» [Veranstaltung] Bud Spencer signiert…

Geschrieben von Sally am Montag, 11 April, 2011 | 525 views. | 3 Kommentare

Wie ich schon vor einiger Zeit berichtete, erschien in diesem Monat Bud Spencers Autobiographie Bud Spencer Mein Leben, meine Filme:

Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme. Die Autobiographie von Carlo Pedersoli
Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie ist Bud Spencers spannender Rückblick auf sein Leben. An seinem 80. Geburtstag begibt sich der Schauspieler nach einem Anruf in das Hallenbad seiner Jugend, wo ein gutaussehender, unerlaubt rauchender und leicht überheblicher Schwimmsportler Anfang 20 auf ihn wartet – er selbst. Erzählerisch lässt Bud Spencer die Stationen seines Lebens für sein jüngeres Ich Revue passieren: Carlo als Kind in Neapel, die prägenden Jahre in Rom, die Zeit in Südamerika, seine Schwimmerfolge, das Studium, die Familie, die Geburt von “Bud Spencer”, die Zusammenarbeit mit Terence Hill, seine Solokarriere und die vielen Unternehmungen, mit denen er sich immer wieder selbst herausforderte. In seiner humorvoll geschriebenen und mit vielen Anekdoten gespickten Autobiografie zeigt sich Bud Spencer von seiner ganz persönlichen Seite. Der Autor Carlo Pedersoli ist dabei so imposant und warmherzig wie die Helden seiner Filme.
Der unter dem Namen Bud Spencer weltberühmt gewordene Carlo Pedersoli wurde 1929 in Neapel geboren und wuchs in einer wohlhabenden Industriellenfamilie auf. In jungen Jahren war der begabte Schwimmer mehrfach Italienischer Meister und nahm an den Olympischen Spielen teil, bevor er seine nunmehr 60 Jahre und 70 Filme umspannende Schauspielkarriere startete. Internationalen Ruhm erlangte er in zahlreichen sogenannten “Spaghetti-Western” und “Haudrauf-Komödien”, in denen er dickköpfige, aber gutherzige Typen spielte, die ihre Gegner stets schlagkräftig außer Gefecht setzten. Besonders erfolgreich war er an der Seite von Mario Girotti alias Terence Hill. Die beiden Schauspieler gelten als eines der beliebtesten Filmduos aller Zeiten, das bis heute für seine lustigen Stunts und lockeren Sprüche bewundert wird. Der Schauspieler und Familienvater ist auch Jurist und Erfinder. Er gründete eine Airline und betätigte sich als Drehbuchautor, Modedesigner und Musikproduzent.
Der aus zahlreichen Kultfilmen bekannte Bud Spencer ist für viele seiner Fans der Held ihrer Kindheit und eine Vaterfigur, die sie bis heute vergöttern. In Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie verrät Carlo Pedersoli alias Bud Spencer mit viel Humor, wie er sich selbst sieht: als kauzigen Vollblutkünstler, dem das Wort “Ruhestand” fremd ist, und als treuen Familienmenschen, den nichts so schnell erschüttert. Carlo Pedersoli ist so imposant wie die von ihm verkörperten Figuren, aber er ist noch viel mehr: ein intelligenter Jurist, ein ehemaliger Hochleistungsschwimmer, der zweimal an den Olympischen Spielen teilgenommen hat, und ein Kosmopolit, der viel gereist ist und noch mehr erlebt hat. Seine Autobiografie wird nicht nur alle Bud-Spencer-Fans begeistern.
ISBN: 978-3862650415

Zum Erscheinen seines Buches kommt Bud Spencer für (soweit ich das rausgefunden habe) drei Signierstunden nach Deutschland.

