Archiv der Kategorie ‘Buchrezensionen’

» Hauke Brost – 111 Gründe Katzen zu lieben

Geschrieben von Sally am Sonntag, 15 August, 2010 | 635 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: 111 Gründe Katzen zu lieben
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. März 2010
Seiten: 250
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN: 978-3896029140
Preis: 9,90€
Amazon

Inhalt: Dies Buch ist eine total subjektive Liebeserklärung an alles, was vier Beine hat und miaut. 111 Gründe, nie wieder ohne Katze zu leben – obwohl der Autor bisweilen den Tag verwünscht, an dem er auf die Katze kam. Ein Buch für alle, die manchmal schon ganz gerne eine Katze hätten – und natürlich für alle, die bereits die Ehre haben. Was hier steht, wollten sie nämlich immer schon mal lesen: ob 111 Gründe, sich eine Katze ins Haus zu holen, oder 111 Gründe, warum sie die eigenen vier Wände längst in Besitz genommen hat. Ob Mäusekiller, Stubentiger, Kratzbürste oder Schmusekatze: In diesem Buch findet jeder seine Katze wieder.Ob er sie nun liebt, weil sie so rotzfrech und bauernschlau ist, weil sie so unglaublich elegant jagen geht, weil sie so niedlich die Sonne anbetet, weil sie eigentlich der Chef in der Wohnung ist, weil sie ihr Zuhause so gründlich sauber hält, weil sie ihren eigenen Lebensplan so konsequent umsetzt, weil sie auslebt, was wir nicht einmal zu fühlen wagen, oder weil sie so geheimnisvoll ist…

Rezension: Hauke Brosts 111 Gründe Katzen zu lieben ist kein Ratgeber, oder Fachbuch, es ist hauptsächlich nur eine Aufzählung von Gründen, warum man Katzen unbedingt lieben muss, oder sie zumindest mögen sollte. Hinzu kommen einige kleine Geschichten von Rumpel, der Katze des Autoren, die meist in diese Gründe eingebaut sind und so ist 111 Gründe Katzen zu lieben auch irgendwie ein kleiner Roman über ein erfülltes Katzenleben und das Leben des Katzenherrchens, das manchmal offenbar extrem aufregend und auch anstrengend ist.

111 Gründe hören sich viel an. Wem würden auf Anhieb 111 Gründe einfallen Katzen zu lieben? Aber wenn man das Buch aufschlägt und ein wenig durch die Kapitel, bzw. Gründe blättert, dann wird einem schnell auffallen, dass das eigentlich wirklich keine originellen Gründe sind und irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich so manches auch doppelt gelesen habe. Manche Gründe waren in meinen Augen auch irgendwie keine expliziten Gründe. Manche Kapitel habe ich deswegen auch nur “überflogen”.

Aber denoch habe ich das Buch gerne gelesen. Es ist berührend, es ist lustig und es ist teilweise auch ein wenig herzerwärmend. Man möchte nach diesem Buch auf die Straße gehen und jeden Kater und jede Katze einmal feste drücken (Wohlwissend, dass die höchstwahrscheinlich nicht allzu große Lust darauf hätten). Nur einen kleinen Nachteil habe ich doch gefunden: Ständig wird die Katze als extrem arrogantes, egoistisches, abweisendes, menschen’verachtendes’ Wesen dargestellt. Anfangs war das ja teilweise noch lustig und nachvollziehbar. Katzen sind nunmal ihre eigenen Herren, aber ich kann und will mir nicht vorstellen, dass sie ihre Menschen manchmal so herablassend beurteilen. Das hat mir das Buch ein wenig zerstört.

Im Großen und Ganzen ist 111 Gründe für Katzen zu lieben für Katzenliebhaber und -besitzer auf jeden Fall empfehlenswert.

von Sally am Sonntag, 15 August, 2010 um 17:48 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , ,

» Dan Simmons – Terror

Geschrieben von Sally am Montag, 9 August, 2010 | 746 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: The Terror
Genre: History, Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2007
Seiten: 992
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453406131
Preis: 10,95€
Amazon

Inhalt: England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit – die »Terror« und die »Erebus« – auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte.

