Archiv der Kategorie ‘Buchrezensionen’

» Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind

Geschrieben von Sally am Samstag, 26 Juni, 2010 | 1180 views. | 4 Kommentare


Originaltitel: Gut gegen Nordwind
Genre: Erzählung
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: 2006
Seiten: 218
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442465866
Preis: 7,95€
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Inhalt: Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift “Like” kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Rezension: Ich weiss gar nicht warum ich hierzu noch eine Rezension schreibe. Beinahe jeder hat dieses Buch schon gelesen und die die es noch nicht gelesen haben wollen es offenbar ganz entschieden noch tun, oder eben ganz und gar nicht, ganz gleich, was ich hier in meine Rezension schreibe. Trotzdem finde ich muss ich für dieses kleine Juwel ein paar Zeilen schreiben, denn Gut gegen Nordwind ist etwas ganz besonderes.

Gut gegen Nordwind ist kein klassischer Roman wie man ihn so kennt. Wenn man das Buch aufschlägt findet man sich in einem eMail Wechsel zwischen Emmi Rothner und Leo Leike wieder, die sich nur ganz zufällig durch einen blöden Tippfehler kennengelernt haben. Der Leser bekommt einfach nur die eMails der Beiden zu lesen, die die beiden über knapp ein Jahr geschrieben haben. Es gibt also keine Handlung oder ähnliches im Buch, aber die eMails haben es in sich. Ich musste schmunzeln, laut lachen (Vorallem die Mia/Tofu Sache fand ich extrem witzig *038* ) und, ich habe zwar nicht geweint, aber hin und wieder musste ich auch ersteinmal schlucken bevor ich weiterlesen konnte.

Dass das Buch nur aus diesen eMails besteht tut ihm wohl ganz gut, denn ich denke es wäre nur halb so gut und mindestens doppelt so langweilig als mit den eMails interessant würde es aus Handlungen bestehen. Der Leser kann sich so einfach nur zurücklehnen und dem Mailverkehr der Beiden folgen.

Gut gegen Nordwind ist ein ganz herrliches Buch, das für gemütliche Stunden alleine perfekt ist. Vielmehr muss man dazu eigentlich auch gar nicht sagen *033*

von Sally am Samstag, 26 Juni, 2010 um 19:46 Uhr
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» Richard Laymon – Das Inferno

Geschrieben von Sally am Sonntag, 13 Juni, 2010 | 900 views. | 4 Kommentare


Originaltitel: Quake
Genre: Thriller
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: Juni 2010
Seiten: 639
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453675827
Preis: 9,95€
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Inhalt: Ein schweres Erdbeben erschüttert Los Angeles. Im darauf folgenden Chaos versucht Clint, zu seiner Familie zurückzukehren. Mit der cleveren Em muss er sich der plündernden und mordenden Horden erwehren, die L. A. heimsuchen. Er muss sich beeilen, denn seine Frau ist unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet – und ihrem psychopathischen Nachbarn Stanley hilflos ausgeliefert.

Rezension: Lange lange musste ich warten bis ich endlich einen neuen Laymon in den Händen halten konnte, den ich auch wirklich und unbedingt lesen wollte. Die beiden Vorgänger Der Pfahl und Der Ripper haben mich leider so gar nicht interessiert, habe sie aber dennoch gekauft. Vielleicht irgendwann mal. Das Inferno aber hat mich brennent interessiert und das wohl zu Recht…

Nach einem schweren Erdbeben versucht die Familie Banner, die über ganz Los Angeles verstreut ist wieder zusammen zu kommen. Während Clint in seinem Büro von dem Beben überrascht wird, ist seine Tochter Barbara bei einer Fahrstunde und seine Frau Sheila alleine zuhause, beobachtet von ihrem perversen, gestörten Nachbarn Stanley Banks. Während Clint und Barbara sich mit anderen Überlebenden zusammentun und versuchen durch das völlig ausser Kontrolle geratene Los Angeles nach Hause zu kommen ist Sheila eingeklemmt, in der Badewanne, nackt. Für alle Drei beginnen grausame Tage voller Angst und Gewalt.

