» Andrea Maria Schenkel – Tannöd

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Originaltitel: Tannöd
Genre: Krimi
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2006
Seiten: 171 Seiten
Verlag: btb
ISBN: 978-3442740253
Preis: 7,00€
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Inhalt: Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur.
Rezension: An Tannöd scheiden sich die Geister. Während die Einen dieses Buch höchst spannend finden, wird es für Andere die Langeweile pur sein. Ich kann da durchaus beide Seiten verstehen.
Tannöd beruht auf einer wahren Geschichte. In Hinterkaifeck wurden 1922 sechs Menschen auf einem Einödhof ermordet. Der Täter ist bis heute nicht bekannt. Vier von ihnen wurden im Stadl mit einer Reuthaue erschlagen, die Magd fand man tot in ihrer Kammer und der 2jährige Junge Josef wurde in seinem Stubenwagen getötet. Dieser ganze Mordfall ist wirklich ziemlich mysteriös. So soll der Mörder sich vor der Tat mehrere Tage auf dem Hof versteckt haben. Man fand auf dem Dachboden Kuhlen im Heu, in denen ein Mensch hätte schlafen können. Ausserdem waren Dachziegel verschoben um den Hof überblicken zu können. Kurz vor der Tat erzählte eines der Opfer von unbekannten Fußspuren im Schnee, die zum Hof, aber nicht zurück führten und merkwürdige Geräusche im Gebäude. Auch nach der Tat war der Mörder noch einige Tage auf dem Hof um die Tiere zu versorgen.
Ich habe mich nach einer TV Reportage darüber im Internet etwas schlau gelesen, weil ich diesen ganzen Fall ziemlich interessant und fast auch gruselig finde. Ich denke, wenn man sich für diesen Fall nicht großartig interessiert, oder ihn nicht kennt, dann könnte Tannöd eher ödes, aber ein gott sei dank dünnes Buch sein, das zwar eine interessante Schreibart vorweist, aber mehr auch nicht.
Die Geschichte ist aufgeteilt in Erfahrungsberichten von Einwohnern in Tannöd und zu einem kleinen Teil auch aus der Sicht des Mörders und der Opfer beschrieben. Der Einödhof ist sehr stimmungsvoll dargestellt und es gruselt einen auch leicht, wenn man bedenkt, was dort passiert ist. Die Erfahrungsberichte der Einwohner sind größtenteils auch sehr interessant aber ich hab auch einiges schnell überflogen. Viel Großartiges hat man manchmal nämlich nicht erfahren. Das ganze Buch hat mich nicht wirklich begeistert, aber auch nicht unbedingt gelangweilt. Es liest sich schnell weg und dann vergisst man es leicht wieder.
Wenn man sich nicht für den Hinterkaifeck Fall interessiert könnte Tannöd eher ein Fehlgriff sein, wenn man sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat, erzählt das Buch einem auch nichts Neues mehr. Aber ich denke die Zeit für171 Seiten kann man verschmerzen.
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Danke für die Rezension, du hast mir einen Fehlkauf erspart, bzw. einen Kinobesuch, der mir sicher keinen Spaß gemacht hätte.
Oh, bitte
Es ist wikrlich immer super ärgerlich, wenn man ein Buch kauft und das ist dann schlichtweg scheiße