Am Mittwoch, den 13. April nach Berlin in die Galeria Kaufhof Filiale am Alexanderplatz um 18:00 Uhr

Am Donnerstag, den 14. April nach Hamburg in die Thalia Filiale am Ballindamm/Europapassage um 18:00 Uhr

Und am Freitag, den 15. April nach Bremen in die Thalia Filiale in der Obernstrasse um 16:00 Uhr

Ich werd mir das natürlich nicht entgehen lassen und werde am Freitag, leider Gottes in Bremen sein. Bremen ist eine furchtbar hässliche Stadt und ich hasse es da zu sein, aber leider leider leider ist Bremen näher dran an Ostfriesland als Hamburg und darum besser mit dem Auto zu erreichen. Ich sollte wirklich nicht meckern, sondern echt froh sein, dass endlich mal was wirklich Tolles auch in meiner Nähe passiert, sonst müsste ich immer nach Berlin, Stuttgart, Frankfurt, was weiss ich, aber diesmal wird der Norden begünstigt *001* . Das Buch selber habe ich noch nicht, werd aber mal sehen, ob ich es noch schaffe es bis zum Freitag zu besorgen, ansonsten halte ich es dann logischerweise spätestens am Freitag in den Händen *040* Und darüber berichten werde ich dann am Wochenende mit Sicherheit auch. Ich bin seeehr aufgeregt, das kann ich euch versichern *039*

von Sally am Montag, 11 April, 2011 um 16:25 Uhr
In den Kategorien: Alltag,Bücherwelt

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» [Ich lese] Leseexperiment: Angst

Geschrieben von Sally am Samstag, 2 April, 2011 | 781 views. | 7 Kommentare

Seit einiger Zeit stolpere ich bei Amazon häufig immer über ein ganz bestimmtes Buch. Jedes Mal, wenn ich auf Amazon nach neuen, interessanten Büchern gucke stoße ich irgendwie auf dieses Buch. Ich habe mich nie dafür interessiert und mir nie die Inhaltsangabe oder sonst irgendwas durchgelesen. Als ich in dieser Woche eine DVD (Buffy Staffel 4) bei Amazon geordert habe wurde mir das Buch schon wieder vorgeschlagen und ich habe mich dazu entschlossen es einfach zu bestellen und damit habe ich ein kleines Experiment draus gemacht.

Bei dem Buch handelt es sich um Angst von Jack Kilborn. Ein, für mich, bisher unbekannter Autor und auch eine unbekannte Geschichte. Ich hab es nämlich bestellt ohne mir vorher die Inhaltsange anzusehen und ohne mich zu informieren, was genau Angst für ein Buch ist. Also entschuldigt, dass ihr hier jetzt keine Inhaltsangabe findet. Wen es interessiert, der möge doch schnell bei Amazon nachsehen1 *033* Ich weiss also nicht, was da auf mich zukommt. Möglicherweise hab ich hier einen verkappten Krimi in den Händen (und ich hasse Krimis ja wie die Pest) oder irgendwas anderes, was mir nicht gefällt.
Es ist ein kleines Risiko, aber irgendwie finde ich dieses kleine Experiment sehr spannend und bisher (Ich bin jetzt auf Seite 80) habe ich den Kauf nicht bereut. Ich bin wirklich positiv überrascht und gespannt, was noch auf mich zukommt.

  1. Aber wehedem mich spoilert wer  *023* []
von Sally am Samstag, 2 April, 2011 um 19:48 Uhr
In den Kategorien: Ich lese...

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» [Lesestatistik] März 2011

Geschrieben von Sally am Freitag, 1 April, 2011 | 382 views. | 3 Kommentare

Der März, der März…das war wieder so ein spezieller Monat.

Gelesen, Abgebrochen, Pausiert
  1. Watership Down von Richard Adams
  2. Tiere von Simon Beckett
  3. Der Käfig von Richard Laymon
  4. Tagebuch der Apokalypse von J. L. Bourne
  5. Inside Wikileaks von Daniel Domscheit-Berg
  6. Der Ripper von Richard Laymon (abgebrochen)

Gelesene Seiten: 2010
Gelesene Bücher: 5
Abgebrochene/pausierte Bücher: 1 abgebrochen, keine pausiert

Gekauft, Geschenkt
  1. Der Käfig von Richard Laymon
  2. Tiere von Simon Beckett
  3. Tagebuch der Apokalypse von J. L. Bourne
  4. Entsorgt von Joseph D’Lacey
  5. Inside Wikileaks von Daniel Domscheit-Berg
  6. Das Affenhaus von Sara Gruen