Das Inferno ist wieder einmal so ein typischer Laymon, wie ich sie so gerne mag. Das Buch strotzt mal wieder vor Blut, Gewalt, Ekel und Sex und irgendwie schafft Laymon es, dass das unglaublich interessant zu lesen ist. Er wechselt in den Kapiteln zwischen den Protagonisten, Clint Banner, Barbara Banner und Stanley Banks und lässt den Leser ihre Handlungen nach dem schweren Erdbeben erleben, ohne das es auch nur im entferntesten langweilig oder nervig wird. Das Inferno sind 640 Seiten pure Spannung und pures Lesevergnügen (Aber nicht für Jedermann *033* ).

Laymon hat es einfach drauf gnadenlos zu schocken. Er setzt immer noch einen drauf und kommt manchmal mit extrem absurden Ideen um die Ecke, die mich persönlich aber immer sehr an seine Bücher fesseln, deswegen ist er wohl auch einer meiner Lieblingsautoren. Er hat es eben einfach drauf.

Das Inferno ist spannend, ohne Zweifel und gewalttätig und sowieso sehr sehr blutig. Nicht für Jedermann geeignet. Laymon muss man einfach mögen um seine Bücher wirklich gut zu finden. Ich finde sie gut und ich finde Das Inferno ist eines der besten Bücher von ihm. Lesenswert für Leute, die wirklich keine Weichflöten sind *033*

von Sally am Sonntag, 13 Juni, 2010 um 23:26 Uhr
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» Isabel Abedi – Isola

Geschrieben von Sally am Sonntag, 30 Mai, 2010 | 1307 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: Isola
Genre: Jugendbuch, Thriller, Drama
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Seiten: 324
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401060484
Preis: 14,95€
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Inhalt: Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen alleine auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie alleine die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idyll zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt der melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker, wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird.

Rezension: Isola schlummert schon länger ungelesen in meinem Regal. Gekauft habe ich es vor ca. einem Jahr einfach, weil mich der Klappentext zu dem Zeitpunkt einigermaßen angesprochen hat. Aber das Interesse daran habe ich schnell wieder verloren, bis ich nichts mehr hatte, das ich lesen könnte und Maren mir Isola vorschlug, von dem viele begeistert sind, also las ich es…

Zwölf Jugendliche und ein Hund begeben sich für Dreharbeiten zu einer Reality Show auf eine abgelegene, kleine Insel vor Rio de Janeiro und beziehen dort ein Quartier. Die ersten Tage vergehen problemlos, aber dann müssen sie ein Spiel spielen, auf das keiner Vorbereitet war und das die Stimmung auf der Insel umschlagen lässt…

Was mich direkt in den ersten Kapitel schon gestört hat war die Protagonistin Joy, bzw Vera (Ihr Name auf der Insel). Sie ist geheimnissvoll, offenbar hübsch, zurückhaltent und scheinbar humorlos ausserdem hat sie eine Vergangenheit in Rio und will ja eigentlich gar nicht auf diese Insel und deswegen macht sie im Verlauf des Buches Dinge, die sie eigentlich gar nicht machen möchte. Solche Charaktere hasse ich einfach. Es gibt für mich nichts schlimmeres als geheimnisvolle, gutaussehende Mädchen, die über alles erhaben sind und sich direkt in den gutaussehenden Kerl verlieben, der ihnen über den Weg läuft und der, oh, was für ein Glück die Augen nicht von ihnen lassen kann. Nicht einmal Darling, das blonde “Luder” der Insel, die sich so benimmt wie jedes blonde Luder in Filmen oder Büchern hat mich so sehr gestört wie Vera. Der Charakter Vera und auch die anderen auf der Insel sind durchaus gut gestaltet und beschrieben und passen auch allesamt sehr gut ins Buch, nur hat Vera kein Potential zum Hauptcharakter. Mich hat sie genervt!

