» David Safier – Mieses Karma

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Originaltitel: Mieses Karma
Genre: Erzählung
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2008
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499244551
Inhalt: Die Moderatorin Kim Lange erlebt einen Tag des Triumphes: Sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt sie, dass sie in ihrem Leben viel zu viel mieses Karma gesammelt hat – und bekommt prompt die Rechnung präsentiert. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, hat zwei Fühler, sechs Beine und einen überproportional großen Hinterleib: Sie ist eine Ameise! Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Doch als Ameise ist sie machtlos. Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!
Rezension: “Mieses Karma” ist wirklich ein ganz süßes Buch für zwischendurch. Darauf aufmerksam wurde ich, als ich mal in einer Buchhandlung ein Gespräch zwischen zwei Frauen zufällig mitbekam (=belauschte), die sich über ein Buch unterhielten, in dem es um eine Frau geht, die als Ameise wiedergeboren wird. Keiner von Beiden wusste den Titel. Mist. Hätte mich da schon interessiert.
Zufällig hielt mein Mann mir einige Wochen später aber das Buch unter die Nase und da hab ich mich an das Gespräch zurückerinnert. Zack, da war “Mieses Karma” gekauft.
Direkt am selben Tag fing ich damit an und kam ungefähr zu der Stelle, wo die Protagonistin Kim Lange von dem Trümmerteil erschlagen wurde. Bis dahin hat mich das Buch genervt und es war langweilig. Also wanderte es leider schnell wieder ins Regal, bis ich ein Buch für zwischendurch brauchte. Also musste es wieder her und sobald Kim dann wiedergeboren wird beginnt das Buch wirklich Spaß zu machen.
David Safier hat eine schöne Art zu Schreiben. Er versucht Gott sei Dank nicht sein Buch übermäßig lustig zu machen und so kommen die kleinen, aber feinen Gags nicht so gezwungen rüber, wie bei vielen Büchern dieses Genres. Charaktertechnisch hat er es mit Kim Lange gut getroffen, sie erscheint durchweg unsympathisch und das soll sie wohl auch sein (Warum sonst sollte sie soviel schlechtes Karma haben, dass sie als Ameise wiedergeboren wird?). All die anderen Charaktere sind “nett”, akzeptabel. Sie sind halt einfach “da”.
Das Ende ist der Punkt wo ich ganze zwei Sterne abziehen muss. Also bitte. Das Buch hat sicher das schmierigste und schmalzigste Happy End, das es nur geben kann. Es wirkte auf mich eher wie “Ich brauche nun unbedingt ein Ende und klatsche einfach mal was hin”.
“Mieses Karma” ist amüsant und köstliches Buch für zwischendurch, das nach der Beendigung sicher für 5 Minuten zum Nachdenken anregt, aber eine große Meisterleistung ist es auch nicht.
» Stephenie Meyer – Biss zum Morgengrauen

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Originaltitel: Twilight
Genre: Fantasy, Romance, Jugend
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seiten: 512 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3551356901
Inhalt: Eigentlich ist Isabella Swan nur ungern nach Forks zurückgekommen. In der verregneten US-Kleinstadt scheint nur selten die Sonne, das Leben ist langweilig — und der Ort steht eigentlich für eine Zeit, die sie hinter sich zu lassen gehofft hatte. Aus Forks war ihre Mutter mit ihr als Säugling ins geliebte Phoenix geflohen, und in Forks hatte sie Jahr für Jahr ein paar Wochen Urlaub bei ihrem Vater machen müssen, bis sie 14 war. In den letzten drei Jahren hatte sich Charlie, ihr Vater, dann aufgerafft, mit ihr in Kalifornien Urlaub zu machen. Jetzt geht Isabella zurück nach Forks
Die Schrecken sind berechtigt, und das, obwohl (und gerade weil) die verschlafene Kleinstadt plötzlich einen ganz eigenartigen Zauber bekommt. Das liegt weniger an dem grünen Auto, dass Charlie Isabella schenkt und das sie trotz seines Alters gleich ins Herz schließt. Das liegt vor allem an Edward, der sie durch seine rätselhafte Art in ihren Bann zieht. Warum nur, denkt sich Isabella, lebt Edward an einem Ort, an dem die Sonne so selten scheint? Bald wird sie es erfahren. Denn Edward ist ein Vampir, der nach ihrem Blut dürstet. Aber Isabella kann nicht fliehen. Längst ist sie dem Mann bedingungslos ausgeliefert …
Rezension: Ich wollte ja eigentlich gar nicht. Die Biss-Reihe hat mich überhaupt nicht interessiert, aber als dann der Film ins Kino kam wurde ich ja schon etwas neugierig und ausserdem geht beim Film gucken nicht so viel Zeit drauf, in der man ein anderes gutes Buch lesen könnte. Der Film hat mir wohl gefallen, also habe ich mich auch an das Buch gewagt, nämlich als Taschenbuch. Als Hardcover hätte ich es mir nicht gekauft.
