» Suzanne Collins – Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele

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Originaltitel: The Hungergames
Genre: Jugend, Drama, Science Fiction
Reihe: Hungergames/Panem Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2009
Seiten: 414 Seiten
Verlag: Oettinger
ISBN: 978-3789132186
Preis: 17,90€
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Inhalt: In einem Nordamerika der fernen Zukunft regiert das Kapitol mit eiserner Hand. Die meisten Menschen in den unterjochten zwölf Distrikten kämpfen tagtäglich ums Überleben. So auch die sechzehnjährige Katniss. Sie sorgt dafür, dass ihre kleine Schwester Prim und ihre Mutter nicht verhungern, indem sie unerlaubterweise hinter dem Zaun des Distrikts auf die Jagd geht. Doch der Hunger ist nicht die größte Bedrohung: Jedes Jahr werden die „Hungerspiele” ausgetragen, eine Art Gladiatorenkampf. Aus jedem Distrikt werden dafür ein Mädchen und ein Junge zwischen zwölf und sechzehn Jahren ausgelost. Und dieses Jahr trifft es Prim. Doch Katniss geht für ihre Schwester in den grausamen Kampf, der so lange dauert, bis nur noch einer von den vierundzwanzig „Spielern” am Leben ist. Das ist furchtbar genug, doch zu allem Überfluss ist einer von Katniss’ Gegnern ausgerechnet Peeta, der ihr schon einmal das Leben gerettet hat …
Erster Satz:
“Als ich aufwache, ist die andere Seite des Bettes kalt.”
Rezension: Ein gutes Buch folgt dem Nächsten. Von der Panem Reihe scheint im Moment jeder ziemlich begeistert zu sein. Nachdem ich mich von der Eupohorie von Christoph Marzis Lycidas mitgerissen wurde un leider nicht das zu lesen bekam, was ich mir drunter vorstellte war ich etwas skeptisch mit Panem. Allerdings grundlos.
Die Tribute von Panem sind 24 Jugendliche, jeweils zwei aus den 12 Distrikten von Panem. Jedes Jahr werden sie ausgewählt und treten in einer Arena gegeneinander an. Der Sieger bekommt das, was in ganz Panem Mangelware ist: Nahrung und genügend Geld um ein angenehmeres Leben zu führen als das, welches er vorher hatte. Die Spielregeln sind ganz einfach: Jeder gegen Jeden. Auge um Auge. Der letzte Überlebende hat gewonnen und gewinnen kann man mit jeden Mitteln und Waffen. Dieses Jahr treten Katniss und Peeta für ihren Distrikt 12 an. Doch die Beiden verbindet eine Vergangenheit, die es ihnen schwer macht sich gegenseitig töten zu können.
Gefasst gemacht habe ich mich auf eine schnulzige Liebesstory a la Biss zum Erbrechen und habe dementsprechen nicht unbedingt so viel erwartet. Ich wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Eigentlich geht es in diesem Buch gar nicht um Liebe und andere Gefühle als Wut, Angst und Panik, was dem Buch auf jeden Fall zu Gute kommt. Es handelt sich wirklich hauptächlich ums Überleben und um den Kampf in der Arena. Vielen Dank dafür. Hätte die Protagonistin Katniss die ganze Zeit überlegt, wie sie es nur übers Herz bringen soll Peeta zu töten, weil sie ihn ja sooo sehr liebt wäre meine Bewertung sicher etwas schlechter ausgefallen. Allerdings muss ich sagen, dass ich bereits nach dem ich den Klappentext las eine Vermutung hatte, wie das Buch ausgeht und damit auch richtig lag. Allerdings hat das meine Lesewut nicht besonders betrübt. Das Buch musste einfach so enden, wie ich es mir gedacht habe.
Gerne hätte ich etwas mehr über Panem, seine Entstehung und warum es so ist, wie es ist erfahren. Manche Informationen tröpfeln hin und wieder in die Geschichte ein, aber das hat mir nicht gereicht. Suzanne Collins hat eine ziemlich interessante Welt aufgebaut. Ich hätte wirklich gerne mehr über die 12 Distrikte gelesen, die ja offensichtlich alle unterschiedlich sind und auch die Hauptstadt, das Kapitol hat mich sehr fasziniert, weil sie so völlig anders ist, als die Distrikte. Da Tödliche Spiele aber der Anfang einer Reihe ist hoffe ich auf mehr in den nächsten Büchern.