Bücher +: 6 gekauft, 0 geschenkt
Bereits gelesen: 4 wird gelesen
Neu zum SUB: 2

Sieht schon mal etwas besser aus als im Februar aber ernsthaft: Für das 35.000 Seiten Projekt seh ich wirklich sowas von schwarz. Ich versuch zwar mich nun ranzuhalten, aber im Moment weiss ich nie, was ich nach der aktuellen Lektüre lesen soll und das hindert natürlich ungemein.

von Sally am Freitag, 1 April, 2011 um 23:19 Uhr
In den Kategorien: Lesestatistiken

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» [Stöckchen] Leseroutine

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 31 März, 2011 | 235 views. | Keine Kommentare

Zur Auflockerung oder um euch zu zeigen, dass ich noch am Leben bin *033* hab ich ein nettes Stöckchen von Gwee zugeworfen bekommen, nämlich mit dem Thema Leseroutine.

1. Wann liest du?
Immer. Wenn ich kann. Und wenn ich will. Das Buch, das ich aktuell lese habe ich immer in meiner Handtasche dabei und wenn ich mal irgendwo bin, wo ich Zeit oder langeweile habe lese ich dann (Obwohl ich mein Buch leider grundsätzlich vergesse, wenn ich einen Arzttermin habe). Zuhause lese ich auch, wenn ich nicht weiss, was ich sonst machen sollte oder wenn ich mir vornehme zu lesen und immer bevor ich ins Bett gehe.

2. Wo liest du?
Im Bett. Da mag ich am liebsten lesen. Egal ob morgens oder abends. Ich hab auch kein Problem damit ein Buch im Auto zu lesen (Als Beifahrer natürlich *033* ). Manchen Menschen wird dabei ja schlecht, mir nicht, aber wenn man nicht gerade auf der Autobahn ist mag ich eigentlich lieber aus dem Fenster gucken. Ansonsten ist eine Zugfahrt ja prädestiniert fürs Lesen und im Sommer am liebsten auf dem Boot von meinem Vater. Es gibt wirklich nichts besseres.

3. Wie viele Bücher liest du auf einmal?
Ich lese immer nur ein Buch. Ich könnte mich sonst wohl nie entscheiden, welches ich lesen oder mitnehmen soll und ich kann mir vorstellen, dass da dann mindestens ein Buch immer drunter leidet. Also konzentriere ich mich nur auf ein Buch.

4. Machst du zwischendurch Pausen beim Lesen?
Klar. Ich hab häufig den Drang auf mein Handy zu gucken, selbst wenn es die ganze Zeit neben mir gelegen und keinen Mucks getan hat und wenn ich länger als ein oder zwei Stunden lese, geh ich zwischendurch auch mal schnell was trinken oder was essen oder sowas.

5. Überfliegst du Bücher [Querlesen]?
Langweilige Passagen kann ich ganz schnell hinter mir lassen und sie einfach überfliegen. Aber eigentlich mag ich das nicht so gerne. Das ist irgendwie nicht “richtig” *033*

6. Wie lange/schnell dauert es, bis du ein Buch durch hast?
Das kommt ganz auf das Buch an. Wenn ein Buch eher langweiliger ist, dann kann es manchmal zwei Wochen dauern, bis ich es endlich durchhab, wenn ich es dann nicht abbreche. Spannende und gute Bücher sind (leider) sehr schnell weggelesen. Mit der Seitenzahl hat das bei mir auch nicht so viel zu tun. Wenn ein Buch mehr Seiten hat, dann lese ich mehr, als bei einem dünnen Buch und nehme mir mehr Zeit fürs Lesen.