Zwar hatte ich mir unter dem Klappentext etwas anderes unter tödlichem Ernst vorgestellt, aber da Isola als Jugendbuch deklariert wird ist Handlung durchaus gelungen, spannend und lesenswert. Auch wenn nichts passiert macht es schon Spaß dem Alltag auf der Insel beizuwohnen und auch die ersten paar Tage, in denen das Spiel gespielt wird sind interessant, aber dann kommt alles schlag auf schlag, anfangs noch wirklich mysteriös und spannend, später leider ziemlich abgehoben und abgedroschen. Eigentlich nichts, was man noch nicht gelesen hat.

An Isabel Abedis Schreibstil hab ich gar nichts auszusetzen. Ihre Charaktere schreien zwar überdurchschnittlich oft, was mir ziemlich häufig aufgefallen ist aber ansonten hat mich nichts gestört. Sie schreibt ihre Kapitel in einer angenehmen Länge, stellt ihre Charaktere und Handlungsorte ausreichend dar und hat das schnulzige beschreiben schöner Männer  und lauschiger Momente durchaus drauf.

Grundsätzlich ist Isola ein angenehmes Lesevergnügen für jung und alt und an einem trüben Nachmittag, wenn es regnet und man lieber von einer Südseeinsel mit weißen Sandstränden und türkisem Wasser träumt ist es nahezu perfekt. Dazu kommt noch ein wenig Thrill und schon hat man eine durchaus lesenswerte Unterhaltung. Aber eben wegen der nervigen Vera und dem Gewurschtel am Ende gebe ich Isola letztendlich nur 3 Sterne, aber 3 gut gemeinte Sterne. Wem Isabel Abedi ein Begriff ist, wem der Klappentext gefällt, der kann bei Isola eigentlich nichts falsch machen. Meins war es eben nur nicht so wirklich.

von Sally am Sonntag, 30 Mai, 2010 um 15:07 Uhr
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» Sara Gruen – Wasser für die Elefanten

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 26 Mai, 2010 | 1088 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Water for Elephants
Genre: History, Drama
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: August 2009
Seiten: 416
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499248450
Preis: 9,95€
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Inhalt: Als der 90-jährige Jakob Jankowski einen Zirkus entdeckt, schlägt sein Herz höher. Es ist plötzlich wieder wie vor 70 Jahren. Er erinnert sich an wundervolle, turbulente Zeiten. Damals, als junger Mann, stand er vor dem Nichts und schloss sich aus Verzweiflung einem Wanderzirkus an. Und dort, zwischen kuriosen Menschen und Tieren, fand er Freunde und ein Zuhause. Und auch gleich zwei große Lieben: Die schöne Dressurreiterin Marlena und Rosie eine verfressene Elefantendame, die jedes Kunststück verweigerte. Die Sturheit des Dickhäuters war eine Gefahr für die Existenz des Zirkus’. Doch noch gefährlicher war für Jakob die Eifersucht von Marlenas Ehemann.

Rezension: Von Überall hört und liest man eigentlich wie gut und wie lesenswert Wasser für die Elefanten von Sara Gruen doch  ist. Es wird überall hoch in den Himmel gelobt und irgendwas findet wirklich jeder, der es gelesen hat gut dran. Mich sprach der Klappentext eigentlich nicht so an, aber wenn wirklich jeder meint, dass es gut ist, wollte ich es auch mal probieren und tada…

Jakob Jankowski erinnert sich: Er ist noch ein junger Mann, als er zu einem Wanderzirkus, Benzinis spektakulärste Show der Welt stößt. Dort nimmt er einen Job als Tierarzt für die unzähligen exotischen Tiere des Zirkusses an. Doch als er die schöne Artistin Marlena trifft ist es um ihn geschehen. Doch Marlenas Ehemann, der Dompteur August ist eine tickende Zeitbombe.

