» Richard Laymon – Der Regen

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Originaltitel: One rainy night
Genre: Horror, Thriller
Reihe: / Band: /
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 446 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453675544
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Inhalt: Ein seltsamer, schwarzer Regen fällt auf die Kleinstadt Bixby. Er kommt in Schauern und ist warm und irgendwie unnatürlich und er verändert die Stadt. Die Bewohner werden erfüllt von Hass und Wut – und dem Wunsch zu töten. Und als der Regen weiter fällt, mischt sich das Wasser mit dem Blut der Opfer.
Rezension: Ich dachte ich seh nicht richtig, als ich auf meinem neuen Laymon einen riesen Aufkleber mit der Aufschrift: “Top Thriller” sah. Noch dazu wurde das Buch aus der Heyne Hardcore Reihe rausgeworfen. Warum auch immer. Laymon ist nämlich kein “Top Thriller”, der was für jeden Thriller-Fan ist und wenn Laymon nicht Hardcore ist, dann will ich bitte richtigen Hardcore lesen.
Wie jeder Laymon strotz Der Regen wieder vor Gewalt, Blut und Sex und lässt sich, wie üblich, bequem in einem Rutsch weglesen. Das Buch ist einfach fesselnd. Laymon schreibt Szenen in seinen Büchern gerne aus und zieht sie in die Länge, ohne, dass sie langweilig werden. Leider hat man gemerkt, dass Der Regen diesmal nicht von Kristof Kurz oder Thomas Merk übersetzt wurden. Der Unterschied war klein, aber ich habe ihn denoch bemerkt. Kurz und Merk übersetzen Laymon einfach besser und ihre Übersetzungen sprechen mich mehr an.
Das Buch, bzw. die Story an sich ist wieder spitze. Ich vermutete ja, dass es eine Mischung aus Im Wahn von David Moody und Todesregen von Dean Koontz ist und ich hatte schon recht. Allerdings gefällt mir Der Regen besser als Im Wahn oder Todesregen.
Diesmal wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Es gibt also einen ganzen Haufen Hauptcharaktere, die in der Regel recht sympathisch sind. Manche Handlungen von Charakteren verfolgt man lieber als andere. Aber letztendlich sind sie trotzdem sehr gut ausgeschrieben. Bei Laymon fällt mir sehr selten einmal ein Charakter durch seine Handlung auf den Geist. Ich denke bei vielen Buchcharakteren, vorallem in Thriller, bei total sinnlosen Handlungen sehr oft: “Warum machst der das? Das ist doch total dämlich” Laymons Charaktere handeln realistisch. Sie tun zu 95% das, was ich in ihrer Situation auch machen würde. Ist mal sehr angenehm sich darüber nicht aufregen zu müssen.
Zu der Geschichte ansich kann ich wenig sagen. Sie ist gut. Vielleicht ein wenig zu flach und simpel und für viele Leute sicher definitiv zu blutig, zu sexistisch und zu gewalttätig, immerhin wird in jedem Laymon mindestens einmal eine Frau vergewaltigt, die sich danach fürchterlich rächen wird. Das ist nichts für zart besaitete Menschen.
Ich ziehe diesem Laymon einen Stern ab, einfach nur, weil mich dieser Top-Thriller Aufkleber sehr gestört hat, wegen der Tatsache, dass man Der Regen aus der Heyne Hardcorereihe rausgenommen hat und weil mir die Übersetzung von Helmut Gerstberger nicht besonders gefallen hat. Sie war nicht schlecht in dem Sinne, aber sie war einfach anders und mir hat das was gefehlt.
Leser, sie es gerne mal blutig und brutal mögen sind mit Laymon sicher an der richtigen Adresse. Anderen würde ich seine Bücher nicht unbedingt empfehlen. Sie sind eben einfach ziemlich speziell. Ich freue mich schon auf den neuen Laymon, Der Ripper, der am 1. Januar 2010 erscheinen wird.
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