Das wars auch leider schon. Wer möchte kann das Stöckchen mitnehmen und wer noch eins für mich hat: Her damit *040* Vielen Dank nochmal an Gwee, fürs zuwerfen *053*

von Sally am Donnerstag, 31 März, 2011 um 13:35 Uhr
In den Kategorien: Stöckchen, Paraden & Challenges

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» Richard Adams – Watership Down

Geschrieben von Sally am Freitag, 25 März, 2011 | 588 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: Watership Down
Genre: Erzählung, Tierfantasy
Reihe: Watership Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 26. Juli 1973
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 480
Verlag: Puffin Books
ISBN: 978-0140306019
Preis: 7,30€
Amazon

Inhalt: Fiver could sense danger. Something terrible was going to happen to the warren – he felt sure of it. So did his brother Hazel, for Fiver’s sixth sense was never wrong. They had to leave immediately, and they had to persuade the other rabbits to join them. And so begins a long and perilous journey of a small band of rabbits in search of a safe home. Fiver’s vision finally leads them to Watership Down, but here they face their most difficult challenge of all…

Rezension: Auf Watership Down habe ich mich schon sehr gefreut. Viele kennen den Film Unten am Fluss. Den habe ich als Kind gesehen und er hat mich irgendwie sehr erschreckt. Umso gespannter war ich natürlich auf das Buch.

Ich habe fast zwei Wochen für das Buch gebraucht und ich weiss nicht wirklich warum. Es lässt sich sehr leicht lesen. Die Story ist sehr durchwachsen. Gähnende Langeweile wechselt sich ab mit Spannung und Action und hin und wieder erzählen sich die Kanninchen gegenseitig Geschichten, die ich für sehr geschickt und auflockernd hielt. Dennoch habe ich beim Lesen irgendwie nichts empfunden. Das war sehr merkwürdig. Ich habe weder mit den Kanninchen mitgelitten, noch hat das Buch mich gedrängt es unbedingt weiterzulesen. Selbst an der spannendsten Stelle konnte ich es problemlos für ein paar Tage beiseite legen ohne weiter darüber nachzudenken. Ein Buch, das mich so kalt gelassen hat habe ich noch nie gelesen. Ich finde das sehr sehr schade.

Dabei ist Watership Down objektiv betrachtet eigentlich kein schlechtes Buch. Wie bereits erwähnt bringt es viel mit für den Leser aber vielleicht bin ich auch nicht mehr die richtige Zielgruppe oder ich war gerade nicht in der Stimmung dafür. Ich kann mir das nicht erklären. Mehr kann ich kaum zu dem Buch sagen.  Letztendlich muss ich das Buch ja irgendwie bewerten und das ist jetzt extrem schwer, darum gebe Watership Down drei von fünf Sternen, denn ich fand es ja eigentlich nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht. Weniger als drei Sterne wären wahrscheinlich nicht gerechtfertigt, denn eigentlich ist der Plot ja ja wirklich gut, durchdacht und mal was anderes, als die typischen Tierbücher. Aber für vier oder gar fünf Sterne hat es mich einfach zu kalt gelassen. Möglicherweise lese ich Watership Down irgendwann in ein paar Jahren nochmal, vielleicht kann ich mir dann eine bessere Meinung bilden.

von Sally am Freitag, 25 März, 2011 um 14:14 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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» Richard Laymon – Der Käfig

Geschrieben von Sally am Samstag, 19 März, 2011 | 1263 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Amara
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: April 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 512
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453435308
Preis: 9,99€
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Inhalt: Vor langer Zeit war sie eine Herrscherin. Jetzt ist sie nur noch eine vertrocknete Mumie. Bis die Siegel zerbrochen werden, die sie in ihrem Sarkophag gefangenhalten. Die Untote macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch das heutige Kalifornien.

Rezension: Ohne zu übertreiben kann ich sicher behaupten, dass Der Käfig wohl eines der besten Bücher von Richard Laymon überhaupt ist. Obwohl mich der Klappentext nicht so angesprochen hat, habe ich es wegen akuter Lesekrise doch mal gelesen, denn Laymon ist eine gute Waffe gegen Lesekrisen. Ansonsten hab ichs nicht so mit wandelnden Mumien (ausser Brendon Fraser spielt die Hauptrolle1 ) darum habe ich nicht vermutet, dass mir das Buch so sehr gefallen würde.

