» Isabel Abedi – Isola

Geschrieben von Sally am Sonntag, 30 Mai, 2010 | 1311 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: Isola
Genre: Jugendbuch, Thriller, Drama
Reihe:/ Band: /
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Seiten: 324
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401060484
Preis: 14,95€
Amazon

Inhalt: Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen alleine auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie alleine die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idyll zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt der melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker, wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird.

Rezension: Isola schlummert schon länger ungelesen in meinem Regal. Gekauft habe ich es vor ca. einem Jahr einfach, weil mich der Klappentext zu dem Zeitpunkt einigermaßen angesprochen hat. Aber das Interesse daran habe ich schnell wieder verloren, bis ich nichts mehr hatte, das ich lesen könnte und Maren mir Isola vorschlug, von dem viele begeistert sind, also las ich es…

Zwölf Jugendliche und ein Hund begeben sich für Dreharbeiten zu einer Reality Show auf eine abgelegene, kleine Insel vor Rio de Janeiro und beziehen dort ein Quartier. Die ersten Tage vergehen problemlos, aber dann müssen sie ein Spiel spielen, auf das keiner Vorbereitet war und das die Stimmung auf der Insel umschlagen lässt…

Was mich direkt in den ersten Kapitel schon gestört hat war die Protagonistin Joy, bzw Vera (Ihr Name auf der Insel). Sie ist geheimnissvoll, offenbar hübsch, zurückhaltent und scheinbar humorlos ausserdem hat sie eine Vergangenheit in Rio und will ja eigentlich gar nicht auf diese Insel und deswegen macht sie im Verlauf des Buches Dinge, die sie eigentlich gar nicht machen möchte. Solche Charaktere hasse ich einfach. Es gibt für mich nichts schlimmeres als geheimnisvolle, gutaussehende Mädchen, die über alles erhaben sind und sich direkt in den gutaussehenden Kerl verlieben, der ihnen über den Weg läuft und der, oh, was für ein Glück die Augen nicht von ihnen lassen kann. Nicht einmal Darling, das blonde “Luder” der Insel, die sich so benimmt wie jedes blonde Luder in Filmen oder Büchern hat mich so sehr gestört wie Vera. Der Charakter Vera und auch die anderen auf der Insel sind durchaus gut gestaltet und beschrieben und passen auch allesamt sehr gut ins Buch, nur hat Vera kein Potential zum Hauptcharakter. Mich hat sie genervt!

Zwar hatte ich mir unter dem Klappentext etwas anderes unter tödlichem Ernst vorgestellt, aber da Isola als Jugendbuch deklariert wird ist Handlung durchaus gelungen, spannend und lesenswert. Auch wenn nichts passiert macht es schon Spaß dem Alltag auf der Insel beizuwohnen und auch die ersten paar Tage, in denen das Spiel gespielt wird sind interessant, aber dann kommt alles schlag auf schlag, anfangs noch wirklich mysteriös und spannend, später leider ziemlich abgehoben und abgedroschen. Eigentlich nichts, was man noch nicht gelesen hat.

An Isabel Abedis Schreibstil hab ich gar nichts auszusetzen. Ihre Charaktere schreien zwar überdurchschnittlich oft, was mir ziemlich häufig aufgefallen ist aber ansonten hat mich nichts gestört. Sie schreibt ihre Kapitel in einer angenehmen Länge, stellt ihre Charaktere und Handlungsorte ausreichend dar und hat das schnulzige beschreiben schöner Männer  und lauschiger Momente durchaus drauf.

Grundsätzlich ist Isola ein angenehmes Lesevergnügen für jung und alt und an einem trüben Nachmittag, wenn es regnet und man lieber von einer Südseeinsel mit weißen Sandstränden und türkisem Wasser träumt ist es nahezu perfekt. Dazu kommt noch ein wenig Thrill und schon hat man eine durchaus lesenswerte Unterhaltung. Aber eben wegen der nervigen Vera und dem Gewurschtel am Ende gebe ich Isola letztendlich nur 3 Sterne, aber 3 gut gemeinte Sterne. Wem Isabel Abedi ein Begriff ist, wem der Klappentext gefällt, der kann bei Isola eigentlich nichts falsch machen. Meins war es eben nur nicht so wirklich.

von Sally am Sonntag, 30 Mai, 2010 um 15:07 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , ,

Ähnliche Artikel:

Ein Kommentar zu “Isabel Abedi – Isola”

  1. Schade, dass dich das Buch nicht so begeistert hat wie mich. Ich mochte Vera und fand vor allem das Ende besonders gelungen.

Hinterlasse einen Kommentar

Achtung! Kommentare mit mehr als zwei Link werden automatisch als Spam erkannt und moderiert und freigeschaltet oder gelöscht. Sinnlose Links oder Werbelinks im Kommentar- oder Websitefeld werden gelöscht.

*057* *055* *054* *053* *052* *051* *050* *048* *047* *046* *045* *044* *043* *042* *040* *039* *038* *036* *034* *033* *032* *031* *030* *029* *026* *025* *024* *023* *022* *020* *019* *018* *017* *016* *014* *013* *010* *009* *007* *006* *004* *002* *001*