» Andreas Roman – Schwarze Nacht

Geschrieben von Sally am Montag, 13 April, 2009 | 793 views. | Keine Kommentare

schwarzenacht
Originaltitel:
Who is afraid of the dark?
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453433854
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Inhalt: Wer fürchtet sich nicht vor der Dunkelheit? Uns ist allen hin und wieder unheimlich, wenn es dunkel wird, wir Schatten sehen oder plötzlich Geräusche hören. Andreas Roman hat darüber einen atemberaubenden Thriller geschrieben: Die Angst seines Helden David ist nicht normal. Sie ist riesig, sie ist panisch, sie ist krank. In jeder dunklen Ecke scheint etwas auf ihn zu lauern, das ihn töten wird. In einer einsamen Hütte im Norden Schwedens stellt er sich allein seinem Dämon. Schließlich bildet er sich nur etwas ein. Das denkt er jedenfalls…

Rezension: Ich habe “Schwarze Nacht” in einem Tag durchgelesen. Es beginnt wirklich spannend mit einigen Nächten, die man zusammen mit dem Protagonisten David und seiner reizenden Katze Zausel verbringt um klar zu sehen, was für eine große Panik er vor der Dunkelheit hat und ich muss sagen, es ist wirklich ne verdammt große Panik. David trinkt jeden Abend Alkohol, spielt stundenlang Singstar, chattet und lässt seinen Fernseher die ganze Nacht durch das gesamte Programm zappen. Dabei schaltet er jede einzelne Lampe in seiner Wohnung an und verlässt das Wohnzimmer nicht mal um ins Bad zu gehen. Wenn er dann irgendwann vor Müdigkeit auf dem Bett zusammenbricht kann er nur einschlafen, wenn Zausel bei ihm ist.

Irgendwann kommt David nach einem Gespräch mit einem Therapeuten auf die Idee eine einsame Hütte im Norden Schwedens zu mieten und da fängt der Horror natürlich erst an, wenn es dunkel wird. Ich habe manchmal auch Panik, wenn ich alleine in einem stockdunklen Raum bin. Dann fühle ich, wie sich meine Nackenhaare aufstellen und ich das bedrohliche Gefühl habe ich würde beobachtet werden, oder jemand würde genau hinter mir stehen. Ich weiss, dass es nicht so ist, aber es ist trotzdem unangenehm.  Ich denke, dass es jedem so geht und desswegen ist dieses Buch wohl so gruselig. Ich habe vermieden es Abends zu lesen und es heute bei strahlendem Sonnenschein beendet.

Der Schreibstil war sehr angenehm. Mir gefiel besonders, wie der Autor die Katze Zausel beschrieben hat. Er hat aus ihr ein wunderbares, kleines, anhängliches Wesen gemacht, dass dem Anschein nach seinen Menschen versteht und ihm helfen möchte. Ich habe Zausel gleich ins Herz geschlossen. Trotz der knappen 288 Seiten hab ich diese tolle Katze wirklich geliebt. Manchmal, wenn im Buch beschrieben stand, dass David aus dieser Hütte fliehen wollte und alles gepackt hat, habe ich innerlich nach Zausel geschrieen. Er sollte bloss Zausel nicht da zurück lassen. Dafür bekommt das Buch alleine schon 1 1/2 Sterne. Der gut geschriebene Horror und der nicht einknickenwollende Spannungsbogen tun ihr Übriges dazu.

Der einzelne abgezogene Stern ist nur mal wieder wegen dem Ende. Das Ende ist nicht schlecht, ich dachte mir schon soetwas und es passt auch wirklich, aber leider ist es zu kurz und zu plötzlich und für mich leider auch zu traurig. Ich hatte gehofft, ich würde noch mehr über die finale Lösung erfahren, aber da wurde ich leider enttäuscht. Mir kam es auch so vor, als wäre das Ende Monate nach dem Rest geschrieben worden, unter dem Motto: Schnell mal eben fertig schreiben.

Ich empfehle das Buch trotzdem weiter für alle, die gerne etwas Horror nebenbei lesen möchten. Aber ein gut gemeinter Tipp: Lest es wirklich nur am Tag… ich meine das ernst…

von Sally am Montag, 13 April, 2009 um 23:26 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

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