Geschrieben von Sally am Samstag, 11 Dezember, 2010 | 667 views. |


Originaltitel: Night in the lonesome October
Genre: Thriller, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 8. Dezember 2010
Seiten: 544
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453675834
Preis: 9,99€
Amazon
Klappentext: Es ist eine stürmische Oktobernacht, in der Ed Logan von seiner Freundin sitzengelassen wird. Verzweifelt und mit gebrochenem Herzen wandert er durch die einsamen Straßen. Er bemerkt ein hübsches, fremdes Mädchen und beschließt, ihr zu folgen. Doch wer hätte ahnen können, welche tödlichen Geheimnisse diese Nacht für ihn bereithält?
Rezension: Wiedereinmal habe ich alles andere abgebrochen für einen neu erschienenen Laymon. Zu Recht, denn bisher wurde ich von keinem Laymon enttäuscht und so hat auch Finster mir wieder ausgezeichnet gefallen.
Wer Bücher von Richard Laymon kennt oder davon nur gehört hat, weiss dass diese meist vor Sex, Blut und Gewalt nur so strotzen. Selten kommen mal 50 Seiten ohne irgendeine gruselige oder gewalttätige Sequenz. So ist man das als Fan von Laymons Werken gewohnt. Finster ist da etwas anders. Es ist eher ein ruhiges Buch, in dem auch viele ganz normale und alltägliche Sachen passieren. Man könnte fast meinen in diesem Buch ginge es um einen ganz normalen Studenten, den man eine Woche lang durch das Buch begleitet. Aber natürlich kommt auch Finster nicht ohne Sex und Mord aus, dann wäre es nämlich einfach kein richtiger Laymon. Denoch ist es wirklich nicht langweilig.
Wie gewohnt hat mich vorallem Laymons Ausdrucksweise und seine Art mit Handlungen umzugehen fasziniert. Er schafft es die langweiligsten und banalsten Sachen wirklich interessant zu schreiben, sodass man eigentlich kaum gelangweilt sein kann und dann wiederrum beschreibt er gruselige Szenen so gruselig, dass selbst mir, die ich ja eigentlich nicht besonders anfällig für solche Sachen bin, die Härchen an den Armen zu Berge stehen. Selbst wenn nicht so viel passiert wie in den anderen Laymon Büchern ist Finster doch total spannend und lesenswert.
Letztendlich kann ich nur das schreiben, was ich immer zu einem Laymon schreiben würde: Ein Roman von Richard Laymon ist für Fans dieses bestimmten Genres. Wer ein Problem mit sinnlosem Mord, gestörten Charakteren und Vergewaltigungen hat der wird keine Freude haben an seinen Büchern, egal an welchem. Wer aber gerne mal in solche Abgründe eintaucht und sich einfach nur in dieser Art unterhalten lassen will, der ist wie immer gut beraten mit einem Buch von Laymon.