Suzanne Collins hat eine wunderbare Art ihr Buch zu schreiben. Es lies sich gut lesen und ich hatte absolut keine Probleme mir jedes kleinste Detail, das sie beschrieb bildhaft vorzustellen. Auch ihre Charaktäre sind wohl durchdacht und sympathisch, und das, obwohl ich Protagonisten wie Katniss, die alles können und dabei auch noch gut aussehen gar nicht leiden kann. Besonders beeindruckend fand ich die Fantasie und den Erfindungsgeist der Autorin. Manche Dinge, die sie in ihren Büchern geschehen lässt wäre mir im Leben nicht eingefallen. Sie hat wirklich tolle Ideen und weiss diese auch wunderbar umzusetzen.
Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele ist ein wirklich gutes, spannendes und auswühlendes Buch. Mir war in keiner Sekunde langweilig und ich kann auch keine Szene kritisieren. Das Buch hat mir von vorne bis hinten, vom ersten, bis zum letzten Wort ausnahmslos gut gefallen und ich freue mich auf das zweite Buch, welches ich mir bei Amazon nun auf englisch bestellt habe. Auf deutsch erscheint Band 2, Gefährliche Liebe im Juni 2010 und wirklich: So lange kann ich nun echt nicht warten.
» David Benioff – Stadt der Diebe

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Originaltitel: City of Thieves
Genre: Drama, Krieg
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2009
Seiten: 284 Seiten
Verlag: Weltbild & Karl Blessing Verlag
ISBN: 978-3896673947
Preis: 11,95€ (Weltbild) / 19,95€ (reguläre Ausgabe)
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Inhalt: Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet – auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe – im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt – einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent
Rezension: Ich verstehe nicht, warum ich nicht über meinen Schatten gesprungen bin und mir das Buch für 19,95€ als Hardcover gegönnt habe, denn Stadt der Diebe ist von vorne bis hinten lesenswert und ist die 19,95€ mehr als wert. Gekauft habe ich es letztendlich bei Weltbild (Als günstigere Weltbildausgabe).
Stadt der Diebe ist die Geschichte von Lew, der beim Plündern erwischt wird und über Nacht im berüchtigten Kresty Gefängnis den draufgängerischen Kolja kennenlernt. Zusammen mit ihm muss er in sechs Tagen 12 Eier im vom Krieg hungernden Leningrad auftreiben, im Gegenzug darf er weiterleben. Die Beiden machen sich auf die Suche, aber Eier sind Mangelware. Auf ihrer Suche treffen sie auf alle Schrecken, die ein Krieg mit sich bringt und die ein Mensch tun muss um ihn zu überleben.
Am meisten beeindruckt hat mich an diesem Roman wohl die Art und Weise wie der Autor David Benioff sein Buch verfasst hat. Trotz des schweren Themas und der düsteren Kriegsatmosphäre schafft er es Schrecken und Komik geschickt miteinander zu verbinden und somit den Leser ausnahmslos an sein Buch zu fesseln. Ich war zutiefst beeindruckt, wie er es schafft ein Buch so lebendig erscheinen zu lassen. Es war wie ein Film im Kopf. Ich spürte den Hunger von Kolja und Lew, ihre Angst, wenn sie vor Nazis flüchteten und die Kälte, der sie ausgesetzt waren. Dieses Buch zu lesen war wirklich unglaublich. Hin und wieder kam mir das Buch gar nicht wie in Kriegszeiten gespielt vor, sondern eher Endzeitig.
David Benioff ist neben Autor auch Drehbuchautor und hat die Drehbücher für Filme wie Troja und X-Men Origins: Wolverine geschrieben. Er ist in gewissererweise auf Dialoge spezialisiert und das merkt man auch in seinem Buch. Die Dialoge zwischen Kolja und Lew sind sehr lesenswert. Witzig, poetisch und herzlich. Im Vergleich zu manch anderen Bücher sind die Dialoge wirklich sehr gelungen. In Folge dessen waren mir als Leser Lew und Kolja auf Anhieb sympathisch. Genaugenommen gab es in diesem Buch keine Figur, die ich nicht wenigstens ein bisschen mochte.