Ich war Anfangs ein wenig skeptisch muss ich zugeben. Zum Einen war da wie gesagt der Klappentext, der nicht so ganz meins war, zum Anderen die Vermutung, dass es sich um eine öde Liebesschnulzelei handelt und sowieso verstehe ich nicht, was manche Menschen an vielen der hochgelobten Büchern so gefällt. Aber dann las ich das erste Kapitel und war direkt schon drin in der Geschichte. Im ersten Kapitel wird dem Leser schon ein großer, saftiger Happen des Endes zugeworfen, welches jedenfalls mich dazu angetrieben hat schleunigst weiterzulesen.

Sara Gruen kann ihre Protagonisten ziemlich gut darstellen, ohne sie wirklich bildhaft zu beschreiben. Dem Leser bleibt es größtenteils überlassen sich jeden Charakter vorzustellen. Allerdings sind Jakob, Marlena, August und viele der anderen Zirkusangestellten sehr facettereich und lebhaft dargestellt. Ich konnte mir den Zirkusalltag jedenfalls ziemlich gut vorstellen.

Sara Gruen hält sich in Wasser für die Elefanten glücklicherweise auch nicht mit zu vielen Kleinigkeiten auf. Sie erzählt einfach ihre Geschichte, ohne dass es langweilig wird, ohne dass es anfängt zu nerven. Nur Jakobs ausschweifendes Gerede über seine Ansichten vom Älterwerden hab ich schnell überlesen. Aber das war auch höchstens eine Seite. Die restlichen 415 Seiten war ich kein bisschen gelangweilt.

Wasser für die Elefanten ist ein gutes Buch und ich verstehe auch, warum es von jeder Seite so hoch gelobt wurde. Auch ich habe es sehr gerne gelesen und würde es sicher zu einem späteren Zeitpunkt nochmal lesen und die, die es noch nicht gelesen haben sollten vielleicht mal drüber nachdenken es zu tun *033*

von Sally am Mittwoch, 26 Mai, 2010 um 11:57 Uhr
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» Warren Fahy – Biosphere

Geschrieben von Sally am Montag, 17 Mai, 2010 | 629 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Fragment
Genre: Thriller, Science-Fiction
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: 3. Mai 2010
Seiten: 496
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499252426
Preis: 9,95€
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Inhalt: Der Luxusliner «Trident» befährt den Südpazifik, an Bord eine Film-Crew und Naturwissenschaftler. Man ist dabei, die Reality-Show «Sea Life» zu filmen. Plötzlich erreicht ein Hilferuf das Schiff. Er kommt von einem nebelverhangenen Felseneiland. Doch die Insel ist mitnichten harmlos. Flora und Fauna haben sich hier über Jahrtausende hinweg evolutionstechnisch optimiert. Sie wissen sich gegen die Eindringlinge zu wehren. Auf schreckliche Weise. Nicht auszudenken, was geschieht, wenn eines der Lebewesen die Insel verlässt.

Erster Satz:

Als sich die American Association for the Advancement of Sience 1999 im kalifornischen Anaheim zusammenfand, um über einen dringlichen Bericht fremden Spezies zu beraten, war nicht etwa von Außerirdischen die Rede

Rezension: Sachen, die ich lesen will: Menschen auf abgelegenen Inseln, neuartige Tier- und Pflanzenwelt und viele gruselige Dinge. Als ich den Klappentext von Biosphere las, dachte ich an diese Dinge, kaufte das Buch spontan und las es relativ schnell in zwei Tagen durch, aber wirklich was Neues habe ich nicht erfahren…