Geschrieben ist Biss zum Morgengrauen wirklich langweilig. Der Schreibstil ist kein bisschen ansprechend, oder spannungsaufbauend. Manchmal war es wirklich eine Qual die nächste Seite aufzuschlagen. Ausserdem wiederholt sich Stephenie Meyer ziemlich oft mit ihren Ausdrücken, so hab ich zum Beispiel ziemlich oft gehört, dass Person A von Person B so weit entfernt saß, wie es der Raum zuließ. Irgendwie war das schon Hypnotisierend und hat genervt.
Ich wäre im Buch wohl nicht allzuweit gekommen, wenn ich nicht gerade in der Stimmung gewesen wäre etwas über ein junges Mädchen und den amerikanischen Schulalltag zu lesen. Die Sache mit Edward war da nebensächlich. Ich hab sogar ziemlich viel von dem schmalzigen Gesülze der Beiden überlesen und hatte letztendlich nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Für Teenies ist das bestimmt schon was ganz tolles. Mir hat es eher mittelmäßig gefallen, aber ich werd die Reihe trotzdem bis zum Ende verfolgen, allerdings wohl nicht in Buchform
» Clare Clark – Der Apotheker

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Originaltitel: The Nature Of Monsters
Genre: History, Thriller
Erscheinungsdatum: 5. Januar 2009
Seiten: 447 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453433564
Inhalt: London, 1718. Eliza lebt mit ihrer Mutter, einer Kräuterheilerin, auf einem Dorf im ländlichen England. Dort würde ihre Schwangerschaft sofort einen Skandal heraufbeschwören. Deshalb wird sie von ihrer Mutter nach London geschickt, wo ein Apotheker namens Black sie als Hausmädchen aufnimmt. Eliza erhofft sich von Black eine Lösung für ihr „kleines Problem“. Sie ahnt nicht, dass der geheimnisvolle, stets mit einem Schleier verhüllte Hausherr ganz andere Pläne mit ihr hat. Eliza kommt ihm sehr gelegen für seine Experimente, die ihm, so hofft er, endlich Anerkennung als Wissenschaftler verschaffen. Als Eliza schließlich erkennt, welches Geheimnis der Apotheker wirklich hütet, ist es für sie schon fast zu spät.
Rezension: “Der Apotheker”, mein kleiner Frustkauf. Mein kleiner überraschender Frustkauf. Das Buch hat alles was ein History-Fan haben muss. Das dreckige, stinkende London des 18. Jahrhunderts, in dem einem sogar die Haare vom Kopf geklaut werden. Die verstauben Ansichten der Menschen damals, bei denen man heute den Kopf schütteln würde. Endlich mal eine Protagonistin, die nicht wunderschön und reich und begehrenswert ist, sondern verzweifelt das Kind hasst, das in ihr heranwächst und alles dafür tut um es los zu werden. “Der Apotheker” ist ein historischer Roman, wie man ihn eben einfach haben möchte.