Es ist für mich keine große Schwierigkeit dem Buch 5 Sterne zu geben, weil mir auf Anhieb nichts negatives einfallen würde. Selbst, dass ich mir vorgenommen habe dieses Jahr mal kein Buch mit Nazis in den Rollen zu lesen lässt meine Begeisterung nicht geringer werden. Ich bin letztendlich sehr froh dieses Buch gelesen zu haben, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Stadt der Diebe ist (auch für 19,95€) ein ziemlich lesenswertes und gutes Buch, das den Leser schnell in seinen kalten, grausamen Bann ziehen kann. Benioffs zweiten Roman 25 Stunden werde ich mit Sicherheit auch bei Zeiten lesen.
» Helga Thoma – Ungeliebte Königin

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Originaltitel: Ungeliebte Königin
Genre: Historisch, Geschichte, Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: März 2003
Seiten: 253 Seiten
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492235266
Preis: 8,95€
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Inhalt: “Personen wie Sie gehören dem Staate”, machte Ludwig XIV. seiner Nichte Marie Louise von Orleans unmissverständlich klar, als diese in Tränen ausbrach, weil man sie dem geistig wie körperlich degenerierten König von Spanien zur Frau gab. In ihrer Schrift über das “Los der Prinzessinnen” befand Isabella von Parma, die Gemahlin des späteren Kaisers Joseph II., dass deren “Schicksal unstreitig das unglücklichste ist”. Ihre Nachfolgerin, Josepha von Bayern, war ihrem Gemahl innig zugetan, erntete von Joseph aber nichts als Verachtung, Demütigung und Grobheit. Ähnlich erging es der unglücklichen Elisabeth Christine von Braunschweig an der Seite Friedrichs des Großen. Nach persönlichem Glück wurde also nicht gefragt. Wie sehr diese Frauen ihren Ehegatten mit Leib und Seele ausgeliefert waren, das bewies wohl am spektakulärsten Heinrich VIII. von England, der gleich zwei seiner Gemahlinnen aufs Schafott schickte. Manche Königinnen aber ließen sich als starke Persönlichkeiten nicht brechen. Trotz allem Leid hatten sie die Kraft, das politische Geschehen ihrer Zeit entscheidend zu prägen.
Rezension: Ungeliebte Königin liegt schon seit einiger Zeit auf meinem SuB. Gekauft habe ich es, weil ich mich in zu der Zeit vorallem für Henry VIII. interessiert habe und er und seine sechs Frauen in diesem Buch behandelt werden. Gelesen habe ich es zu dem Zeitpunkt letztendlich nicht, aber das habe ich jetzt nachgeholt.
Ungeliebte Königin sind einzelne, zusammengetragene Geschichten über Königinen früheren Jahrhunderten, die politisch und möglichst geschickt verheiratet wurden. Nicht selten gegen den Willen der Braut. Helga Thoma hat ihre Geschichten zusammengefasst und aufgeschrieben. Beginnend bei Henry VIII und seine sechs Frauen, bis hin zu Maria Christine von Österreich und ihre Ehe mit Alfons XII. von Spanien.
Es ist schon interessant über solche Eheschließungen und die daraus resultierenden Probleme und Ängste zu lesen. Heutzutage heiraten (die Meisten
) ja aus Liebe und man weiss, auf wen man sich da einlässt, währenddessen die Prinzessinen ihre späteren Gatten vor der Hochzeit in den meisten Fällen nie zu Gesicht bekommen haben, geschweigedenn wussten, was für ein Wesen ihr Ehemann hat. Sie werden einfach ins kalte Wasser geschmissen und geraten nicht selten in eine Hölle. Weit weg von ihrer Familie und ihrem zuhause halten sie jähzornige und respektlose Ehemänner aus, die sich ungeniert mit Mätressen herumtreiben und ihnen die Schuld für jungenlose Schwangerschaften geben.