Die Trident ist auf einer Expedition, mit einem Fernsehteam an Bord. Sie drehen eine Reality Show, als sie plötzlich einen Hilferuf von einer abgelegenen, kaum erforschten Insel erhalten. Sie gehen dem Ruf nach und finden ausser einem Wrack kaum etwas, dass ihnen bekannt vorkommt. Die Vegetation auf der Insel strotzt nur so vor unbekannten Tier- und Pflanzenarten. Eines merkwürdiger als das andere und vorallem gefährlicher. Als ein Teil der Crew die Insel betritt, überleben sie nur wenige Minuten, die zwei Überlebenden ziehen sich zurück und starten einige Zeit später neue Versuche die Insel zu erforschen…

Irgendwie ist es ziemlich schwer dieses Buch ausreichend zu bewerten. Auf einer Seite ist es wirklich interessant und spannend zu lesen, aber Andererseits ist es auch eine riesige Katastrophe. Biosphere baut auf einer Interessanten Idee, die man wirklich super ausschmücken und umsetzten könnte, aber leider haperte es da ein wenig.

Bis zur letzten Seite des Buches hatte ich keine Ahnung, wer nun die Hauptperson, oder die Hauptpersonen sind, auf die man als Leser ein wenig mehr achtet. Weiss ich bis heute nicht. Mal davon abgesehen waren absolut alle Charaktere so dermaßen farblos, dass sie mir schlichtweg egal waren “Aha, X ist tot, naja macht ja nichts”. Ich hab keine Sekunde mitfiebern können und das fand ich doch sehr schade.

An der Story ist nicht unbedingt zu meckern. Sie ist ok. Lässt sich lesen, ist mehr oder minder, vorallem von Anfang bis Mitte recht “glaubwürdig”, auch, wenn sie zum Schluss ein wenig in ein typisches Filmende abdriftete, was ebenfalls sehr schade ist, denn man hätte aus dem Ende etwas anderes, etwas besseres rausschlagen können.

Letztendlich ist mir nicht viel von Biosphere im Kopf geblieben. Ich hab es zwar gerne “eben schnell” gelesen, aber ich würde nicht auf die Idee kommen es irgendwann nocheinmal zu lesen. Deswegen sind 3 Sterne ausreichend, denke ich. Wer denn unbedingt einen Biothriller, etwas a la Avatar, nur mit mehr mehr Blut und bösen Viechern lesen möchte, der kann vielleicht was mit Biosphere anfangen, allen anderen würde ich raten sich was anderes zu suchen oder nicht zu viel zu erwarten.

von Sally am Montag, 17 Mai, 2010 um 18:46 Uhr
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» Brian Keene – Totes Meer

Geschrieben von Sally am Sonntag, 18 April, 2010 | 1581 views. | 7 Kommentare


Originaltitel: Dead Sea
Genre: Horror
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: 6. April 2010
Seiten: 384
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527058
Preis: 8,95€
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Inhalt: Dies ist der Untergang der Welt, und er beginnt in der New Yorker Kanalisation: Ein Killervirus breitet sich rasend schnell aus und rafft Tiere wie Menschen dahin – nur um sie anschließend als bösartige Zombies wiederauferstehen zu lassen. Lamar Reed, einer der wenigen Lebenden, kann sich mit einem Boot aufs Meer retten, in Sicherheit, wie er glaubt. Ein tödlicher Irrtum …

Erster Satz:

Ich erschoss die Schlampe erst, als sie anfing, Alans Gesicht zu fressen.

Rezension: Endlich mal ein etwas untypischer Zombieroman. Dachte ich, als ich die Inhaltsangabe bei Amazon las. Zombies in der Stadt, Zombies auf dem Land, Zombies in der Luft, aaalles schon mehrfach gesehen und gehört. Aber etwas, das sich auf dem Wasser befindet das, laut Klappentext und schlimmer ist als Zombies? Das les ich doch gut und gerne mal.