Rezension: Selten hat mich ein Buch so dermaßen in seinen Bann gezogen. Terror stellt an Spannung und Nervenkitzel alles in den Schatten, was ich jemals gelesen habe. Ich bin absolut beeindruckt…

1845 brechen zwei Schiffe, die HMS Erebus und die HMS Terror unter dem Kommando von Sir John Franklin auf, um die legendäre Nordwestpassage zu finden, die Europa mit Asien verbindet. 129 Männer begleiten die Expedition. Aber bald stecken die Schiffe an der Nordspitze der King-William-Island im Packeis fest, unfähig sich auch nur einen Meter zu bewegen und für die Männer beginnt eine eiskalte, ungewisse Zeit im Eis, meilenweit von Zivilisation und Rettung entfernt. Die Vorräte werden knapper, die Männer leiden an Skorbut und Erfrierungen. Fast 3 Jahre stecken sie fest, das Eis will und will sie nicht freigeben und die Offiziere müssen eine Entscheidung treffen: Das Schiff verlassen, sich durch Schnee, Eis und unbarmherzige Kälte schlagen, Tage, Wochen und Monate lang nur um auf eine minimale Chance zu hoffen gerettet zu werden, oder auf den Schiffen den sicheren Hungertod zu sterben? Aber sie sind nicht alleine auf dem Eis. Ein monströses Wesen, dem nichts anhaben kann ist immer in ihrer Nähe und dezimiert die Besatzung. Auf dem Eis sind die Männer ihr schutzlos ausgeliefert…

1845 brachen in der Tat zwei Schiffe auf um die Nordwestpassage zu finden und auch waren das die HMS Terror und die HMS Erebus unter dem Kommando von Sir John Franklin. Die beiden Schiffe wurden zuletzt in der Baffin Bay von zwei Walfängern gesehen, dann verschwanden sie. Jahre später fand man nur einige verstreute Leichen und kleinere Gegenstände der Expedition. Sowohl die Erebus, als auch die Terror sind verschollen, von der restlichen Mannschaft, Sir John Franklin und Kapitän Crozier hörte man nie wieder etwas. Dan Simmons beschreibt in Terror, was der Mannschaft möglicherweise passiert sein kann, wie sie über ihren Verbleib entschieden und wie sie letztendlich im Eis starben. Zu dieser soliden historisch belegten Geschichte kommt eine Portion Horror in Form eines monströsen Wesens hinzu, das um die beiden Schiffe herumschleicht und aus dem Nichts die Mannschaften angreift und sie so dezimiert. Dieser Mix aus History und Horror passt ausgesprochen gut zusammen. Das Buch hätte zwar auch ohne das Wesen und diese Art von Horror perfekt funktioniert, aber es setzt dem Buch und der Spannung noch eine kleine, glänzende Krone auf.

Terror ist aus unterschiedlichen Sichten geschrieben. Hauptsächlich begleitet man den Kapitän der HMS Terror, Kapitän Francis Crozier und den Wundarzt der HMS Erebus, Dr. Harry Goodsir, der die Ereignisse in sein Tagebuch einträgt. Aber auch andere Crewmitglieder kommen zu Wort. Durch diese Aufteilung ist der Leser immer mitten im Geschehen und lernt die unterschiedlichen Schichten der Crew und deren Ansichten kennen.

Dan Simmons hat ein Talent seine Bücher durchweg gut zu schreiben. Der Leser bekommt hautnah die unglaubliche Kälte an Deck und auf dem Eis mit, die Enge unter Deck, die Angst der Mannschaft vor dem Wesen und ihr Leid und Hilflosigkeit. Das Buch ist wirklich detailreich geschrieben, was manchen, vorallem an blutigen und ekeligen Stellen auf den Magen schlagen könnte, den Leser aber an gruseligen Stellen wirkliche Schauer über den Rücken jagen lässt.