Helga Thoma schreibt ihr Buch sehr gut. Es wird selten langweilig und sie hält sich nicht allzu lange mit den ungeliebten Ehefrauen auf, was das Buch nicht in die Länge zieht.Auch sprachlich lässt es sich leicht und angenehm weglesen. Hin und wieder ist es ein wenig verwirrend, wenn plötzlich unzählige neue Namen und Personen auf einen zukommen, die man ersteinmal unterscheiden muss, bevor man weiterlesen kann. Das ist ein kleiner Nachteil an den kurzen und schnellen Kapiteln. Man hat kaum Zeit sich diese Personen zu merken.
Was die Korrektheit des Buches angeht kann ich leider nichts dazu sagen. Bis auf die Ehen des Henry VIII. habe ich mich mit keiner der genannten Personen näher befasst, werde es aber sich in nächster Zeit einmal tun, denn es stecken großartige Geschichten und Persönlichkeiten hinter den katastrophalen Ehen.
» Ulrike Schweikert – Die Herrin der Burg

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Originaltitel: Die Herrin der Burg
Genre: Historisch
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 10. August 2009
Seiten: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442372393
Preis: 7,95€
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Inhalt: Hildebolt von Wehrstein schäumt vor Wut als er, nach langer Abwesenheit auf der heimischen Burg eingetroffen, erfahren muss, dass seine Frau Sybilla ihm erneut keinen männlichen Nachfahren geschenkt hat. Auch des Wehrsteiners vorsorglicher Zweitversuch mit einer Bediensteten hatte nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Raue Zeiten, raue Sitten auf der Schwäbischen Alb. Noch ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand, dass den beiden ungeliebten Töchterchen des Ritters — Tilia und ihrer Halbschwester Gret — inmitten der Kriegswirren auf der windigen Alb noch eine gewichtige Rolle zufallen würde.
Rezension: Mal wieder ein schöner, historischer Roman, dachte ich, das wär was. Also entschied ich mich für Die Herrin der Burg von Ulrike Schweikert, von der ich bisher weder etwas gelesen, noch gehört habe. Der Klappentext war ja auch ganz vielverpsrechend, aber das Buch hielt nicht, was es versprach.
Wenngleich das Buch sehr gut und auch weiterlesefördernt geschrieben ist, fängt es schon nach kurzer Zeit an mich als Leser schwer zu nerven. Ulrike Schweikert hat das Talent den Leser mit einer spannenden Handlung zu fesseln, die kurz vor dem Höhepunkt aber komplett abbricht und den Leser im Raum hängen lässt. Das nervt nicht nur tierisch, es ist auch nicht besonders förderlich für die Handlung. Der Leser weiss zwar, dass da was passiert ist, aber was es ist weiss niemand. Man denkt sich also irgendwann unweigerlich: Warum sollte ich noch weiter lesen, ich erfahre ja doch nichts. Man könnte genau so gut zum Ende weiterblätter. Blöderweise wird aber letztendlich am Ende auch nichts aufgeklärt, was das Buch noch frustrierender macht.
Die Protagonistin Tilia v. Wehrstein soll in diesem Buch wohl das selbstbewusste, emanzipierte Edelfräulein darstellen, wie es sie früher wohl nicht gab. Das soll vielleicht beeindruckend sein, aber mich hat sie einfach nur genervt und sie war mir auch in keinster Weise sympathisch, was für mich das Buch noch unerträglicher machte. Die anderen Figuren in diesem Buch bleiben eher farblos und sind nebensächlich.
Gefallen hat mir die Sprache und die Ausdrucksweise sehr. Auch der Alltag und die Geschehnisse auf der Burg wurden lebendig beschrieben und ich hab es wirklich gerne gelesen. Sicherlich hätte das Buch auch mit der gegebenen Geschichte spannend sein können, aber leider hat die Autorin nichts draus gemacht.
Letztendlich hab ich ziemlich viel Lesezeit für nichts verloren und ich denke ich würde in Zukunft auch kein anderes Buch von Ulrike Schweikert lesen, denn wenn sie immer so effektheischend schreibt und dann alles im Sande verlaufen lässt, dann ist das nichts, was ich lesen möchte. Schade drum, daraus hätte was werden können.
