Archiv der Kategorie ‘Buchrezensionen’

» Michael Green – Stunde Null

Geschrieben von Sally am Montag, 26 Oktober, 2009 | 1173 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Blood Line
Genre: Endzeit, Thriller
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 17. September 2009
Seiten: 448 Seiten
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3785760154
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Inhalt: Für Mark Chatfield und seine Frau ist es ein gewöhnlicher Flug. Sie sind auf der Heimreise nach Neuseeland. Doch an Bord geschehen seltsame Dinge: Einige Mitglieder der Crew scheinen krank zu sein. Auch Marks Frau leidet an den gleichen Symptomen. Als das Flugzeug landet, umstellen Soldaten die Maschine und nehmen die Passagiere in Gewahrsam. Nur Mark bleibt auf seinem Platz. Er hält seine Frau in den Armen. Sie ist tot. Aus ihrer Nase und ihren Ohren rinnt Blut. Mark verbringt mit den anderen Passagieren die nächsten Wochen in Quarantäne und muss mitansehen, wie einer nach dem anderen an der seltsamen Krankheit stirbt. Nur Mark und seine Kinder scheinen immun zu sein. Die Krankheit verbreitet sich in einer Pandemie über den Globus und löscht die gesamte Menschheit aus. Mark ist bald alleine auf einer entvölkerten Erde. Auf der Suche nach Überlebenden entdeckt er etwas, das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt.

Rezension: Im Moment lese ich sehr gerne Endzeitromane und Stunde Null hat mich wegen seines Klappentextes besonders angesprochen, also habe ich es mir direkt bei meiner nächsten Amazonbestellung mitbestellt und gleich angefangen zu lesen.

Das Buch beginnt direkt in der Handlung, ohne sich viel an einer möglichen Vorgeschichte aufzuhalten. Mark Chatfield und seine Frau Helen sind auf dem Weg von England nach Neuseeland. Sie und einige andere Passagiere leiden unter einer mysteriösen Krankheit. Noch bevor das Flugzeug landet sind einige von ihnen tot, auch Helen. Mark und die überlebenden Passagiere werden auf dem gesperrten Flughafen festgehalten und überwacht. Ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt ist ein Fernseher, über den sie die Nachrichten verfolgen. Nach und nach sterben die verbliebenen Passagiere und auch ihre Bewacher werden weniger. Mark gelingt die Flucht und findet sich in einem Neuseeland wieder, in dem die Menschen nach und nach an dieser Grippe sterben und bald sind er und seine Familie ganz alleine.

Das Buch wäre mit Sicherheit besser gewesen, wenn der Schreibstil von Michael Green ein wenig ausschmückender und emotionaler wäre. Manchmal kam mir das Buch nämlich vor wie das Tagebuch eines 13jährigen. Es spart an Details und an Emotion, aber gott sei dank spart es nicht an Logik. Die Verbreitung des Super-SARS Virusses ist ziemlich realistisch. Mit einer Inkubationszeit von 3 Wochen und der Ansteckung schon alleine durch die ausgeatmete Luft eines Erkrankten lassen das Szenario realistischer erscheinen als so mancher tödlicher Virus, der einfach plötzlich da war, wie es in recht vielen Endzeitromanen mit diesem Hintergrund ist. Logisch sind auch endlich die Handlungen der Personen. Wäre ich in ihrer Situation und müsste weg von der verbleibenden Zivilisation, die verrückt wird und alles und jeden plündert und ermordet, würde ich meine Vorräte und meine Familie schnappen, ein Segelboot suchen und erstmal vor der Küste die Sache aussitzen. Genau das machen auch die Protagonisten dieses Buches und das gefällt mir.

