

Gelesene Seiten: 2603
Gelesene Bücher: 7
Abgebrochene/pausierte Bücher: keine abgebrochen, keine pausiert

Gekauft, Geschenkt
  1. Mini Shopaholic von Sophie Kinsella
  2. Fish and Fritz von Wolfgang Koydl
  3. Emerald von John Stephens
  4. Pirates Latitudes von Michael Crichton
  5. Die Vintageprinzessin von Nicole Richie
  6. Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross
  7. Sahnehäubchen von Anne Hertz
  8. Der Fotograf von John Katzenbach
  9. Flüsterherz von Debora Zachariasse

Bücher +: 3 gekauft, 6 geschenkt
Bereits gelesen: 4 wird gelesen
Neu zum SUB: 5

Ich hab noch einige Rezensionen zu schreiben, die ich hoffentlich die nächsten Wochen nach und nach einreichen werde.
Im Moment lese ich gerade Im Land der weißen Wolke von Sarah Lark. Bisher ist es ganz interessant, allerdings habe ich das Gefühl ich würde lesen und lesen und lesen und mit dem Buch nicht vorrankommen *031* Im Moment hängt die Geschichte auch ein wenig aber ich versuche tapfer durchzuhalten.

von Sally am Freitag, 3 Juni, 2011 um 12:43 Uhr
In den Kategorien: Lesestatistiken

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