» Güner Yasemin Balci – Arabboy

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Originaltitel: Arabboy
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2010
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3596182428
Preis: 8,95€
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Inhalt: Rashid, Sohn einer libanesisch-palästinensischen Familie, ist weder Deutscher noch Libanese oder Palästinenser, er ist ein »Arabboy«, so nennt er sich in den einschlägigen Chaträumen, die er und seine Kumpel mit selbstgemachten Gewalt-Clips versorgen. Sie gehorchen dem Gesetz der Straße, auf der sich jeder sein Recht nehmen muss. Wer das nicht kann, wird zum »Opfer« – er ist dem Lebenskampf nicht gewachsen. Mit Hilfe von Aabid, der es vom Flüchtlingsjungen zum »Mega-Checker« im Rotlichtmilieu gebracht hat, macht Rashid kriminelle Karriere, bis er durch seine Drogensucht die Kontrolle über sein Leben verliert. Ihn rettet seine Verhaftung. Im Gefängnis wartet er auf seine Abschiebung – und Deutschland, das so verhasste Land, wird für ihn zum Inbegriff aller Sehnsüchte.
Rezension: Ich sollte wirklich aufhören Bücher zu rezensieren, die sehr schwer zu rezensieren sind, wie eben Arabboy. Dieses Buch soll dem Leser den Alltag und die kriminelle Laufbahn eines Jugendlichen in Berlins Problemviertel Neukölln vor Augen führen. Ich wollte ein Buch lesen um das zu verstehen, aber offensichtlich habe ich mit diesem Buch voll ins Klo gegriffen. Denn so ganz herausgefunden, was mir die Autorin damit sagen will habe ich nicht.
Arabboy ist die Geschichte des Rashid A., der in jungen Jahren in einem Stadtteil Berlins, Neukölln auf die schiefe Bahn gerät. Es fängt mit kleinen Diebstählen und leichte Körperverletzung an, geht über misshandlung kleiner Kinder, Vergewaltigung, Zuhälterrei bis hin zu groß angelegten Raubzügen und systematischer Körperverletzung an Jedem, der ihm und seiner “Gang” zuwider sind. Rashid wächst in einem der unzähligen Problembezirke der Hauptstadt auf und wird schon als Kind von dieser Umgebung geprägt. Aber er ist doch selbst Schuld, wenn er sich davon leiten lässt. Es ist seine Entscheidung dermaßen kriminell zu werden und das, obwohl jeder in den schlimmsten Problembezirken immer eine Chance auf ein besseres Leben hat. vorallem hier in Deutschland. Mit einem simplen Hauptschulabschluss kann man letztendlich noch immer Arzt werden. Man muss sich nur hinsetzen und was dafür tun. Rashid findet Schule scheiße, Lehrer sind Opfer und Schüler, die was aus sich machen wollen und nicht in der allerletzten Gosse enden wollen wie er werden von ihm und seiner Gang, in der genau solche Looser sind wie Rashid abgezogen und verprügelt. Das finden sie ganz wunderbar ehrenvoll und neben all dem ehrenvollen Dingen, die sie tun vergewaltigt er mal eben eine junge Türkin, die Hure, die nicht verschleiert vor ihm über die Straße geht, auf dem Weg zum Kindergarten um ihre kleine Schwester abzuholen. Eine wirklich verquere Ansicht von “Ehre”.
Der korrekte Leser, der den Schwanz vor einer ehrlichen Meinung zu diesem Thema einzieht, weil es sich bei Rashid A. um einen Jugendlichen mit migrationshintergrund handelt würde sagen, dass dieses Buch ein Portrait eines zutiefst missverstandenen jungen Libanesen in Deutschland ist, der ja durch die gegeben Umstände verständlicherweise eine solch kriminelle Laufbahn eingeschlagen hat und dem man so unbedingt helfen muss, weil er ja eigentlich unschuldig ist. Was kann er schon dafür, so geworden zu sein? Ganz schlimm diese Sache.