Stunde Null wäre rundum perfekt gewesen, käme man nicht zu dem Teil, der auf dem Klappentext als etwas “das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt” bezeichnet wird. Das, was Mark und seinen Sohn Steven nämlich erwartet ist ganz und gar nicht schlimmer als das Super-SARS Virus, sondern bietet ihnen und vielen anderen Menschen die Möglichkeit zu überleben, gut zu Überleben, mit viel Nahrung, Unterkunft und in gewisser Weise auch Sicherheit. Ich hätte mir jedenfalls was anderes unter “etwas das selbst die tödliche Krankheit in den Schatten stellt” vorgestellt. Für diese große Enttäuschung ziehe ich dem Buch 2 Sterne ab. Man hätte sowas tolles daraus machen können und hat es verbockt. Denoch ist der Anfang sehr lesenswert.

Wenn man nicht besonders viel erwartet ist Stunde Null ein gutes Buch für Endzeitfans und vielleicht auch was für Neulinge, da dieses Buch so gar nicht blutig oder brutal ist, gut, die Brutalität ist mit Sicherheit schon da, aber sie wird in keinster Weise beschrieben. Ich würde Stunde Null als Kuschelendzeit beschreiben.

von Sally am Montag, 26 Oktober, 2009 um 11:51 Uhr
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» Erin Hunter – Warrior Cats: In die Wildnis

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 21 Oktober, 2009 | 2395 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Warrior Cats: Into the Wild
Genre: Kinderbuch, Fantasy
Reihe: Warrior Cats Reihe Band: 1
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 2008
Seiten: 299 Seiten
Verlag: Beltz
ISBN: 978-3407810410
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Inhalt: Ein Wald. Vier Clans. Und alle wollen überleben.Jenseits der Menschen, tief verborgen im Wald, leben die Katzen der Clans wild und ungezähmt. Feuerpfote, der seine Zweibeiner verließ, um sich dem DonnerClan anzuschließen, genießt das stürmische Leben des Waldes in vollen Zügen. Seite an Seite mit den wilden Katzen lernt er zu jagen, seine Instinkte zu gebrauchen, er lernt den Wald zu hören und seine Feinde zu riechen. Doch das Leben stellt ihn auch immer wieder auf die Probe, denn der Platz ist eng, das Futter knapp. Blaustern, die Königin des DonnerClans, hat Zweifel, ob es der Clan schaffen wird, bis zur Blattfrische zu überleben. Da erfährt Feuerpfote von der Prophezeiung: Nur Feuer kann den Clan retten! Was hat diese Prophezeiung zu bedeuten?

Rezension: Der erste Teil von Warrior Cats siecht schon einige Zeit in meinem Regal dahin. Oft wollte ich es lesen und dann hab ich es wieder vergessen, aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen.

Erin Hunter sind genaugenommen 3 Personen. Kate Cary, Cherith Baldry und Victoria Holmes schreiben und denken sich die Geschichten über die Katzen Clans aus. Warrior Cats ist eine Reihe, und zwar eine ziemlich lange Reihe. Während in Deutschland aus der ersten Staffel bereits 5 von 6 Büchern erschienen sind, gibt es in England noch einige Staffeln und Bücher mehr. Die gesamte Liste gibt es auf wikipedia oder auf der offiziellen Wiki Seite der Warrior Cats.

Ich weiss nicht warum, aber ich wollte dieses Buch unbedingt mögen, auch, wenn ich noch nicht einen Satz daraus gelesen habe. Ich war natürlich entsprechend ein wenig enttäuscht, als ich das Buch anfing und es nicht ganz so war, wie ich es mir gewünscht habe. Die Hauskatze Sammy tauscht recht schnell sein angenehmes Zuhause durch das Leben im Wald, beim DonnerClan aus. Ich hätte Sammy sehr gerne am Anfang richtig kennengelernt. Mich interessierte wo er her kam, wie er zu seinen Menschen kam und vorallem, was er so erlebt hat, bevor er in den Wald ging. Aber davon erfährt man leider nichts.

Der Schreibstil des Buches ist natürlich für ältere Kinder gemacht, also hat man da nicht so viel zu erwarten. Dafür werden aber die Umgebung und vorallem die Katzen genauer beschrieben, was natürlich recht hilfreich ist. Wäre das Buch kein Kinderbuch, würd ich einen Stern wegen der Sprache abziehen, aber da es nunmal eins ist lasse ich das.