Lamar Reed befindet sich mitten auf einem Schlachtfeld: Dem amerikanischen Kontinent. Genauer gesagt in Baltimore. Als Ratten das aus der New Yorker Kanalistion strömten und wahllos Menschen bissen ahnte noch niemand, dass das das Ende der Welt bedeutet. Sie brachten einen neuartigen Virus mit sich, der jedes Lebewesen, welches Gebissen oder in Kontakt mir Körperflüssigkeiten eines Infizierten gerät schwer erkranken, töten und wieder auferstehen lässt. Bald torkeln in den ganzen USA Untote Zombies herum, die über die Lebenden herfallen. Lamar flüchtet mit einigen Anderen auf ein Boot und sie verlassen das Festland, aber auch auf dem Meer sind sie nicht in Sicherheit.

“Brian Keene ist der neue Richard Laymon” wollte mir ein roter Aufkleber auf meinem Exemplar von Totes Meer weismachen. Entsprechend hohe Anforderungen hatte ich als unerschütterlicher Laymon Fan natürlich an das Buch und ebenso natürlich wurden diese nicht erfüllt. Wie auch Laymon schreibt Keene gut. Man gewöhnt sich sehr schnell an seinen Stil und dann lässt sich das Buch direkt weglesen. Auch seine Ideen sind gar nicht mal so schlecht und er erschafft interessante Charaktere. Was wäre der typische Protagonist für solch ein Buch? Ein verkappter Rambo mit Waffen im Keller bis nach Urgapekistan? Ein alleinerziehender Vater, der schier unmenschliche Kräfte entwickelt um seine Kinder zu beschützen? Eine Superfrau, die alles platthaut? Ein Päärchen? Nicht in Totes Meer. Lamar Reed ist wirklich total untypisch für solch ein Buch und das macht ihn sehr sympathisch. Er ist alleinstehend, hat keine Familie, ist arbeitslos, wohnt im Ghetto, hasst aber jegliches Gangstergehabe, hat im Gegensatz zu den anderen Männern in seinem Viertel Respekt vor Frauen und ist schwul. Ich glaube so einen Charakter habe ich noch nie in einem Buch gesehen.

Totes Meer ist ein Zombieroman, ja. Und davon gibt es soso viele, ja. Und deswegen sind Zombies total langweilig, ja. Aber irgendwie ist Totes Meer doch anders als die anderen. Die Zombies erscheinen hier bedrohlicher. Sie sind schon tot, sie können nicht mehr sterben. Man kann ihnen mit einer Kettensäge den Kopf abschneiden, das interessiert sie kein Stück, sie vegetieren trotzdem weiter und versuchen alles und jeden zu beissen. In anderen Zombiebüchern und -filmen könnte man sich diese Viecher so vom Halse schaffen, aber in Totes Meer hilft höchstens ein Kopfschuss, wenn überhaupt. Der Leser versteht da schon die Problematik. Was soll man da schon tun gegen so eine Herde toter Zombies, wenn man keine Waffe hat? Schon in vielen Zombieromanen und -filmen hab ich mir gedacht: Leute, geht doch aufs Meer. Aber niemand hat auf mich gehört, deswegen war es beinahe eine Wohltat, dass mal ein Autor dies in Erwägung gezogen hat.

Nun möchte ich natürlich wissen, was da noch viel schrecklicher und grausiger draußen auf dem Meer ist, aber das ist leider die großartige Enttäuschung in diesem Buch. Es ist nichts schrecklicher und grausiger. Gar nichts. Ich werd natürlich nicht schreiben, was Lamar und seine Begleiter dort vorfinden, aber schlimmer? Niemals. Auf dem Meer war es fast zu ruhig nach meinem Geschmack.

Letztendlich beinhaltet Totes Meer nicht besonders viel. Aber das was man zu lesen bekommt lässt sich definitiv aushalten. Nur sollte man nichts erwarten, das an einen Laymon ranreicht und man sollte auch vom Klappentext und dem Meer nicht all zu viel erwarten.

von Sally am Sonntag, 18 April, 2010 um 21:28 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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