Terror ist ein Buch für Leser, die gut recherchierte, gut geschriebene historische Bücher lieben und kein Problem mit marinehistorischen Fachbegriffen und Längenmaßen haben (Im hinteren Teil des Buches befindet sich ein kleines Lexikon). Auch mit dem Horrorteil des Buches sollten man sich arrangieren, wenngleich dieser Teil nicht unbedingt der Dominantere ist. Ein reines historisches Buch ist Terror nämlich nicht, aber dafür ist es von der ersten bis zur allerletzten Seite unglaublich spannend und lesenswert. Terror ist für mich dieses Jahr eine extrem wichtige Entdeckung und wird ganz sicher eine wichtige Rolle in meinen Jahresbüchern 2010 spielen.

von Sally am Montag, 9 August, 2010 um 14:03 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , ,

» Christoph Neumann – Darum nerven Japaner

Geschrieben von Sally am Sonntag, 8 August, 2010 | 654 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Darum nerven Japaner
Genre: Bericht, Humor
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 2006
Seiten: 169
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492245081
Preis: 7,00€
Amazon

Inhalt: Wußten Sie, daß ein japanischer Handelsvertreter an einem erfolgreichen Arbeitstag bis zu 50mal die Hausschuhe wechseln muß? Daß er mit diesen Hausschuhen aber nicht aufs Klo seiner Gastgeber darf? Und daß – sollte er in Strümpfen auf den Kacheln zu Schaden kommen – japanische Rettungssanitäter vor der Wohnnung erst die Schuhe ausziehen werden, bevor sie zur Wiederbelebung ansetzen?
Weitere witzige oder haarsträubende Sitten, Vorschriften, Verbote und Erscheinungen der japanischen Welt finden Sie in diesem Erlebnisbericht eines in Japan lebenden und leidenden Deutschen.

Rezension: Japan ist schon ein ganz interessantes Land. Das ist jedenfalls meine vorrangige Einstellung dazu. Großartig interessieren tue ich mich aber nicht dafür. Doch die ersten Seiten von Darum nerven Japaner, die ich in der Buchhandlung aus Jux gelesen habe haben mich doch angesprochen und mir Lust auf mehr gemacht.

Christoph Neumann beschreibt seine Erlebnisse im bunten und hecktischen Japan recht frei heraus, was er als Deutscher von den Regeln und den Umgangsformen hält und warum es für ihn manchmal wirklich schwer ist die Japaner ernst zu nehmen. Dabei bringt er den Leser an den japanischen Alltag heran und eröffnet ihm Sitten und Gebräuche, von denen man so möglicherweise noch nie, oder nur wenig gehört hat. Dicke, europäische “Lolitas”, die den ganzen Tag nur Mangas lesen und “japanisch lernen” können einem natürlich viel erzählen. Viel interessanter ist es aber schon so ein Buch, das in gewisserer Weise auch einen kleinen Vergleich in sich trägt von einem unparteiischen Auswanderer zu lesen.

Allerdings hat mir das Buch letztendlich nicht viel gebracht. Was am Anfang noch lustig ist und interessante Informationen mit sich bringt wandelt sich ab dem Mittelteil des Buches zu Erzählungen mit dem erhobenen Zeigefinger und manchmal kam es mir so vor als wollte der Autor sagen: “Um dies und jenes zu tun sind die Japaner leider zu introvertiert/höflich/engstirnig oder schlichtweg zu blöd”.