Ich weiss nicht warum, aber ich kann irgendwie nicht viel zu diesem Buch sagen. Es hat mir gut gefallen, die Charaktäre waren wundervoll ausgeschrieben und der Schreibstil war ansprechend. Allerdings nervte mich Eliza zwischendurch doch arg, wenn sie Mary, das geistig zurückgebliebene und entstellte Hausmädchen des Apothekers beleidigte oder ihr sogar wehtat, nur, weil Eliza gerade einen schlechten Tag hatte.
Ich gebe dem Buch vier Sterne. Ich hatte Spaß daran es zu lesen, aber für mich war es dann letztendlich doch “nur” eine kleine Geschichte…
» Charlotte Lyne – Die zwölfte Nacht

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Originaltitel: Die Zwölfte Nacht
Genre: History
Erscheinungsdatum: 15. August 2008
Seiten: 670 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442367177
Inhalt: Die letzte Gemahlin von Heinrich dem VIII. …
In den Wirren der Reformation in England kämpft eine starke junge Frau um Glück, Freiheit und die Liebe ihres Lebens!
England im 16. Jahrhundert. Die junge Catherine Parr hat zwei Herzenswünsche: Sie will eines Tages ein Buch schreiben – ein für eine Frau undenkbares Vorhaben! Und sie will Tom Seymour, ihren Freund aus Kindertagen, heiraten. Doch alles kommt ganz anders: Am Hof Heinrichs des VIII. geraten Catherine und ihr Liebster in den Strudel einer stürmischen Zeit. Freie Geister leben gefährlich in dieser Ära dramatischen Wandels, und so muss Catherine mit Klugheit und Geschick darum kämpfen, sich und Tom vor Kerker und Fallbeil zu bewahren
Rezension: Ah, was für ein wundervoller Start ins Lesejahr 2009. Das Buch bekam ich zum Büchertreffwichteln von Kali, die mir damit endlich den langersehnten Tritt gegeben hat, der mich dazu verleitete mit den Tudor-Büchern anzufangen und ein Anfangs-Buch kann eigentlich nicht besser sein.
Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit der Ausdrucksweise von Charlotte Lyne. Manches musste ich nochmal stirnrunzelnd lesen, weil ich es absolut nicht kapiert hab. Habe mich erst richtig dumm gefühlt, aber das war schlichtweg eine Sache des Einlesens, immerhin hab ich vorher ja auch eher “schlichtere Lektüre” gelesen Irgendwann jedoch hatte die Ausdrucksweise auf jeder Seite etwas erhabenes, was super zur Thematik und zum Buch selber passte. Das ist mir schonmal ein Stern wert.
Ich konnte nach dem ersten Kapitel nicht mehr aufhören zu lesen und verschlang alles wie wild. Manchmal musste ich zwar trotz des Personenregisters im hinteren Teil mit dem Laptop neben mir lesen, um mal zu googeln oder Wikipedia zu befragen, aber dadurch lernt man ja auch und gelernt hab ich bei dem Buch einiges. Mein Schatz hat in letzter Zeit kaum noch was anderes von mir gehört als Tudors, Tudors, Tudors.
Ganz begeistert war ich auch von der “Gestaltung” der Charaktäre, obgleich sie ja alles wirklich existiert haben. Personen die ich schon “kannte” habe ich mit “Die zwölfte Nacht” noch einmal neu kennengelernt. Manche waren mir im Nachhinein sympathischer, andere nicht.
Das einzige kleine Minus war, dass es zwischendurch trotz der Spannung auch mal etwas todlangweiliges zu lesen gab. Das macht das Buch aber nicht schlechter. Ich will mal einen Autor sehen, der die Spannung konstant halten kann.
Zur Autorin selber möchte ich sagen, dass sie eine sehr nette Person ist, die sogar meine Liebe zu Portsmouth teilt, aber mich die H.M.S. Victory nicht kapern lässt
Menno (Desswegen zieh ich nur ausnahmsweise mal keinen Stern ab
) Es war wirklich sehr interessant von ihr im Büchertreff zu lesen und ich freue mich auf noch mehr davon
Zum Schluss wollte ich das Buch gar nicht mehr zuende lesen. Ich hatte ein bisschen Angst davor, dass es zuende ist, aber Charlotte Lyne hat ja noch andere Romane geschrieben





