» Arthur Golden – Die Geisha

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Originaltitel: Memoires of a Geisha
Genre: Drama, History
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2000
Seiten: 576 Seiten
Verlag: btb
ISBN: 978-3442726325
Preis: 10,00€
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Inhalt: Zu Beginn der 30er Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht und in ein Geisha-Haus, eine Okiya gesteckt. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Gaishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.
Rezension: Die Geisha ist eines der Bücher, die schon seit geraumer Zeit in meinem Regal rumSUBen. Nachdem ich damals den Film sah nahm ich mir vor auch das Buch zu lesen, aber irgendwie kam ich nicht dazu. Vor einer Woche habe ich mir den Film ein weiteres Mal angesehen und mich entschlossen mich nun endlich dem Buch zu widmen und ich muss sagen, dass das eine ziemlich gute Idee war.
Der Film war super. Ich hab ihn sehr gerne gesehen, auch, wenn Kenner der Geisha Kultur einiges dran zu meckern haben. Mich hat der Film eben einfach unterhalten und das Buch unterhielt mich mindestens doppelt so gut. Man begleitet die kleine Chiyo, die in jungen Jahren von ihrem Vater an ein Geisha Haus, eine Okiya verkauft wird. Dort lernt sie unter den strengen Augen der Okiya Mutter und der erfolgreichen Geisha Hatsumomo, die einen Groll gegen die kleine Chiyo hegt und gegen sie intrigiert die Kunst eine Geisha zu sein. Bald ist auch sie sehr erfolgreich, aber das was sie in ihrem Leben wirklich will entfernt sich immer weiter von ihr.
Was mir an diesem Buch sicher am besten gefallen hat ist die Atmosphäre, die es vermittelt. Wie oft hat man schon von Geishas gehört, Bilder gesehen, oder Filme angeguckt, aber so richtig verstanden hat man das als westlicher Mensch nicht. Die Geisha aber lässt den Leser tief in die geheimnisvolle, mysteriöse Welt der Geishas und das Leben in den Geishavierteln blicken. Man versteht vielleicht nicht alle Eigenarten dieser Kultur, aber man kommt ihr näher, was das Interessante daran ist. Arthur Golden schreibt so, dass mir gar nichts anderes übrig blieb als tief in die Worte einzutauchen und die Geschichte aufzunehmen. Es war teilweise wie in einer anderen Welt und ich habe alles um mich herum vergessen. Es war wirklich schön ein Buch mal wieder so intensiv zu erleben.
Ein wenig brutal fand ich das plötzliche Herausreißen des Lesers aus der Geschichte. Plötzlich, zum Ende hin nimmt das Buch nämlich eine ganz andere Wendung und befördert den Leser quasie mit einem Arschtritt wieder in die “wirkliche Welt”.
Es gibt sonst eigentlich nichts schlechtes über Die Geisha zu sagen. Das Buch hat mir von vorne bis hinten ausnehmend gut gefallen, ich fand es sogar weitaus besser als den Film und hat mich vorallem mal wieder ein eine wirklich fantastische Welt entfürt. Ich finde es sogar sehr schade, dass das Buch schon vorbei ist, obwohl ich mir extra ein wenig Zeit gelassen hatte. Ginge es nach mir, hätte es noch hunderte und hunderte von Seiten länger sein können.
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