» Anne Helene Bubenzer – Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown

Geschrieben von Sally am Samstag, 28 November, 2009 | 1831 views. | 7 Kommentare


Originaltitel: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2009
Seiten: 479 Seiten
Verlag: Rowohlt
ISBN:
978-3499252891
Preis:
9,95€
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Inhalt: Henry N. Brown erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird, am 16. Juli 1921. So beginnt ein turbulentes Leben. Eine Odyssee durch Europa, durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden. Und überall, wo Henry hinkommt, bemerkt er, dass die Menschen vor allem ein Bedürfnis haben: Sie brauchen jemanden, der ihnen zuhört.

“Es war die erste Nacht seit langer Zeit, die ich alleine auf einem kalten Boden verbrachte, unbeachtet und nicht vermisst. Aber auch das war gut so, denn ich wusste, dass Isabelle glücklich war”
S. 349

Rezension: Dieses Buch ist wohl mein ganz persönliches Buch des Jahres. Als ich es anfing machte ich mich auf eine seichte Geschichte, mehr für Kinder gedacht mit einem Bären in der Hauptrolle gefasst, aber ich bekam was völlig anderes.

Henry Nearly Brown wird von Alice, einer einsamen Frau aus Bath/England genäht und verbringt ein paar wundervolle Jahre mit ihr zusammen. Auch, wenn er sich nicht bewegen kann und es ihm auch sonst nicht möglich ist sich bemerkbar zu machen,er ist immer für seinen Besitzer da, wenn dieser Trost braucht, oder jemanden der ihnem zuhört. Er hat seine eigenen Gedanken und seine eigene Meinung. Doch irgendwann verliert Alice Henry und er kommt zufällig in eine andere Familie und so beginnt seine Reise durch die Zeit und durch viele verschiedene Menschenhände, in denen er schöne und auch grausame Dinge erlebt, die manchmal zu viel sind für einen kleinen Bären, der viel Liebe in sich trägt.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so berührt hat. Ich bin ein Mensch, der auch mit 21 noch an seinen Plüschtieren hängt. So habe ich zwei meiner Lieblingsplüschtiere, die ich bekommen habe, als ich 5 war noch immer auf meinem Nachttisch stehen und ausserdem teile ich mein Bett natürlich mit Biber. Ich könnte mir nicht vorstellen einen von ihnen jemals zu verlieren. Das würde mich endlos traurig machen. Als Kind habe ich immer gedacht, dass mich meine Plüschtiere verstehen können, wenn ich mit ihnen rede. Sie haben mir in manchen Situationen sehr geholfen, indem sie mir eben auch einfach nur zugehört und meine Tränen in sich aufgesogen haben. Nach Harry Potter hat es kein Buch mehr geschafft mich zum Weinen zu bringen, bis ich Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown las. Dieses Buch beherbergt so viele Dinge, die einen aufmerksamen Leser berührt, ihn schockiert und ihn auch manchmal wütend macht. Dieses Buch hat alles, was man braucht um in eine Geschichte einfach nur abtauchen zu können.

Der Schreibstil von Anne Helene Bubenzer ist wirklich hervorragend. Das Buch ließ sich einfach weglesen. Ohne holpern, ohne stocken. Sie weiss, wie man mit Worten umgehen muss um den Leser an ein Buch zu fesseln. Sie hat es auch geschafft mich immer wieder in der Geschichte zu überraschen und es scheint für sie absolut kein Problem zu sein auch in friedlichen Situationen hohe Spannung zu halten. Alleine dafür gebe ich dem Buch schon mindestens 1 1/2 Sterne.

Es ist sehr interessant zu lesen, was ein Teddybär für ein Leben führt. Wohin ihn das Schicksal bringt, was er dort erlebt und wie seine Gedanken sind. Dieses Buch bleibt nun wohl für immer in meinem Herzen und es wird einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal bekommen, damit ich nicht vergesse es bald möglich nocheinmal zu lesen. Die Geschichte des Henry N. Brown ist wirklich bezaubernd und es passt perfekt in die gemütliche und besinnliche Vorweihnachtszeit hinein. Es ist eines dieser Bücher, die am liebsten nie zu ende gehen sollten und es ist auch ein Buch, das für jeden geeignet ist. Lest dieses Buch, es lohnt sich wirklich sehr.

von Sally am Samstag, 28 November, 2009 um 13:15 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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7 Kommentare zu “Anne Helene Bubenzer – Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown”

  1. Oh nein, das klingt ja echt total süß… das _muss_ auf meine Wunschliste… Ich mag Kuscheltiere auch und könnte mich nie von meinen absoluten Lieblingen (darunter auch welche die ich zur Geburt bekam) trennen.

    Eine schöne Rezension!

    Katrin

  2. Wäre ein wunderbares Weihnachtsgeschenk, wie ich finde *038*
    Lies es besser schnell, das Buch passt wunderbar in die Vorweihnachtszeit. Ist so richtig gemütlich *048*

  3. Ich habs jetzt erstmal in die Hand meiner Wichtelmama für den 12.12. gelegt. Aber ein Amazon-Gutschein schwirrt noch hier rum, für den Fall, dass sie falsch aussucht quasi ;)

    LG :)

  4. Ich musste mich gestern zurückhalten das Buch nicht nochmal zu kaufen… was anderes Tolles hab ich nämlich irgendwie nicht gefunden *055*
    Ich hoffe dir gefällt das Buch *045*

  5. So, und ich bin schwach geworden…vorgestern habe ich das Buch in meiner Stammbuchhandlung gesehen mit deiner tollen Rezi noch im Hinterkopf und ich konnte es einfach nicht mehr zurücklegen *051* …hach und jetzt wartet es neben mir darauf, gelesen zu werden *046*

  6. Guuute Investition, Katha. Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Lesen *045* und lass mich wissen, was du von dem Buch hälst (Ich hoffe du magst es auch so sehr).

  7. Ich hab es jetzt auch schon zwei mal gelesen und bereits verschenkt und empfohlen. Das Buch ist mein absoluter Favorit.

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