Ich hätte wirklich gerne mehr kurioses erfahren aus dem wirklichen japanischen Alltag, die es der Klappentext verspricht, aber Darum nerven Japaner fährt mit soetwas leider nur sperrlich und unsortiert auf. Und warum Japaner letztendlich nerven, das weiss ich immer noch nicht. Deswegen gibt es von mir nur zwei Sterne. Die Grundidee ist doch ganz gut, aber die Umsetzung hätte gelungener sein können.

von Sally am Sonntag, 8 August, 2010 um 22:55 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , ,

» Anne C. Voorhoeve – Liverpool Street

Geschrieben von Sally am Freitag, 30 Juli, 2010 | 1080 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Liverpool Street
Genre: Jugendbuch
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 2007
Seiten: 576
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3473582969
Preis: 8,95€
Amazon

Inhalt: Winter 1939. Ziska ist zehn Jahre alt, als sie mit dem Kindertransport ihre Heimatstadt Berlin verlässt. In London findet sie ein neues Zuhaue bei einer jüdisch-orthodoxen Familie. Auf Ziska warten eine fremde Familie, eine fremde Sprache, Heimweh, Ungewissheit und bald ein mörderischer Krieg – aber auch das Abenteuer ihres Lebens.

Rezension: Liverpool Street hat mich lange gefesselt. Dieses Buch musste ich einfach langsam lesen, in kleinen Happen, damit es mir nicht so schnell weggelesen wird, denn es ist einfach eine unglaublich überwältigende Geschichte. Fesselnd bis zur letzten Seite, emotional und vor Allem so gut geschrieben, dass man sich einfach irgendwie Zeit dafür nehmen muss, weil man sonst betrübt ist, dass es schon vorbei ist.

Franziska “Ziska” Mangold ist 10 Jahre alt, als ihre Mutter sie in den Kindertransport nach England schickt, damit wenigstens sie aus Deutschland heraus kommt, einem Land, in dem es den Juden 1939 langsam zu gefährlich wird. Das Ziska und ihre Familie schon seit Geneartionen evangelisch sind interessiert niemanden. Ihr Vater ist schon verschleppt worden, ihr Zuhause wurde ihnen genommen, nun soll wenigstens Ziska in Sicherheit gebracht werden. Gegen ihren Willen muss sich Ziska von ihrer Familie und ihren Freunden verabschiede, kommt Ziska in eine londoner Familie und erlebt dort die Kriegsjahre, lernt andere Menschen kennen, ein anderes Land und eine andere Sprache und muss mit der Unwissenheit leben, was ihrer Familie und ihren Freunden daheim in Deutschland wiederfährt.

Liverpool Street ist in erster Linie für ein Kinder- und Jugendbuch einfach extrem gut geschrieben und macht es einem eigentlich viel zu einfach es auf der Stelle in einem Rutsch durchzulesen. Hin und wieder habe ich mich gefühlt wie in einem Film. Ich habe das Buch nicht gelesen, ich habe es einfach irgendwie vor mir gesehen und das letztendlich nur, weil Anne Voorhoeve so verdammt gut schreiben kann. Die Geschichte hätte sterbenslangweilig sein können, mit diesem Erzählstil wäre auch eine langweilige Geschichte lesenswert gewesen.

Aber die Geschichte ist nunmal nicht langweilig. Zu keinster Zeit. Sie ist nicht mal auch nur ein kleines bisschen zu langatmig. Ich kann mich an keinen Absatz erinnern, in dem ich auch nur mal einen Satz ausgelassen habe. Liverpool Street kommt mit einer wunderbaren, authentischen Geschichte daher, die mich wirklich gefesselt hat. Neben den historischen Fakten, die größtenteils stimmen, und den Erzählungen über die Erlebnisse von Ziska bringt Voorhoeve den Lesern (Die in diesem Fall wohl am häufigsten Jugendliche sind) auch einiges aus der jüdischen Kultur und Religion nahe. Im Buch befindet sich im hinteren Teil sogar ein kleines Lexikon/Wörterbuch jüdischer Begriffe und Gebräuche. Das Buch ist also nicht nur besonders lesenswert, es bringt einem auch etwas bei *033*

In Liverpool Street bin ich wohl durch jede nur erdenkliche Emotion gegangen, von tief betrübt bis himmelhoch erfreut. Die sympathischen und gut ausgedachten Charaktere tun wohl ihren Teil dazu. Vorallem Ziska war mir sofort irgendwie ans Herz gewachsen und gerade bei einer solchen Schicksalserzählung ist das sehr wichtig.