Die Katzen selber sind einigermaßen naturgetreu dargestellt. Sie tun Sachen, die man von den eigenen Hauskatzen zuhause auch kennt. Das finde ich für ein solches Buch sehr wichtig. Ich mag es nicht, wenn Tiere in Tiergeschichten nicht naturgetreu sind  und sie zB. auf zwei Beinen laufen, obwohl sie es normalerweise auf vier tun. Gerade auch für ein Kinderbuch ist es sehr wichtig, dass Tiere dargestellt werden wie Tiere und das schaffen Erin Hunter mit ihren Warrior Cats sehr gut. Ob es jetzt derartige Clans wilder Katzen in den Wäldern gibt würd ich nicht behaupten, aber da wir zuhause selber Katzen haben, die alleine in unserem Wald hinter dem Haus aufgewachsen sind und nun noch immer zusammen herumstreifen und natürlich auch jagen gehen würde ich es auch nicht ausschließen.

Die Geschichte selber ist fesselnd, auch wenn der Anfang etwas holprig ist. Ich bin mir sicher, dass es in den folgenden Büchern noch spannender wird. Die ersten Bände von Reihen halten sich ja manchmal ein wenig mit Erklärungen auf, in Folgebänden kann der Autor einfach drauf losschreiben und kann auf der selben Anzahl Seiten mehr Handlung einbauen. Aber das wird sich dann mit dem zweiten Band Feuer und Eis zeigen.

Die Warrior Cats sind perfekt für Menschen, die gerne auch mal Kinderbücher lesen und Katzenvernarrt sind. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen. Band 2 steht bereits in meinem Regal und wird bald gelesen.

von Sally am Mittwoch, 21 Oktober, 2009 um 14:08 Uhr
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» Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen

Geschrieben von Sally am Dienstag, 20 Oktober, 2009 | 1037 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: A Thousand Splendid Suns
Genre: Erzählung, Drama
Reihe: / Band: /
Auflage: 7. Auflage
Erscheinungsdatum: April 2009
Seiten: 381 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
ISBN: 978-3833305894
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Inhalt: Als Mariam dem Schuhmacher Raschid zur Frau gegeben wird, ist sie gerade fünfzehn, dreißig Jahre jünger als ihr Mann. Die uneheliche Tochter eines Kinobesitzers ist isoliert auf dem Lande aufgewachsen, und auch das Leben als Ehefrau des launischen Raschid in der afghanischen Hauptstadt Kabul hält für sie nicht viel Gutes bereit. Lange Jahre der Unterdrückung und des Leidens gehen ins Land, bis Raschid eine zweite Frau heiratet, ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft. Mit Laila und ihren Kindern verändert sich das Leben von Mariam auf eine Weise, wie sie es sich nie erträumt hätte.

Rezension: Tausend strahlende Sonnen ist mein erstes Buch von Hosseini. Viel habe ich über seinen ersten Roman Drachenläufer gehört, aber interessiert hat mich das Buch nicht, die Geschichte zu Tausend strahlende Sonnen hingegen ist eher nach meinem Geschmack. Ich finde es sehr interessant in eine fremde Kultur hineinsehen zu können, auch, wenn es die berührende zweier Frauen mit einem schweren Schicksal ist.

Man findet recht einfach in das Buch herein. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich leicht lesen. Etwas genervt haben mich allerdings die Farsi-Wörter, die gut und gerne im kompletten Buch benutzt werden. Die haben mich etwas abgelenkt.

Die Geschichte ist einmalig und sehr mitreißend. Vorallem Mariams Schicksal hat mich sehr berührt. Leila hingegen hat mich manchmal genervt und ihre Geschichte, im zweiten Teil des Buches fand ich hin und wieder auch sehr langweilig. Ihre Liebesgeschichte mit Tarik und ihr Leben bei ihren Eltern hat mich nicht großartig interessiert und manches habe ich auch überlesen. Nach diesem kleinen Hänger wird das Buch im dritten Teil wieder sehr spannend.