Ich sehe das anders. Für mich ist Rashid nur einer der vielen kriminellen Jugendlichen in Deutschland, ob deutsch oder einer anderen Herkunft ist egal. Ich habe kein Mitleid mit einem Menschen, der anderen Menschen grundlos Schmerz und Leid zufügt, durch Diebstähle Existenzen zerstört, Frauen und Kinder misshandelt und vergewaltigt und wohl der größte Rassist der Welt ist. Ich verstehe ihn auch nicht und ehrlich gesagt habe ich, nachdem ich das Buch nun beendet habe auch keine Lust dazu solche Menschen auch nur ansatzweise zu verstehen.
Immerhin hat mich das Buch aber hin und wieder sehr zum Lachen gebracht habe, weil ich etwas in ihm gelesen habe, über das man einfach nur lauthals loslachen kann. Wie beispielsweise:
“Wer die Polizei unterstütze galt als Verräter der Ehre seiner Mutter [...]” S. 46
Letztendlich habe ich das Buch übrigens nicht komplett zu Ende gelesen. Nachdem im Buch die Verstümmelung eines Mannes mit einem Vorschlaghammer beschrieben wurde habe ich die nächsten Kapitel nur überflogen und bin zum Ende gekommen. Ich hatte wirklich keine Lust weiterhin meine kostbare Lesezeit mit diesem Menschen zu verbringen, der letztendlich nichteinmal eingesehen hat, was für eine große Scheiße er sein Leben lang verzapft hat.
Das Buch bekommt von mir einen Stern. Neben der Geschichte, die es beinhaltet und die eigentlich nur eine sinnfreie Aneinanderkettung brutaler Szenarien ist wies es leider nichtmal eine angenehme Schreibweise aus und die vielen Rechtschreibfehler haben mich wirklich genervt. Ich würde es nicht weiterempfehlen. Zu diesem Thema gibt es ganz sicher nützlichere Bücher und ich wäre recht dankbar, wenn man mir welche nennen könnte.
» Dave J. Pelzer – Sie nannten mich “Es”

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Originaltitel: A child called “it”
Genre: Erzählung
Reihe: Dave Pelzer Band: 1
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2000
Seiten: 160 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442150557
Preis: 7,00€
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Inhalt: Das Trauma einer Kindheit: Dave wird von der eigenen Mutter gequält und mißhandelt. Von blauen Flecken übersät und halb verhungert, fällt der Junge auf, weil er Mitschülern das Pausenbrot stiehlt. Bis seine Lehrer es wagen, gegen die Mutter einzuschreiten, vergehen Jahre. Es gelingt ihm, sich aus der Hölle zu befreien. Ein erschütternder Bericht, geschildert aus der Perspektive des kleinen Jungen, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.
Rezension: Es ist schwer ein solches Buch zu beurteilen. Man kann nicht einfach sagen: Es war gut (Obwohl es das war), genau so kann man aber auch nicht sagen, dass es total schlecht war. Hinter Sie nannten mich “es” steckt nämlich mehr als nur ein simples Buch, das man eben schnell weglesen kann, desswegen werde ich mich hier sehr kurz halten.
Dieses Buch beinhaltet die Geschichte eines kleinen, hilflosen Jungens, der von seiner Familie, hauptsächlich seiner Mutter, schwer misshandelt wird. Auf die grausamste und widerwärtigste Art, die man sich vorstellen kann. Man hat als Kind keine Chance, wenn man von dem Menschen, den man von Geburt an vertraut und liebt so missbraucht und gedemütigt wird.
Dieses Buch ist sehr schockierend und es hat mich auch sehr sehr wütend gemacht. Ich denke, es ist eines dieser Bücher, das man mal lesen sollte, auch, wenn es nichts für schwache Nerven ist, aber man sollte die Augen davor nicht verschließen.
Ich gebe letztendlich nach einigem Überlegen 4 Sterne. Einen Stern ziehe ich ab, weil ich nachdem ich das Buch beendet habe noch einige Fragen hatte, die mir in diesem Buch nicht beantwortet wurden. Der Autor hat noch zwei weitere Bücher geschrieben, über seine Zeit unmittelbar nachdem er von seiner Mutter getrennt wurde und eines über sein Engagement für den Kinderschutz, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Bücher auch lesen werde.





