» Helga Thoma – Ungeliebte Königin  

Geschrieben von Sally am Montag, 11 Januar, 2010 | 454 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Ungeliebte Königin
Genre: Historisch, Geschichte, Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: März 2003
Seiten: 253 Seiten
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492235266
Preis:
8,95€
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Inhalt: “Personen wie Sie gehören dem Staate”, machte Ludwig XIV. seiner Nichte Marie Louise von Orleans unmissverständlich klar, als diese in Tränen ausbrach, weil man sie dem geistig wie körperlich degenerierten König von Spanien zur Frau gab. In ihrer Schrift über das “Los der Prinzessinnen” befand Isabella von Parma, die Gemahlin des späteren Kaisers Joseph II., dass deren “Schicksal unstreitig das unglücklichste ist”. Ihre Nachfolgerin, Josepha von Bayern, war ihrem Gemahl innig zugetan, erntete von Joseph aber nichts als Verachtung, Demütigung und Grobheit. Ähnlich erging es der unglücklichen Elisabeth Christine von Braunschweig an der Seite Friedrichs des Großen. Nach persönlichem Glück wurde also nicht gefragt. Wie sehr diese Frauen ihren Ehegatten mit Leib und Seele ausgeliefert waren, das bewies wohl am spektakulärsten Heinrich VIII. von England, der gleich zwei seiner Gemahlinnen aufs Schafott schickte. Manche Königinnen aber ließen sich als starke Persönlichkeiten nicht brechen. Trotz allem Leid hatten sie die Kraft, das politische Geschehen ihrer Zeit entscheidend zu prägen.

Rezension: Ungeliebte Königin liegt schon seit einiger Zeit auf meinem SuB. Gekauft habe ich es, weil ich mich in zu der Zeit vorallem für Henry VIII. interessiert habe und er und seine sechs Frauen in diesem Buch behandelt werden. Gelesen habe ich es zu dem Zeitpunkt letztendlich nicht, aber das habe ich jetzt nachgeholt.

Ungeliebte Königin sind einzelne, zusammengetragene Geschichten über Königinen früheren Jahrhunderten, die politisch und möglichst geschickt verheiratet wurden. Nicht selten gegen den Willen der Braut. Helga Thoma hat ihre Geschichten zusammengefasst und aufgeschrieben. Beginnend bei Henry VIII und seine sechs Frauen, bis hin zu Maria Christine von Österreich und ihre Ehe mit Alfons XII. von Spanien.

Es ist schon interessant über solche Eheschließungen und die daraus resultierenden Probleme und Ängste zu lesen. Heutzutage heiraten (die Meisten *033* ) ja aus Liebe und man weiss, auf wen man sich da einlässt, währenddessen die Prinzessinen ihre späteren Gatten vor der Hochzeit in den meisten Fällen nie zu Gesicht bekommen haben, geschweigedenn wussten, was für ein Wesen ihr Ehemann hat. Sie werden einfach ins kalte Wasser geschmissen und geraten nicht selten in eine Hölle. Weit weg von ihrer Familie und ihrem zuhause halten sie jähzornige und respektlose Ehemänner aus, die sich ungeniert mit Mätressen herumtreiben und ihnen die Schuld für jungenlose Schwangerschaften geben.

Helga Thoma schreibt ihr Buch sehr gut. Es wird selten langweilig und sie hält sich nicht allzu lange mit den ungeliebten Ehefrauen auf, was das Buch nicht in die Länge zieht.Auch sprachlich lässt es sich leicht und angenehm weglesen. Hin und wieder ist es ein wenig verwirrend, wenn plötzlich unzählige neue Namen und Personen auf einen zukommen, die man ersteinmal unterscheiden muss, bevor man weiterlesen kann. Das ist ein kleiner Nachteil an den kurzen und schnellen Kapiteln. Man hat kaum Zeit sich diese Personen zu merken.

Was die Korrektheit des Buches angeht kann ich leider nichts dazu sagen. Bis auf die Ehen des Henry VIII. habe ich mich mit keiner der genannten Personen näher befasst, werde es aber sich in nächster Zeit einmal tun, denn es stecken großartige Geschichten und Persönlichkeiten hinter den katastrophalen Ehen.

von Sally am Montag, 11 Januar, 2010 um 16:55 Uhr

In den Kategorien: Buchrezensionen

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