Parallel zu Leilas und Mariams Geschichte wird einiges aus der Vergangenheit Afghanistans erzählt, manches auch wieder weniger spannend, so dass ich das auch manchmal einfach überlesen habe. Sollte man vielleicht nicht tun, aber es hat mich eben einfach gar nicht interessiert.

Alles in Allem gebe ich dem Buch aber dennoch 4 Sterne, weil es ein wirklich Gutes ist, dass man unbedingt gelesen haben muss.

von Sally am Dienstag, 20 Oktober, 2009 um 23:11 Uhr
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» Vicki Myron – Dewey und ich

Geschrieben von Sally am Sonntag, 11 Oktober, 2009 | 1129 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Dewey The Small-Town Library Cat Who Touched the World
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 24. August 2009
Seiten: 384 Seiten
Verlag: Page&Turner
ISBN: 978-3442203338
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Inhalt: Als Vicki Myron an einem kalten Januarmorgen die Tür der Stadtbücherei von Spencer, Iowa, aufschließt, nimmt sie ein sonderbares Geräusch wahr. Bei genauerem Hinhören glaubt sie ein Miauen zu erkennen, das aus dem Kasten für zurückgegebene Bücher dringt. Und tatsächlich findet die Bibliothekarin zu ihrer großen Überraschung zwischen Klassikern und Liebesromanen ein halb erfrorenes Katzenjunges mit struppigem Fell. Vicki und ihre Kollegen kümmern sich um das kleine Tier, wärmen es und geben ihm zu fressen. Damit ist das Kätzchen, das sich bald als Kater entpuppt und den Namen Dewey erhält, adoptiert. Dewey offenbart schon rasch seine ungewöhnliche Wirkung auf Menschen: Er tröstet verzweifelte Einwohner, er heitert die Angestellten auf, indem er mit ihnen Verstecken spielt, er bringt traurige Kinder zum Lachen. Schnell spricht sich die Geschichte des einfühlsamen Katers herum, bis schließlich Fernsehteams aus der ganzen Welt anreisen. Als Dewey im Winter 2006 im stolzen Katzenalter von 19 Jahren stirbt, ist er eine internationale Berühmtheit. Und die Begeisterung für den außergewöhnlichen Kater ist ungebrochen.

Rezension: Ich hatte mich auf eine angenehme, berührende Katzengeschichte a la Marley & ich gefreut. Ich bekam ein unglaublich langweiliges und alles andere als mitreißende Buch.

Die Geschichte rund um die Bibliothekskatze Dewey, die in einer kalten Januarnacht in der Bücherrückgabeklappe ausgesetzt und von Vicki, einer Mitarbeiterin der Bibliothek gefunden wird. Tragisch und Traurig, aber auf kein Einzelfall. Dewey bleibt in der Bibliothek, ganze 19 Jahre lang und erlebt dort viele Dinge erlebt, die nicht jede Katze erleben kann. Allerdings, muss ich sagen ist das nichts besonderes. In Dewey und ich wird allerdings zum Leidwesen des Buches nicht nur über Dewey erzählt, sondern auch viel über Spencer, der Stadt in Iowa, in der Deweys Bibliothek steht. Total langweilig. Hab ich alles überlesen und verpasst hab ich auch nichts.

Was mich in diesem Buch auch sehr geärgert hat war, dass Dewey teilweise wirklich nicht besonders nett von den Mitarbeitern der Bibliothek behandelt wurde. Für mich ist es absolut nicht akzeptabel ein sauberes Tier wie eine Katze öfter zu baden und das, obwohl die Katze sich mit Krallen und Zähnen dagegen wehrt. Gut, ich weiss, dass das Tierschutzgesetz und die artgerechte Haltung von Tieren in Amerika wirklich sehr hinterwäldlerisch ist und man da in dieser Richtung absolut nichts zu erwarten hat, aber dennoch ärgert mich das einfach unglaublich.