Von mir gibt es 5 Sterne, die aber eigentlich auch schon wieder zu wenig sind um dieses Buch ausreichend zu bewerten. Liverpool Street ist einfach schlichtweg hervorragend und… ach, ich kann schreiben was ich will, aber niemals könnte ich irgendwie beschreiben wie gut dieses Buch letztendlich wirklich ist. Einfach lesen! Mir würde niemand einfallen, der das bereuen könnte.

von Sally am Freitag, 30 Juli, 2010 um 20:59 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , ,

» Krystyna Kuhn – Das Tal Season 1.1 Das Spiel

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 1 Juli, 2010 | 1633 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Das Tal Season 1 Das Spiel
Genre: Thriller, Jugendbuch
Reihe: Tal Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2010
Seiten: 264
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401064727
Preis: 9,95€
Amazon

Inhalt: Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen springt in der Dunkelheit in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl Angela Finder tatsächlich spurlos verschwunden ist. Aber sie kann nicht in den See gesprungen sein. Denn Angela sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl…

Rezension: Ich wurde ein bisschen “genappet” von den vielen guten Rezensionen und Meinungen in vielen Blogs, dem Marketing des Verlages, irgendwie auch ein wenig von dem Cover und naaatürlich sprach mich auch der Inhalt an. Dafür, das Das Tal: Das Spiel so plötzlich jeder toll fand ist es in meinen Augen doch irgendwie recht unspektakulär.

Die Geschwister Julia und Robert Frost treffen eine Woche zu spät zum ersten Semester auf dem Grace College mitten in der unwegigen Wildnis an und ziehen gleich in der ersten Nacht alle Aufmerksamkeit auf sich. Beiden ist das College und einige der Bewohner unheimlich und auch der See kommt ihnen nicht normal vor. Als dann eine Einweihungsparty für die neuen Schüler, den sogenannten Freshmen stattfindet passiert ein Unglück. Robert sieht wie ein Mädchen von einem Felsen in das eiskalte Wasser des Sees springt und nicht mehr auftaucht. Er und ein anderer Schüler versuchen das Mädchen zu retten, aber sie bleibt verschwunden. Man munkelt Robert hätte diese Geschichte nur erfunden und sei ein wenig durchgeknallt, aber dann ist tatsächlich in jener Nacht ein Mädchen verschwunden, aber sie konnte unmöglich von diesem Felsen gesprungen sein, sie war es nicht, die Robert gesehen hat, denn die Verschwundene ist an den Rollstuhl gefesselt…

Das Tal: Das Spiel hat etwas, das ich ja mal total hasse: Die typische Überprotagonistin. Julia Frost. Schön, unnahbar, hochbegabt, offenbar irgendwie arrogant und weil das ja noch nicht nervig genug ist kommt sie auch noch mit einer geheimnisvollen Vergangenheit um die Ecke Es ist immer wieder das Gleiche in Jugendbüchern. Warum kann die Protagonistin der nicht mal ganz normal sein? Sobald solche Protagonistinnen in Büchern auftauchen, die ich lese gibt es schonmal massiv Minuspunkte. Ich hasse solche Charaktere, sie nerven, sie sind mir höchst unsympathisch und mir ist total egal, was mit ihnen passiert, also kann ich nicht mit ihnen mitfiebern. Schade, dass Julia so eine sein musste. Was die anderen Charaktere in diesem Buch angeht ist es ähnlich. Sie, vorallem Debbie, Chris und Katie sind total überspitzt und beinahe unangenehm dargestellt. Sowas stört leider unglaublich.