Es ist sehr schwer eine detaillierte Inhaltsangabe zu liefern, denn auf den 512 Seiten lernt man extrem viele Charaktere kennen und man begleitet sie durch manche Kapitel auf ihren Wegen. Da gibt es zum Beispiel die Kuratorin Susan Connors, die im Charles-Ward Museum für die agyptische Sammlung verantwortlich ist, als die Mumie Amara plötzlich verschwindet und drei Leichen der Wachmänner zurücklässt. Taggart Parker, Susans Freund ist Polizist und auf der Suche nach dem Dieb, der Amara gestohlen und die Wachmänner getötet hat. Ed Lake wird von seiner Freundin des Nachts mitten in der Pampa ausgesetzt und findet sich, nachdem man ihn niedergeschlagen hat zusammen mit zwei anderen, der hübschen Virginia und Marco in einem Käfig wieder. Dort werden sie gezwungen Dinge zu tun und bestraft, wenn sie nicht akurat erledigt werden. April Vallsarra, eine blinde Frau, die ganz alleine in den Bergen in ihrer Villa wohnt und sich nach Gesellschaft sehnt. Mable, ein dickes Mädchen, das offenbar irgendeine Störung hat und hoffnungslos in Taggart Parker verliebt ist und sich an Susan rächen will, weil er sie liebt und nicht Mable. Grace und ihre Schwester Pix sind zusammen mit Graces Freund Cody aus South Carolina und von Graces und Pix’ brutalem Stiefvater abgehauen und nach Los Angeles gefahren auf der Suche nach einer Zukunft und Arbeit und dann gibt es da noch Imad, den Ziehsohn von Robert Callahan, der Amara vor vielen Jahren aus ihrer Grabkammer geborgen hat und um ihr dunkles Geheimnis weiss.

Wenn man das so liest könnte man denken, man würde erschlagen werden von dieser Überzahl an Charakteren auf nur 500 Seiten und komplett den Überblick verlieren. Dem ist nicht so. Eines von Laymons vielen Talenten ist es Handlungen so geschickt zu verweben, dass, egal wieviel Input der Leser bekommt er niemals die Kontrolle oder den Überblick verliert. Er verwebt die unzähligen Stränge so, dass er damit ungeheure Spannung aufbaut und mich die ganze Zeit weiter zum Lesen getrieben hat. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Geschichte und fügt sich perfekt in den Plot ein. Ich hatte etwas Bedenken, dass Laymon viel aus der Sicht der Mumie Amara schreibt. Das hätte mir nicht besonders gefallen. Aber er hat nur zwei oder drei sehr kurze Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben und das nur sehr wage. Durch diese Methode hat er Amara als ein wirklich schreckliches Monster dargestellt, sodass selbst ich, die sich vor sowas meist nicht erschreckt und vor Mumien schon mal gar nicht, hin und wieder mal Gänsehaut bekam. Das ist mir bisher bei nur einem anderen Buch passiert. Alleine seine Beschreibungen von Amara ließ mich häufig erschaudern. Eine kleine Gestalt, mit langen, merkwürdigerweise gut erhaltenen roten Haaren, brauner Haut, die an manchen Stellen glatt ist und an andere uneben, hart und verknittert. Ihr Gesicht ist vertrocknet. Ihre Augen sind verschwunden und geben den Blick auf zwei große, schwarze Löcher frei, die umgeben sind von vertrockneter Haut und ein Maul voller spitzer Zähne, mit denen sie ihre Opfer zerreisst. Brr.

Der Käfig ist gewohnt gut geschrieben. Leicht und flüssig, sodass man es problemlos lesen kann und nie ins Stocken gerät, gepaart mit Kapitel, die genau die richtige Länge haben. Typisch für Laymon ist dieses Buch wieder sehr blutig, brutal und auch sehr sexistisch. Dazu kommt diese gewisse Portion von Grusel. Alles zusammen passt perfekt. Ich hab es sehr genossen das Buch zu lesen und finde es fast schade, dass ich es schon durch habe. Von mir gibt es absolute 5 Sterne. Da gibt es nichts zu meckern. Dieses Buch hat mir wieder gezeigt, warum ich Richard Laymons Bücher so wahnsinnig gut finde.

  1. Wers nicht weiss: Ich rede von dem Film Die Mumie mit Brendon Fraser, Rachel Weisz und Arnold Vosloo []
von Sally am Samstag, 19 März, 2011 um 14:57 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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