Der Schreibstil des Buches hat mich auch nicht angesprochen. Es lies sich einfach langweilig und motivierte überhaupt nicht zum Weiterlesen. Platt und uninteressant. Ich hatte mir wenigstens 2 emotionale Szenen in diesem Buch vorgestellt. Einmal natürlich die Szene, in der man den kleinen, abgemagerten und halb erforenen Kater Dewey in der Bücherrückgabeklappe findet und der Schluss, in dem Dewey stirbt. Man würde meinen, dass diese Szenen höchst emotional werden, aber von wegen. Diese Sachen wurden einfach so abgehandelt, ohne jegliche Emotion in meinen Augen. Finde ich sehr schade, denn das hätte dem Buch noch etwas mehr Leben eingehaucht.

Letztendlich bekommt das Buch von mir nur einen Stern für die letztendlich schon schöne, aussergewöhnliche Geschichte, die allerdings mieserabel erzählt ist. Nicht mal die Bilder vor jedem Kapitel konnten das Buch retten. Die Bilder sehen nämlich auch nach nichts aus. Sehr schade, wie ich finde…

Das Buch empfehle ich niemandem. Nicht mal fanatischen Katzenliebhabern. Da gibt es weitaus bessere Katzenbücher, als Dewey und ich.

von Sally am Sonntag, 11 Oktober, 2009 um 22:28 Uhr
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» Michael Jentzsch & Benjamin Kwato Zahn – Blutsbrüder

Geschrieben von Sally am Freitag, 9 Oktober, 2009 | 2057 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Blutsbrüder – Unsere Freundschaft in Liberia
Genre: Biographie, Erzählung
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: September 2009
Seiten: 300 Seiten
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3404616565
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Inhalt: Liberia soll seine neue Heimat sein. Was erwartet den achtjährigen Michael in dem fremden Land, wo seine Eltern als Missionare arbeiten? Kurz nach seiner Ankunft trifft er den afrikanischen Jungen Ben. Auf Anhieb verstehen sie sich blind. Als der Bürgerkrieg ausbricht, muss Michael zurück nach Deutschland. Was geschieht mit dieser einzigartigen Freundschaft, wenn einer sicher aufwächst – und der andere mit ansehen muss, wie die eigene Familie grausam ermordet wird?

Rezension: Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn stellten ihre Geschichte und ihr Buch vor ein paar Tagen bei Stern TV vor. Sie haben mich sofort fasziniert und ich wollte dieses Buch unbedingt. Gekauft und gelesen war es dann schnell.

Es ist schon eine unglaubliche Geschichte. Der Sohn eines deutschen Missionars und ein Einheimischer lernen sich in Liberia kennen und sind fortan unzertrennlich, bis der Krieg sie auseinander reißt und sie 14 Jahre lang ohne Gewissheit ob der andere noch lebt voneinander getrennt sind. Der Eine versucht in Deutschland ein neues Leben anzufangen, der Andere kämpft in Liberia um sein Leben. Mich hat diese Geschichte gleichzeit sehr berührt und vorallem auch geschockt. Zahns Schilderung seiner 14 Jahre während des Bürgerkrieges in Liberia sind erschreckend brutal.

Ich habe mich während des Lesens ständig gefragt, wie man einem Land helfen könnte, dass sich selbst nicht helfen kann. In dem die Bürger sich gegenseitig aus Spaß und Frust töten und nur sehr kleine Gruppen zusammen halten. Was kann man gegen Menschen tun, die durch ihr eigenes Land gehen und gezielt nach schwangeren Frauen suchen um ein Spiel daraus zu machen zu erraten, welches Geschlecht das Baby haben könnte, nur um diese Frau zu überwältigen und ihr das Kind aus dem Leib zu schneiden, die sich gegenseitig verachten und ermorden. Und was soll ein einzelner Bürger dieses Landes tun? Er kann einfach nur hoffen zu überleben…

Die Erzählung der Beiden, die sich gegenseitig mit ihren Geschichten abwechseln ist gut und angenehm geschrieben. Vorallem kauft man ihnen ihre Erlebnisse auch ab. Es ist einfach sehr ehrlich.