Der Schreibstil von Frau Kuhn ist mir auch eher negativ aufgefallen. Es kommt mir so vor als hätte sie alles platt weggeschrieben. Ich habe mich als Leser nicht “angekommen” gefühlt am Grace College. Man erfährt ja praktisch gar nichts vom Alltag an diesem College und das  ist nicht gerade fesselnd. Ausserdem hat mich so manche ausdrucksweise und herangehensweise an die Geschichte genervt. Wörter wie College, Freshmen und Dean kann ich nicht mehr lesen und ausserdem schreit ständig irgendjemand, um Spannung zu erzeugen. Hat für mich nur leider nicht geklappt.

Das einzige was mir wirklich gefallen hat war die Story ansich. Sie war spannend und lesenswert und ich wollte auch wissen wie es weitergeht. Der sogenannte “Showdown” war nicht so showmäßig und leider auch kein würdiger Abschluss für dieses Buch, aber es “passt schon” irgendwie.

Von mir gibt es für Das Tal: Das Spiel nur 2 von 5 Sternen. Ganz überzeugt hat es mich nicht, manchmal hat es mich sogar unglaublich genervt. Ob ich die Reihe weiterverfolgen will weiss ich noch nicht. Einerseits interessiert es mich wie es weitergeht, aber andererseits hab ich wirklich keine Lust mich weiterhin mit Julia Frost zu quälen… Gute Chancen hätte der zweite Teil allerdings als Frustkauf *033*

von Sally am Donnerstag, 1 Juli, 2010 um 23:33 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , , ,

» Kim Harrison – Blutlied

Geschrieben von Sally am Samstag, 26 Juni, 2010 | 692 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: For A Few Demons More
Genre: Thriller, Krimi, Horror, Fantasy
Reihe:Rachel Morgan Serie/Hollows Series Band: 5
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2009
Seiten: 768
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453524729
Preis: 14,00€
Amazon

Inhalt: Rachel ist nach wie vor im Besitz des “Fokus”, des uralten, geheimnissvollen Artefakts der Werwölfe und scheint damit Ärger magisch anzuziehen. Doch konkurrierende Werwolfrudel sind nicht ihr einziges Problem: Mit ihrem Pixiepartner Jenks schlägt sich Rachel ebenso mit ihrem Lieblingsfeind Trend Kalamack und Meistervampir Piscary herum, die ebenfalls hinter dem magischen Gegenstand her zu sein scheinen. Zudem zieht ein Serienmörder seine blutiege Spur durch Cincinnati und Rachels guter Freund und Alpha-Werwolf David wird zum Hauptverdächtigen…

Rezension: Ich will mich kurz fassen. Es hat sich ja nicht viel geändert seit den vorangegangenen Bänden und ich will mich nicht immer wiederholen. Rachel ist wieder in Schwierigkeiten, hat Stress und Ärger mit den der I.S., dem FIB, den Werwölfen, den Vampiren (Jedenfalls denen der Camarilla um Piscary), Ivy und ihrer Freundin Skimmer, dem Dämon Algaliarept und dessen Artgenossen Newt und Minias und meinem allerliebsten Feind Rachels Trend Kallamack und Gefolge.

Blutlied hat mir wie die Vorgänger wieder extrem gut gefallen. Diesmal setzt Kim Harrison ein wenig darauf die Beziehungen aller Charaktere zu verknüpfen und dringt ein bisschen weiter ein in deren Leben und hat mich als Leser wiedermal gnadenlos an das Buch gefesselt. Wird wohl nicht mehr so lange dauern bis ich Band 6 lese…aber es fängt schon an wie bei Harry Potter zu werden: “Was zum Wandel mache ich, wenn diese Reihe mal zu ende sein sollte?” *055*

von Sally am Samstag, 26 Juni, 2010 um 20:08 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , , , , , ,


Seite 7 von 19« First...45678910...15...Last »