Das Buch sollte man auf jeden Fall mal gelesen haben. Es ist eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft und Trennung, mit einem Wiedersehen, das mir auch ein bisschen die Trägnen in die Augen trieb. Aber das Buch ist auch die Geschichte eines jungen Mannes in den Wirrungen des Liberianischen Bürderkrieges. Traurig, schockierend aber eigentlich auch wunderschön…

Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn sind am Sonntag übrigens in Augustfehn und stellen dort ihr Buch vor…da werd ich aber sowas von mit dabei sein *045*

von Sally am Freitag, 9 Oktober, 2009 um 22:03 Uhr
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» Jilliane Hoffman – Cupido

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 8 Oktober, 2009 | 1106 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Retribution
Genre: Thriller
Reihe: / Band: /
Auflage: 35. Auflage
Erscheinungsdatum: August 2009
Seiten: 476 Seiten
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499239663
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Inhalt: Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet …
C. J. ist Staatsanwältin in Miami, und sie ist ein As. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird. Weil C. J. die Beste ist, betraut man sie mit der Anklage. Aber als ihr der Mann vorgeführt wird, den sie im Polizeijargon Cupido nennen, ist sie wie gelähmt. Es besteht kein Zweifel: ihr gegenüber sitzt der Mann, der sie vor 12 Jahren eine ganze, entsetzliche Nacht lang gefoltert und vergewaltigt hat. Wider alle Vernunft will C. J. nur eins: Vergeltung. Dabei vergisst sie, dass Rache auch blind machen kann. Blind gegenüber der tödlichen Gefahr, die für sie von Cupido noch immer ausgeht …

Rezension: Das war dann wohl meine allerletzte Reise richtung Ermittlung/Thriller/Anwalt/Polizei Bücher. Ich weiss ja, dass ich es absolut langweilig finde, wenn es in Büchern hauptsächlich um Ermittlungen in Mordfällen oder Verhandlungen geht. Aber man hat mir sicher tausend mal bestätigt, dass Cupido unglaublich spannend und interessant ist. Nun ja, leider nicht…

Das Buch fängt sicher richtig spannend an, mit Chloe Larson, die eines Nachts in ihrem eigenen Apartment von einem, als Clown maskiertem Psychopaten überwältigt und misshandelt wird und dies beinahe nicht überlebt. Aber dann lässt sie alles hinter sich und zieht nach Florida, wo sie als Staatsanwältin tätig ist und plötzlich ihrem Peiniger gegenüber sitzt, der wegen einigen grausamen Morden angeklagt wurde. Ich bin mir sicher, dass das Buch auch weiterhin spannend bleibt, aber mir geht dieses Polizeigefasel so sehr auf die Nerven, das man in jeglicher Art Krimis zu lesen bekommt. Ich kann sowas einfach nicht lesen ohne aggressiv zu werden. Schon seit ich denken kann hasse ich alles Krimimäßige. Sei es Serien im Fernsehn oder eben Bücher. Einzig und alleine Monk kann ich mir ansehen.

Gerade desswegen fiel das Buch gleich in Ungnade, als die Handlung von Chloe zum Special Agent Dominick Falconetti sprang (Special Agent…wenn ich das schon lese…). Falconetti hat mich auf Grund der Tatsache, dass er einer dieser faselnden Agents ist, beim FDLE (Florida Department of Law Enforcement) arbeitet und auch noch in Miami tätig ist an Horacio Cane aus CSI:Miami erinnert. Ganz schreckliche Serie, ganz schrecklicher Seriencharakter, dieser Cane. Wenn der seine dämliche Brille aufsetzt und dann pseudocool mit anderen Leuten redet dann… lassen wir das. Jedenfalls hat das mich dazu veranlasst das Buch abzubrechen.

Ich gebe dem Buch letztendlich noch 2 Sterne, weil die Geschichte, wie gesagt, sicher noch echt spannend wird und der Schreibstil ist auch sehr ansprechend, aber für mich ist das nichts. Solche Polizeifaselbücher machen mich so aggressiv, dass ich ständig ins Buch beisse…

von Sally am Donnerstag, 8 Oktober, 2009 um 14:18 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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